Monsieur Cuisine Connect im Test: familie.de testet die smarte Küchenmaschine

Das neue Mitglied der Monsieur Cuisine-Familie, der Monsieur Cuisine Connect von Silvercrest, wird von Testern als nahezu perfekter – aber viel günstigerer – Thermomix-Klon bezeichnet. Zu Recht? Wir haben uns die Kochschürze geschnappt und das Küchenmaschinen-Schnäppchen getestet.


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Ich koche gerne. Und auch gar nicht so schlecht. Zumindest die Standardgerichte. An aufwändigere Rezepte wage ich mich allerdings eher selten heran, dafür ist der Alltag zu turbulent, die Gefahr zu groß, dass etwas schiefgehen könnte und mich große Kinderaugen traurig anschauen, weil sie nichts zum Essen bekommen. Nein, da bleibe ich lieber bei den Standardrezepten, die ich beherrsche und die möglichst wenig Aufwand machen ... Und dann kam der Monsieur Cuisine in mein Leben ... Ich hatte schon länger mit einer Küchenmaschine geliebäugelt, aber für einen Thermomix war ich viel zu geizig, schließlich kam ich ja auch ganz gut ohne Maschine klar. Als mir dann aber der Monsieur Cuisine zum Testen angeboten wurde, hab ich zugeschlagen. Denn nicht nur versprach die Küchenmaschine eine Zeitersparnis (viel weniger Abwasch!), auch dachte ich, dass mein Gaumen (und der von meiner Familie) so vielleicht auch in den Genuss von Gerichten kommen würde, die ich so nicht kochen würde. So zog also meine erste Küchenmaschine bei mir ein.

Meine Küchenmaschine kann alles!


Als der Monsieur Cuisine bei mir ankam, war die Überraschung recht groß: Das Paket war um einiges größer und schwerer als ich erwartet hatte. Vor meinem inneren Auge hatte ich unsere – doch recht kompakte – Küche vor Augen, in der doch niemals Platz für eine so große Küchenmaschine wäre. Meine Ängste wurden allerdings wieder besänftigt, als ich den Monsieur Cuisine auspackte. Denn es war vor allem das viele Zubehör, das das Paket so massiv erscheinen hat lassen. Einmal ausgepackt und aufgestellt braucht der Monsieur Cuisine Connect zwar immer noch seinen Platz, aber selbst in unserer kleinen Küche war noch ein Plätzchen für die smarte Küchenmaschine frei. Nun aber Schluss mit dem Geplänkel, jetzt geht es ans Eingemachte – oder eher ans Gekochte, Gebackene und Gedämpfte:

Der Monsieur Cuisine Connect im Test

Der Monsieur Cuisine Plus (links) und der Monsieur Cuisine Connect (rechts) im Vergleich


© PR
Mein neuer Sous Chef kommt mit einer ausführlichen Anleitung, die mich allerdings etwas einschüchtert, deshalb beschließe ich, diesen Schritt einfach zu überspringen und mich gleich dem Gerät selbst zu widmen. Und was kann ich sagen? Das war genau die richtige Entscheidung, denn der smarte Touch-Display gibt mir zu Beginn eine kleine Einführung, die die wichtigsten Punkte und Funktionen erklärt. Und für den Rest gibt es den intelligenten Koch-Assistenten, der mich Schritt für Schritt durch die Zubereitung führt. Doch bevor ich meine Begeisterung über den CookingPilot, der wohl besten Küchenhilfe seit Rémy, der Feinschmeckerratte aus „Ratatouille“, weiter ausführe, noch ein kleiner Blick auf die harten Fakten des Monsieur Cuisine Connect:

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Zeitgewinn, Geldersparnis und ein frischer Brotduft, der durchs Haus zieht: Ein Brotbackautomat ist wahrlich eine großartige Erfindung.


