Fünf Tipps gegen den Weihnachtsstress

Eine Studie belegt, dass uns die Feiertage unter enormen Stress setzen. Vor allem Mamas und Papas können da wohl ein Lied davon singen. Fünf Tipps, damit die Weihnachtstage trotzdem nicht zum Stressfaktor werden.


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Weihnachtsstress

Weihnachtsstress? Tatsache! Eine Studie belegt, dass sich so gut wie jeder während der Feiertage gestresst fühlt.


© iStock
Geschenke besorgen, Lebensmittel einkaufen, dekorieren, kochen, Familienmitglieder koordinieren, putzen, aufräumen, Termine erledigen – die Liste der Aufgaben, die in der Adventszeit erledigt werden müssen, wächst schier ins Unermessliche je länger man sich damit beschäftigt. Und dabei sind da noch gar nicht die wirklich wichtigen To-Dos der Weihnachtszeit dabei: Zeit mit den Lieben verbringen, Weihnachtslieder singen, Plätzchen backen, Verwandte besuchen … Wege, wie Ihnen der Weihnachtsstress nicht zu Kopf steigt:


1. Erwartungsmanagement


Dieser Punkt ist wohl der wichtigste, wenn es um Weihnachtsstress geht. Denn oft sind es wir selbst, die uns Stress bereiten. Vor allem Mütter sind davon betroffen. Sie wollen DAS perfekte Weihnachten für ihre Familie schaffen. Fernsehen und Filme vermitteln uns die Fantasie der vollkommenen Feiertage, die wir im echten Leben imitieren wollen. Doch das Wort sagt es schon: Fantasie. Die Realität wird und kann nie so aussehen wie im Film (oder – seien wir ehrlich – wie auf den aufpolierten Fotos in den Sozialen Medien).

Die Lücke zwischen Realität und Wunsch gilt nicht nur für die Festlichkeiten an sich, sondern vor allem auch für die Familie. Wir wünschen uns eine Bilderbuchfamilie und sind ernüchtert, wenn Mama, Papa, Opa, Onkel und Kinder an dem einen Tag im Jahr – überraschenderweise – genauso sind, wie an den anderen 364. Das Resultat sind enttäuschte Erwartungen, erhitzte Gemüter und Streit in der Zeit, die eigentlich für Besinnlichkeit und Nächstenliebe steht.

Setzten Sie sich selbst und Ihre Familie also von Anfang an nicht so sehr unter Druck. Sie müssen nicht alle Geschenke selber basteln. Sie müssen nicht zehn Sorten Plätzchen backen. Ihre Kinder müssen nicht 24 Weihnachtslieder im perfekten Kanon vortragen. Wenn Sie sich während dem Rest des Jahres nicht mit Onkel Hubert vertragen, wird sich das an Weihnachten auch nicht ändern. Schrauben Sie Ihre Erwartungen an sich und die anderen etwas herunter. Die Huffington Post zitiert Ricks Warren, Professor an der University of Michigan: „Für das Stressmanagement während der Feiertage ist es wichtig zu akzeptieren, dass nicht alles perfekt sein muss – egal, ob es um eine Party geht, darum wie viele Leute ich zu Weihnachten sehe, welche Geschenke ich kaufe oder nicht kaufe oder ob ich die Erwartungen anderer in mich erfülle.“ Denn: Ihr Weihnachtsfest muss nicht perfekt sein – es muss nur perfekt für Ihre Familie und Sie sein.

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2. Zeit für sich selbst

Für Eltern ist dies schon in der restlichen Zeit des Jahres schwer, die Weihnachtsfeiertage verschlimmern das Dilemma noch zusätzlich: Sie hetzen von Termin zu Termin, von Veranstaltung zu Veranstaltung und haben keine Zeit für sich selbst. Aber wir geben Ihnen jetzt die Erlaubnis: Lassen Sie den Wäschekorb in der Ecke stehen. Lassen Sie den Putzlappen liegen. Nehmen Sie sich stattdessen Zeit für sich. Viele Psychologen empfehlen Meditation und Achtsamkeit, um ein bisschen Energie zu tanken und mit dem Weihnachtsstress besser klarzukommen. So zitiert die Huffington Post Ricks Warren, Professor an der University of Michigan: „Ich mache jeden Tag Achtsamkeitsübungen, das hilft mir, damit ich mit Ruhe auf eine Sache nach der anderen konzentrieren kann und mich nicht ständig von allen anderen Dingen stressen lasse, die noch auf meiner To-Do-Liste steht.“
3. Planen ist Ihr Freund

