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Zeit zum Lüften

CO2-Messgeräte-Test: Die besten Produkte laut Stiftung Warentest

© Getty Images / Zabavna
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Regelmäßiges Lüften ist wichtig, immerhin halten wir uns durchschnittlich mehr in geschlossenen Räumen als an der frischen Luft auf. CO2-Messgeräte helfen uns dabei, zu entscheiden, wann es mal wieder Zeit ist, die Fenster aufzureißen. Damit wir auch zum richtigen Produkt greifen, hat Stiftung Warentest im großen CO2-Messgeräte-Test insgesamt 26 Modelle genauer untersucht. Diese schnitten besonders gut ab.

CO2-Messgeräte-Test: Die Testsieger im Überblick

Der Großteil der Messgeräte hat zufriedenstellend abgeschnitten: 18 Geräte erhielten die Note "Gut" und drei bekamen ein "befriedigend". Drei Messgeräte wurden allerdings auch "mangelhaft" bewertet. Alle der vorgestellten Geräte verfügen über eine Ampelfarbenanzeige, die entweder über ein Display oder eine App angezeigt wird. Diese fünf Produkte haben im CO2-Messgeräte-Test am besten abgeschnitten:

Modell Gesamtnote Preis Ampelfarb­anzeige Anzeige CO2-Gehalt in ppm Tem­peratur­anzeige Warnton Gewicht
Testsieger

Caru: Air

1,6 249 € (Amazon) via Licht Nein Nein Nein 289 g
Hama: Safe 1,8 54,52 € (Büroshop24) via Display Ja Ja Ja 122 g
TFA Dostmann: AirCO2ntrol 5000 1,8 109 € (Amazon) via Display Ja Ja Ja 175 g
AddAid: AeroMio 1,8 136,60 € (Amazon) via Licht Nein Nein Nein 124 g
Airthings: View Plus 1,9 291,04 € (Amazon) via App Ja Ja Vibration 359 g

*Die Preise können sich jederzeit ändern. Bei idealo könnt ihr den Preisverlauf gut im Blick behalten und checken, wo es das gewünschte Produkt aktuell am günstigsten gibt.

CO2-Messgeräte-Test: So ist Stiftung Warentest vorgegangen

Stiftung Warentest hat für ihren CO2-Messgeräte-Test insgesamt 26 Modelle untersucht, darunter CO2-Ampeln und smarte Geräte, die mit App funktionieren. Überprüft wurden dabei Kohlendioxidmessungen (40 %), Handhabung (40%), Stromverbrauch (10 %) sowie Verarbeitung und Standsicherheit (10 %). Grundlage für den Test waren die Empfehlungen des Umweltbundesamtes (UBA) zum CO2-Gehalt der Raumluft.

CO2-Messgeräte-Test: Das sind die Testsieger im Detail

Der Testsieger: "Air" von Caru

CO2-Messgeräte-Test - Air von Caru
Bildquelle: Hersteller

Das Modell "Air" von Caru erhielt die Gesamtnote 1,6 und wurde somit zum Testsieger gekürt. Es verfügt über eine drei­stufige Ampel für die CO2-Kon­zen­tration. Wenn der umlaufende Ring grün leuchtet, liegt der Wert unter 1.000 ppm, bei Gelb zwischen 1.000 und 1.400 ppm. Rot leuchtet er auf, wenn der Wert über 1.400 ppm liegt.

Den Tester*innen zufolge hält das Gerät die vom Anbieter genannten Schwellen gut ein. Der umlaufende Leucht­ring ist aus allen Richtungen gut zu erkennen. Er leuchtet nicht besonders hell, was nachts durchaus von Vorteil sein kann. Kleine Abzüge gab es dafür, dass keine genaueren Einstellungen möglich sind und auch die Schwellenwerte sind nicht änderbar. Einen akustischen Alarm gibt es hier ebenfalls nicht.

Vorteile Nachteile
  • ein­fach in der Hand­habung
  • sehr geringer Strom­ver­brauch.
  • keine Ein­stel­lungen möglich
  • Schwellen­werte nicht änder­bar
  • kein akus­tischer Alarm
  • keine Wandmontage

Das minimalistische schweizerische Ampelgerät ist sehr einfach bedienbar und verbraucht nur wenig Strom. Der Testsieger ist aktuell für 249 € bei Amazon zu kaufen.