Die Küchenmaschine mit Edelstahl-Mixbehälter und integrierter Waage kommt zusätzlich mit einem Dampfgaraufsatz mit flachem Gareinsatz sowie einem Messbecher, Rühraufsatz, Spatel und Kocheinsatz. Es gibt drei Automatikprogramme: Kneten (Zubereitung von schweren Hefeteigen mit bis zu 500 g Mehl), Dampfgaren (Automatisches Aufheizen für schonendes Garen mit Dampf) und Anbraten (kurzzeitiges Braten mit bis zu 130°C). Wie auch der Vorgänger, der Monsieur Cuisine Plus, hat auch der Monsieur Cuisine Connect Saugnäpfe, die ihm einen sicheren Stand geben. Neu ist die integrierte WLAN Funktion, über die man kostenlos Rezepte direkt auf die Küchenmaschine laden kann. Diese Funktion führt uns nun auch schon zu meinem neuen Lieblings-Küchenhelfer: Der CookingPilot ermöglichen durch die Rezeptfunktion das angeleitete Kochen, bei dem man Schritt für Schritt durch das Rezept geführt wird. Das ist vor allem aus zwei Gründen praktisch: Zum einen bringt es Abwechslung in die Küche, da das angeleitete Kochen die Zubereitung um einiges erleichtert und so die Ehrfurcht vor aufwändigeren Gerichten nimmt. Zum anderen ist der CookingPilot perfekt für Küchenmaschinen-Neulinge wie mich, die noch etwas überfordert von den vielen Funktionen der Maschine sind.

Risotto zubereitet im Monsieur Cuisine

Rucola-Ziegenkäse-Walnuss-Risotto - und das ohne viel Rühren oder Schnibbeln


Jetzt geht's ans Kochen - Küchenhilfe inklusive

Ein Beispiel: Für mein erstes Gericht suchte ich mir ein One-Pot-Rezept aus. Denn je weniger Abwasch desto besser, nicht wahr? Für mein Rucola-Risotto sollte ich drei Schalotten vorbereiten. Etwas wiederwillig wollte ich schon das Messer zum Zwiebelschneiden zücken, als mich mein freundlicher Helfer der CookingPilot daran erinnerte, dass er das doch für mich übernehmen kann. Und siehe da: Nach 15 Sekunden waren die Schalotten zerkleinert – ohne Tränen. Auch beim nächsten Schritt war mir Monsieur Cuisine ein perfekter Sous Chef. Die Schalotten sollten nun glasig angebraten werden. Persönlich wäre ich jetzt wahrscheinlich etwas ratlos gewesen: Welchen Zeitraum soll ich einstellen? Welche Temperatur? Linksdrehen? Rechtsdrehen? Vielleicht hätte ich sogar die Pfanne gezückt, um den Arbeitsschritt abzuschließen. Aber nein, der CookingPilot war abermals mein Retter in der Not. Denn er hat mir alle Funktionen, die ich für den nächsten Schritt benötigte, automatisch eingestellt. Ich gebe es zu, so ganz hab ich ihm nicht getraut und mich deshalb die paar Minuten neben das Gerät gestellt, um den Zwiebeln beim Brutzeln zuzusehen. Aber was soll ich sagen? Monsieur Cuisine hat die ganze Sache besser hinbekommen als ich es üblicherweise mit der Pfanne schaffe (meist haben Zwiebeln bei mir nur zwei Garstufen: roh oder schwarz). Praktisch: Falls ich beim nächsten Mal meine Schalotten doch lieber kohlig-schwarz statt glasig hätte, kann ich die empfohlenen Einstellungen auch selbst anpassen. Im Vergleich zum Vorgängermodell scheinen die Rezepte auch zeitsparender gestaltet worden zu sein: Es wird nicht mehr bei jedem zweiten Schritt verlangt, dass der Behälter geleert und gereinigt werden muss. 
Noch etwas zu den Rezepten: Die Auswahl ist gut und es sind viele Gerichte dabei, die auch Kindern schmecken. Meistens sind die Rezepte für vier Personen ausgelegt, was für Familien mit zwei bis drei Kindern ideal ist. Auch das Fassungsvermögen der Küchenmaschine ist mit drei Litern Kochvolumen auf ungefähr vier Personen ausgerichtet. Ein kleines Manko für mich: Ich hätte mir mehr vegetarische und vegane Gericht gewünscht.