Damit meinen wir nicht, dass Sie sich Ihre Agenda mit Terminen und Aufgaben vollhämmern sollen. Vielmehr sollten Sie sich bewusst Zeit nehmen, um ein paar Dinge zu notieren, die für Sie in der Weihnachtszeit und an den Feiertagen wirklich wichtig sind. Auf diese Dinge sollten Sie sich dann auch – mit gutem Gewissen – konzentrieren.
Seien Sie dabei realistisch mit sich selbst darüber, was Sie in der begrenzten Zeit schaffen können und priorisieren Sie. Vor allem: Lassen Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden, weil Sie dieses Jahr nur eine Sorte Plätzchen gebacken haben oder keine Zeit für einen Besuch bei Ihrem Schwippschwager Georg haben.

Und um noch einmal zu Punkt Nummer zwei zurückzugehen: Planen Sie auch bewusst feste Zeiten fürs „Nichtstun“ ein: „Bei so vielen Menschen, die daheim und in den Geschäften rumschwirren, finde ich es wichtig und nötig, mir Zeit für mich selbst zu nehmen. Das hat nichts damit zu tun, selbstsüchtig zu sein, sondern damit, zu sagen, dass ich etwas Zeit für mich brauche und verdiene“, sagt Dan Reidenberg, Vorsitzender der American Psychotherapy Association, zur Huffington Post.

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4. Tägliche Routinen

Auch wenn die Festtage etwas ganz Besonderes sind, ist es hilfreich, nicht ganz mit seinen sonstigen täglichen Routinen zu brechen. Vor allem Kindern helfen Rituale, Stress besser zu bewältigen. Halten Sie also Schlafenszeiten einigermaßen ein, lassen Sie die Gute-Nacht-Geschichte nicht ausfallen und orientieren Sie sich auch bei den Mahlzeiten am alltäglichen Ablauf.

Auch für Erwachsene ist es wichtig, ihre Routinen während der Feiertage aufrecht zu erhalten. Eine Studie, die belegt, dass so gut wie jeder während der Festtage gestresst ist, nennt Sorgen über gesunde Ernährung und Fitness als eine der Hauptursachen, warum sich Menschen während der Feiertage unter Druck setzen.

Einerseits hilft hier, sich klar zu machen, dass die Weihnachtsfeiertage nur eine begrenzte Zeit dauern, das viele (gute) Essen also keinen wirklich negativen Einfluss haben wird, wenn Sie sich wirklich nur auf die Festtage beschränken. Andererseits hilft es aber auch, die etablierten Routinen einfach auch während der Weihnachtstage durchzuziehen. Nehmen Sie sich morgens Zeit für eine Runde Sport, füllen Sie Ihren Teller erst mit Gemüse und dann mit Braten und Klößen. Versuchen Sie, ein Gleichgewicht zwischen den normalen Alltagsroutinen - einschließlich gesunder Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf – und den entspannten Feiertagen beizubehalten. Das heißt vielleicht, dass Sie die fünf Kilometer, den Sie sonst immer joggen, gegen einen ausgiebigen Wintersparziergang mit den Lieben eintauschen, oder dass Sie anbieten, ein gesundes Dessert mit zu den Schwiegereltern zu bringen. Versuchen Sie kleine Wege zu finden, Ihre Bedürfnisse auch während der Ausnahmesituation „Weihnachten“ zu erfüllen.
5. Ein Budget für Geschenke

Als Stressfaktor Nummer eins während der Feiertage nennen 47 Prozent aller Befragten den Bereich Finanzen. Klar: Geschenke kaufen geht auf den Geldbeutel. Dazu kommen noch Ausgaben für Essen, Fahrtkosten, Dekorationen und dergleichen. Vor allem für Familien kann Weihnachten so zu einer ziemlichen Belastung werden.

Unser Tipp: Sprechen Sie offen mit den Erwachsenen in Ihrem Umfeld. Diese werden wahrscheinlich ähnlich empfinden wie Sie und vom Geschenkestress einfach nur genervt sein. Vielleicht können Sie einfach gemeinsam schön Essen gehen, anstatt viel Geld und Zeit für (vielleicht sinnlose) Geschenke auszugeben. Und für die Kinder in Ihrem Leben gilt: Natürlich sollen diese sich auf ein schönes Geschenk zu Weihnachten freuen. Aber die Betonung liegt auf ein oder zwei und nicht zwanzig. Unser Lesetipp dazu:

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von Nicole Metz