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Luft­qualitäts­mess­gerät "Safe" von Hama

CO2 Messgeräte Test - hama CO2-Messgerät Safe
Bildquelle: Hersteller

Das Luft­qualitäts­mess­gerät "Safe" von Hama erhielt die Gesamnote 1,8 und landete damit auf dem zweiten Platz. Stiftung Warentest bezeichnet es als Preis-Leis­tungs-Schlager, d.h. ein gutes Mess­gerät für wenig Geld.

Das Produkt verfügt nicht nur über eine Anzeige für die CO2-Kon­zen­tration, sondern informiert die Nutzer*innen auch über die aktuelle Tem­peratur und relative Luft­feuchtig­keit. Den CO2-Gehalt der Raum­luft sig­nalisiert das Gerät zusätzlich in Ampelfarben. Die grün unterlegte Anzeige des eng­lischen Wortes "GOOD" bezeichnet einen CO2-Gehalt von bis 700 ppm, ein gelb unterlegtes "NORMAL" steht für 701 bis 1.000 ppm und ein rot gefärbtes "POOR" warnt vor einem Wert über 1.000 ppm.

Kleines Manko: Das rote Signal erschien im Test etwas später als vom Anbieter angegeben, nämlich erst bei 1.100 oder 1.200 ppm CO2-Gehalt. Ansonsten misst das Gerät den Tester*innen zufolge aber sehr zuver­lässig. Bei einer Über­schreitung von 1.000 ppm erklingt ein kurzer akus­tischer Alarm, ab einer Überschreitung von 2.000 ppm wird dieser noch intensiver. Sollte einem der Ton zu sehr auf die Nerven gehen, lässt er sich ohne Weiteres abschalten.

Vorteile Nachteile
  • Messung von CO2-Kon­zen­tration, Tem­peratur, relativer Luft­feuchtig­keit
  • kleines, aber gut ables­bares Dis­play
  • Akku- und Netz­betrieb möglich (Gerät mobil, Akku einge­baut)
  • Anzeige der ermittelten Minimum- und Maximum-Werte
  • sehr geringer Strom­ver­brauch
  • Schwellen­werte nicht änder­bar
  • kein Netz­teil mit­geliefert, benötigt Strom via USB-Buchse
  • Gerät kann leicht kippen
  • keine Wandmontage vor­gesehen.

Wenn ihr das Gerät zum ersten Mal verwendet oder es länger nicht in Benutzung war, solltet ihr es zunächst manuell kalibrieren, indem ihr es für etwa 20 Minuten im Freien stehen lasst. Aktuell erhaltet ihr das "Safe" von Hama für 54,52 € bei Büroshop24.

"AirCO2ntrol 5000" von TFA Dostmann

CO2 Messgeräte Test - TFA Dostmann Airco2ntrol
Bildquelle: Hersteller

Der "AirCO2ntrol 5000" von TFA Dostmann erhielt die Gesamtnote 1,8 und damit ebenfalls ein gutes Urteil. Das Gerät hat einen Daten­logger, ein Dis­play, das die Mess­werte für CO2, Tem­peratur und relative Luft­feuchtig­keit anzeigt, und eine Speicher­funk­tion.

Zusätzlich erscheint die CO2-Kon­zen­tration in den drei Ampel­farben. Grün steht für eine Konzentration unter 800 ppm, Gelb für einen Wert von 800 bis 1.200 ppm und Rot für eine Konzentration über 1.200 ppm. Die entsprechende Messung wurde von den Expert*innen als zuver­lässig eingestuft. Außerdem lassen sich die Schwellen­werte ein­stell­en und die Überschreitung wird von einem Warnsignal begleitet.