Das User Interface der Maschine sehr intuitiv aufgebaut. Die Funktionen lassen sich gut navigieren und auswählen. Ein zwei Fehlerchen haben sich zwar eingeschlichen, zum Beispiel wird bei einem Rezept das falsche Deckblatt angezeigt, aber das ist eher ein Luxusproblem, das sich durch Software-Updates, durch die zukünftig Fehler beseitigt oder neue Funktionen eingeführt werden können, leicht lösen lässt.

Display des Monsieur Cuisine

Über 100 Rezepte sind bereits eingespeichert - online gibt es noch mehr!


Zugegeben: Will man sich nicht nur auf den geschätzten CookingPilot verlassen und eigene Rezepte kochen, benötigt es etwas Eingewöhnungszeit. Es braucht ein bisschen, bis man ungefähr weiß, welche Einstellung zu welchem Ergebnis führt. Da zahlt es sich aus, doch noch einmal einen Blick in die detaillierte Anleitung zu werfen oder auch mal durch das mitgelieferte Kochbuch oder die App zu stöbern.

Sollte ich Minuspunkte finden müssen, dann vielleicht diese: Der Monsieur Cuisine Connect verfügt über eine Waage, die im Mixbehälter integriert ist. Das ist wirklich praktisch, nur funktioniert das Abwiegen etwas zeitverzögert. Die Zutaten also lieber immer etwas langsamer hinzugeben, damit aus den 100 Gramm Mehl nicht plötzlich 150 Gramm werden. Ein weiterer kleiner Minuspunkt: Der Mixtopf hat keinen Henkel und ist relativ schwer, so ist es etwas umständlich, wenn man zum Beispiel etwas umfüllen muss. Ein Manko, das ich noch aufführen wollte, das sich dann aber von selbst erledigt hat: Das erste Reinigen war etwas mühselig, da man den Messereinsatz nicht entfernen kann – dachte ich zumindest bis nach dem ersten Benutzen, als ich festgestellt habe, dass sich der Einsatz ganz leicht durch einen Hebel auf der Rückseite entfernen lässt. Auch hier erweist sich Monsieur Cuisine als äußerst praktischer Wegbegleiter. Unterschiede zum Thermomix gibt es vor allem im Preis (das Vorwerk-Modell ist knapp 1.000 Euro teurer als der Monsieur Cuisine), ansonsten nehmen sich die beiden Geräte nicht viel. Die Leistung des Monsieur Cuisine ist etwas geringer als die des Thermomixs, reicht aber für den Alltag vollkommen aus. Mit unserem morgendlichen Smoothie aus zwei tiefgekühlten Bananen und 300 Gramm gefrorenen Beeren ist der Monsieur Cuisine auf jeden Fall locker klargekommen. 

Produkt Monsieur Cuisine Connect
Preis/Leistung
Bedienung
Verarbeitung
Gesamtwertung 5
Fazit

Mit mir hat der Monsieur Cuisine Connect einen Fan gewonnen. Gut, für Kochprofis, die gerne Messer und Pfannen schwingen, ist das Gerät vielleicht nichts, aber für Leute wie mich, die zwar ganz gerne kochen, aber es sich auch ganz gerne leicht machen, ist die smarte Küchenmaschine ein echter Gewinn. Das Gerät kann es auf jeden Fall mit der höherpreisigen Konkurrenz aufnehmen und kann mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis glänzen.

Erhältlich ab dem 7. Mai 2018 in ausgewählten LIDL-Filialen, dem LIDL Onlineshop oder monsieur-cuisine.com.; 299 Euro UVP. Update: Aufgrund der hohen Nachfrage ist der Monsieur Cuisine Connect online bereits ausverkauft. Auf lidl.de erfahren Sie, ob bzw. wann die Küchenmaschine wieder verfügbar sein wird.



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von Nicole Metz




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