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Corona-Kinderzuschlag und Kitabeiträge: Das ändert sich im April

Finanzielle Hilfe

Corona-Kinderzuschlag und Kitabeiträge: Das ändert sich im April

Die finanziellen Auswirkungen des Corona-Virus sind noch gar nicht so genau abzusehen. Um Eltern zu unterstützen hat die Bundesregierung einige finanzielle Änderungen wie den Corona-Kinderzuschlag beschlossen, die uns Familien zu Gute kommen. Diese und andere Umstellungen erwarten euch im April.

Corona-Kinderzuschlag für Eltern mit Verdienstausfällen

Wenn ihr aufgrund der aktuellen Situation eure Arbeit nicht antreten könnt und daher finanzielle Einbußen habt, könnt ihr einen monatlichen Kinderzuschlag von bis zu 185 € erhalten. Den sogenannten Notfall-KiZ. Ob ihr für diesen in Frage kommt, müsst ihr zunächst prüfen lassen. Der Kinderzuschlag digital galt bisher nur für Familien mit geringem Einkommen. Jetzt könnten auch Eltern Anspruch haben, die durch Corona kurzfristig deutlich weniger Einkommen haben. Berechnungsgrundlage für den Kinderzuschlag war bisher das Durchschnittseinkommen der letzen sechs Monate. Nun gilt der Nachweis nur noch für das Einkommen des letzten Monats.

Weitere Hilfe neben Corona-Kinderzuschlag: Kita-Beiträge fallen teilweise aus

Zunächst wurde es nur vielerorts diskutiert und vorschlagen, nun haben es viele Bundesländer angekündigt: Die Kita-Gebühren fallen für Eltern, deren Kinder nicht in einer Notbetreuung sind, in einigen Bundesländern aus. Eine deutschlandweite Regelung gibt es jedoch aufgrund der vereinzelten und unterschiedlichen Zuständigkeiten auf Landesebene jedoch nicht. Denn nicht jedes Bundesland verlangt Kita-Beiträge. In Berlin zahlen Eltern nur einen Verpflegungs- bzw. Zusatzbeitrag für Sonderleistungen des Trägers. Sachsen-Anhalt will Eltern aufgrund der Corona-Krise mit einer Zuzahlung zum Kitabeitrag unterstützen.

Diese Bundesländer erlassen den Kita-Beitrag für April:

  • Brandenburg
  • Sachsen
  • Thüringen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Niedersachsen
  • Baden-Württemberg
  • Schleswig-Holstein

Darlehenspause für Wohneigentum

Wer kürzlich einen Kredit abgeschlossen hat, um auf ein eigenes Grundstück zu sparen, darf sich jetzt freuen. Die Bundesregierung setzt für alle vor dem 15. März 2020 abgeschlossenen Darlehensverträge die Zins-, Rückzahlungs- und Tilgungsleistungen aus. Diese können bis zu drei Monate pausiert werden. Da Hausbau teuer ist, kann sich das sehr deutlich im Haushaltskonto auswirken, und ihr habt die Möglichkeit für ein paar Monate durchzuatmen und eure Finanzen neu zu ordnen. Anspruch haben alle, die konkrete Einnahmeausfälle nachweisen können.

Mietkündigungen aufgrund von Einkommensausfällen sind verboten

Hat ihr Angst, dass euer Vermieter euch kündigt, weil ihr die Miete aktuell wegen fehlendem Einkommen nicht zahlen könnt? Diese Angst war bisher durchaus berechtigt. Die Bundesregierung hat die Rechtslage aktuell dahingehend jedoch angepasst: Ein Vermieter darf euch nicht mehr kündigen, wenn ihr aufgrund der aktuellen Situation die Miete für zwei Monate in Folge nicht zahlen könnt. Dies soll Mietschulden zwischen 1.April und 1. Juni betreffen. Dieser Zeitraum wird eventuell verlängert. Die Miete wird für diese Zeit nicht erlassen, deren Zahlung jedoch verschoben. Ihr verliert für diese Zeit nicht eure Wohnung.

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Hartz IV wird zeitweise ohne Vermögensprüfung gezahlt

Wenn ihr einen Antrag auf Arbeitslosengeld 2 stellt, wird in der Regel eure Vermögenssituation genau geprüft und die Arbeitsagentur verlangt Einsicht in all eure Konten sowie Nachweise zum Kapitalvermögen. Dies entfällt in der Pandemie-Situation aktuell: Das Jobcenter verzichtet für ein halbes Jahr auf die Prüfung des Vermögens sowie der Höhe der Wohnungsmiete. Um einen Hartz IV-Antrag zu stellen, müsst ihr aktuell auch nicht mehr persönlich vorsprechen, sondern könnt dies telefonisch und online erledigen.

 

Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Endlich ein wenig Hilfe

Dass Familien jetzt unterstützt werden, kann man nur begrüßen. Denn nicht jeder ist ja in der Lage, weiter Homeoffice zu machen und die Kinder zu betreuen, wie wir das sind. Daher ist es für alle anderen eine gute Hilfe, wenigstens ein wenig entlastet zu werden. Bestimmte Branchen leiden ja so stark, dass ihre Unternehmen die Krise nicht überleben werden. Vor allem Existenzgründer, Künstler, Restaurants und Einzelhändler tun mir jetzt extrem leid. Hier sollte der Staat hoffentlich auch schnell unterstützen.

Bildquelle: Getty Images/angel_nt

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