Vorteile Nachteile
  • Messung und Speicherung von CO2-Kon­zen­tration, Tem­peratur und relativer Luft­feuchtig­keit
  • CO2-Schwellen sind ein­stell­bar
  • Anzeige von gemessenen Minimum- und Maximum-Werten sowie Balken­dia­gramm für den Zeit­ver­lauf
  • Wandmontage & Stand­betrieb möglich
  • sehr geringer Strom­ver­brauch.
  • unbe­leuch­tetes Dis­play, nur für helle Umge­bungen geeignet
  • Gerät ver­rutscht leicht

Das Display ist leider unbeleuchtet und bringt daher im Dämmerlicht nicht besonders viel. Auch die Ampel lässt sich nur direkt von vorne gut ablesen. Insgesamt ist das Gerät von TFA Dostmann aber durchaus empfehlenswert und verhältnismäßig günstig. Aktuell erhaltet ihr es für 109 € bei Amazon.

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"AeroMio" von AddAid

CO2 Messgeräte Test - AddAid AeroMio
Bildquelle: Hersteller

Das "AeroMio" von AddAid erhielt mit einer Gesamtnote von 1,8 ebenfalls ein "Gut". Dabei handelt es sich um eine drei­stufige Ampel für die CO2-Kon­zen­tration. Der umlaufende Ring leuchtet grün wenn sich der Wer unter 800 ppm befindet, gelb bei einer Konzentration von 800 bis 1.200 ppm, rot bei einem Wert von über 1.200 ppm und rot pulsierend, wenn 1.250 ppm erreicht werden.

Die vom Anbieter genannten Schwellen werden laut Stiftung Warentest gut eingehalten. Allerdings lassen sich keine wei­teren Ein­stel­lungen anpassen. Ein­zige Zusatz­funk­tion: Laut Anbieter ver­fügt die AeroMio über einen Feuchtesensor und mehrere Tem­peratursensoren. Demnach soll ein blau pulsierendes Licht erscheinen, falls eine höhere Wahr­scheinlich­keit für Schimmel­bildung besteht.

Vorteile Nachteile
  • ein­fach in der Hand­habung
  • sehr geringer Strom­ver­brauch.​
  • kein akus­tischer Alarm
  • keine Ein­stel­lungen möglich
  • Schwellen­werte nicht änder­bar
  • keine Wandmontage
  • benötigt Strom via USB
  • kein Netz­teil im Liefer­umfang.

Die stylische Ampel im Holz­gehäuse zielt offensichtlich auf Naturlieb­haber*innen ab. Der Anbieter wirbt auf seiner Webseite mit "nach­haltiger und CO2-neu­traler Pro­duktion". Inwiefern das der Wahrheit entspricht, hat Stiftung Warentest leider nicht geprüft. Aktuell erhaltet ihr das "AeroMio" von AddAid für 136,60 € bei Amazon.

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"View Plus" von Airthings

CO2 Messgeräte Test - Airthings View Plus
Bildquelle: Hersteller

Das Modell "View Plus" von Airthings erhielt mit der Gesamtnote 1,9 ebenfalls eine gute Bewertung. Das smarte Messgerät hat eine Netzwerkfunktiion, kann jedoch nur via App vor Wertüberschreitungen warnen. Auf dem recht kleinen Dis­play können ein bis zwei Werte angezeigt werden, die die Anwender*innen selbst bestimmten können. Gewählt werden kann zwischen CO2, Tem­peratur, relative Luft­feuchtig­keit, Radon, Fein­staub (Par­tikel der Größen­klasse: PM2.5), flüchtige organische Ver­bindungen (VOC) und Luft­druck.

Anders als bei den anderen vorgestellten Modellen gibt es beim "View Plus" keine permanente Ampelanzeige. Durch Winken vor dem Gerät wird jedoch eine einzelne LED aktiviert, die durch Erstrahlen der drei Ampelfarben die all­gemeine Luft­qualität signalisiert. Insgesamt ist die Darstellung in der App laut Stiftung Warentest sehr komfortabel und übersichtlich.

