Vaginalstraffung nach der Geburt

Immer mehr Frauen lassen sich nach einer Geburt die Vagina straffen. Aber auch junge Mädchen wünschen sich immer öfter eine Schönheitsoperation im Intimbereich. Lesen Sie hier alle Gründe und Risiken zu diesem neuen Trend .


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Untenrum unglücklich


Viele Frauen empfinden ihre Vagina nach einer natürlichen Geburt als ausgeleiert und unästhetisch. Fakt ist, dass Geburten oder starke Gewichtsschwankungen das eigentlich elastische Gewebe der Vagina manchmal überdehnen können. Eine geweitete Vaginalöffnung oder gedehnte Schamlippen können die Folge sein. Manchmal hilft Beckenbodentraining nur wenig – und die Frauen entscheiden sich für eine Vagina Straffung.


© Yevheniia - stock.adobe.com

Vaginalstraffung vs. Designervagina
Die Frauen berichten davon, dass durch die geweitete Scheide beide Partner beim Geschlechtsverkehr nicht mehr ausreichend stimuliert werden. Andere Gründe für eine Vaginalstraffung sind Inkontinenz oder dass ausgedehnte Schamlippen als unästhetisch empfunden werden. Aber auch immer mehr junge Mädchen kommen zur Beratung, weil sie ihre Vagina nicht perfekt finden – ein gefährlicher Trend zur „Designervagina“, finden viele Ärzte.

Den Anstieg solcher Intimoperationen erklären sich die Mediziner zum einen mit dem Trend des rasierten Schambereichs, der überhaupt erst den Blick auf die Intimzone gelenkt hat. Zum anderen könnte der leichte Zugang zu Pornografie im Internet dazu geführt haben, dass die Nachfrage nach kosmetischer Intimchirurgie gestiegen ist.

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Welche Komplikationen gibt es?

Für eine Scheidenverengung, entfernt der Arzt während der Operation entweder über einen chirurgischen Eingriff oder per Laser-Behandlung überschüssiges Gewebe. Blutungen, Schmerzen und Schwellungen gehören zu den Nebenwirkungen. Wundheilungsstörungen oder Infektionen nach einer Vaginal-Verjüngung können zu einer eingeschränkten Sensibilität führen.

Eine neuere schmerzfreie und nebenwirkungsfreie Methode aus den USA ist die Vaginalstraffung mit Radiofrequenz: Hier wird ein dünner Plastikstab in die Scheide eingeführt und erwärmt das umliegende Gewebe auf bis zu 46 Grad. Das soll die natürliche Produktion von Kollagen anregen. Die Wirkung ist allerdings unter Experten umstritten.
Tabuthema Vagina
Wie bei jeder Schönheitsoperation muss jede Frau für sich die Risiken gegen die Notwendigkeit der ästhetischen Verschönerung abwägen. Auf jeden Fall trägt die Diskussion um Vaginalstraffung dazu bei, dass das Tabuthema Vagina und Geburt angesprochen wird.

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Anna Hentsch

von Anna Hentsch




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