Vorteile Nachteile
  • per App ein­stell­bar und aus­lesbar
  • von überall bedienbar
  • kon­trast­reiches, gut les­bares ePaper-Dis­play
  • sehr geringer Strom­ver­brauch
  • Netz- und Batterie­betrieb möglich
  • Wandmontage & Stand­betrieb möglich
  • Messung von CO2-Kon­zen­tration, Tem­peratur & relativer Luft­feuchtig­keit
  • unter­stützt Amazon Alexa, Google Assistant und IFTTT
  • Ampel­anzeige funk­tionierte im Test nur unzu­ver­lässig und kurz, durch Winken dicht am Gerät
  • Schwellen­werte nicht änder­bar
  • kein Alarm­ton am Gerät
  • kein Netz­teil mit­geliefert

Zusätzlich liefert die App für jede Mess­größe einen eigenen Bild­schirm mit Ver­laufs­dia­grammen für ver­schiedene Zeiträume, einem Mittel­wert und eine Ampeldar­stellung. Die verschiedenen Schwellen werden im Test sehr gut einge­halten. Allerdings gibt es hier keine akus­tische CO2-Warnung, es lässt sich aber eine Vibrations-Meldung einstellen. Aktuell ist das smarte Luft­güte-Mess­gerät für 291,04 € bei Amazon erhältlich.

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CO2-Messgeräte-Test: Alles, was ihr zum Thema wissen müsst

Was ist Kohlendioxid?

Kohlendioxid ist ein farb- und geruchsloses Gas. Und das macht es so tückisch. Denn ohne technisches Hilfsmittel lässt es sich in der Luft kaum nachweisen. Eine geringe Konzentration in der Luft ist zwar nicht schädlich, aber wir können uns zum Beispiel schlechter konzentrieren. Ist der CO2-Anteil stark erhöht, kann dies zu Kopfschmerzen, Husten oder Übelkeit führen und im schlimmsten Fall sogar zu Bewusstlosigkeit.

Warum sollte man häufig lüften?

Sind viele Menschen in einem Raum, wird auch viel ein- und ausgeatmet. Das bedeutet, dass viele Aerosole in der Luft sind, über die sich Viren gut übertragen. Lüften kann vor viralen Infektionskrankheiten schützen. Aber es kommt auch auf das richtige Lüften an. Experten empfehlen das Stoßlüften in regelmäßigen Abständen. In Räumen mit vielen Menschen wie in Großraumbüros, Kitas oder Klassenräumen natürlich häufiger, als wenn wir zu Hause alleine sind.

Was genau zeigen CO2-Messgeräte und -Ampeln an?

Gerade in stressigen Zeiten vergessen wir das Lüften hin und wieder. CO2-Messgeräte oder -Ampeln erinnern uns daran. Sie ermitteln den Kohlen­stoff­dioxid-Anteil in der Raumlauft und sagen uns, wann es wieder soweit ist, gut durchzulüften. Dabei zeigen die Messgeräte genaue Werte an. Sogenannte CO2-Ampeln haben eine Farbanzeige – meist leuchtet es Grün, Gelb oder Rot. Und Rot heißt dann zum Beispiel: dringend lüften!

Kann ein CO2-Messgerät auch Coronaviren erkennen?

Nein, kann es nicht. So ein Gerät misst lediglich den CO2-Gehalt in der Luft, also wieviel Kohlendioxid sich angesammelt hat. Und genau das kann uns helfen Infektionen vorzubeugen. Denn je höher der CO2-Gehalt in der Luft, desto abgestandener ist die Raumluft. Und diese verbrauchte Luft begünstigt eine Ansteckung mit vielen verschiedenen viralen Infektionskrankheiten. Sorgen wir rechtzeitig für frische Luft, können wir die Ausbreitung eindämmen.

Wie hoch darf der CO2-Gehalt im Raum sein?

Der CO2-Gehalt in der Luft wird in parts per million (Anteile pro Million), kurz ppm, gemessen. Das Umweltbundesamt hat diese Werte für die Luftqualität in Innenräumen festgelegt:

CO2-Gehalt in ppm Luftqualität

Weniger als 800

Hoch

800 - 1.000

Mittel

1.000 - 1.400

Mäßig

Mehr als 1.400

Niedrig

 

Brauche ich ein CO2-Messgerät?

CO2-Messgeräte sind natürlich in Büros und Schulen sehr sinnvoll, wenn viele Menschen länger auf engem Raum zusammen sind und sich größere Mengen CO2 ansammeln. Aber auch in privaten Haushalten machen die Geräte Sinn.

Quelle: Stiftung Warentest, Umweltbundesamt

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