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Corona-Lockerungen? So geht es ab Mai für Kitas und Schulen weiter

Corona-Lockerungen? So geht es ab Mai für Kitas und Schulen weiter

Kein Aufatmen

An diesem Nachmittag fand nach der Osterpause die lang ersehnte Pressekonferenz der Bundeskanzlerin statt. Die Frage, die uns Familien alle beschäftigt, wurde dabei nur teilweise geklärt: Wie geht es nach dem Lockdown weiter mit Schulen und Kitas? Diese Änderungen wird es ab Mai geben.

Kitas bleiben weiterhin zu, Schulen werden schrittweise geöffnet

Wir Eltern sitzen seit vier Wochen mit den Kindern zu Hause und sehnen den 20. April herbei. Bisher hieß es offiziell, die Kontaktbeschränkungen und Schließung der Schulen, Kitas und weiteren Betreuungseinrichtungen würden bis zum Ende der Osterferien gelten. Nun beratschlagte sich die Kanzlerin mit den Regierungschefs und verkündete die Entscheidung, wie es ab 4. Mai weitergehen wird.

Die Regierung kam zu folgenden Ergebnissen:

  • Grundschulen und Kitas sollen weiter geschlossen bleiben. Den Kleinen sei es nicht zuzumuten, einen Mundschutz zu tragen, und strenge Hygienemaßnahmen seien hier nicht gewährleistet.
  • Alle anderen Oberschulen sollen wieder geöffnet werden. Vor allem die Abschlussklassen, die dieses bzw. nächstes Jahr Abitur bzw. ihren Abschluss machen, hätten Vorrang. Ebenfalls soll die Öffnung für die oberen Grundschulklassen ab 4. Mai gelten.
  • Schulen, die sehr frühe Abiturprüfungen haben, können auch eher öffnen. Die Gymnasien in Sachsen beginnen bereits am 22. April mit den Prüfungen und dürfen daher wieder öffnen

Für uns Eltern von Grundschulkindern und Kleinkindern bedeutet dies weiterhin Homeoffice mit Kind und Homeschooling. All diejenigen, die nicht von zu Hause arbeiten können und auch nicht in Kurzarbeit sind, sollten spätestens jetzt prüfen lassen, ob die finanzielle Hilfe der Bundesregierung für sie infrage kommt. Wir müssen also den Tag weiterhin gut planen und uns etwas einfallen lassen, um die Kinder zu beschäftigen und ihnen die nötige Struktur zu geben.

Über die weitere Zukunft und ab wann eine Wiedereröffnung von Kitas und anderen Betreuungseinrichtungen für kleine Kinder geplant ist, wurde nichts gesagt. Das ist frustrierend für alle Eltern, denn jetzt hängen wir in der Luft. Familienministerin Giffey sprach sich für eine schrittweise Eröffnung der Kitas vor dem Sommer aus. Dieser Punkt ist in den einzelnen Ländern sehr umstritten und wird diskutiert. Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidung hier getroffen wird.

Notbetreuung für weitere Berufsgruppen geöffnet

Für die Notbetreuungen wurde jedoch die Liste systemrelevanter Berufe erweitert. Ihr könnt euch also bei eurer Kommune bzw. dem Kitaträger erkundigen, ob ihr darunter fallt. Dies gilt jedoch nur, wenn beide Elternteile in einem solchen Beruf arbeiten und Homeoffice generell für beide nicht möglich ist.

Keine Mundschutz-Pflicht, weiterhin Hygieneregeln und Kontaktsperre

Die Bundesregierung beschloss zudem, dass es keine Pflicht zum Mundschutz geben wird, dass jedoch eine Schutzempfehlung für den öffentlichen Raum gelte. Im öffentlichen Personennahverkehr, beim Einkaufen und in Bereichen, wo viele Menschen zusammenkommen, sei ein Alltagsmundschutz empfohlen. Eine selbst genähte Maske reicht hier völlig aus. Zudem müsse der Abstand von 1,5 Metern zueinander weiter eingehalten werden und es gelten bis auf Weiteres auch die Kontaktsperre. Nach draußen dürfe man weiterhin mit allen im Haushalt lebenden Personen sowie einer nicht im Haushalt lebenden Person. Das heißt für uns Eltern, wir können mit den Großeltern oder einem Teil der Großeltern mal einen Spaziergang machen, wenn es auch schwierig wird, die kleinen Kinder auf Abstand von Oma und Opa zu halten.

Diese Geschäfte dürfen wieder öffnen

Unter Einhaltung der allgemeinen Hygienevorschriften und besonderen Abstandsregeln verkündete die Bundeskanzlerin zudem auch die Teileröffnung einiger Geschäfte bzw. Angebote ab 4. Mai.

Darunter fallen folgende Läden und Einrichtungen:

  • Friseure
  • Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 qm
  • Bibliotheken
  • Archive
  • Fahrradhändler
  • KFZ-Händler
  • Archive
  • Buchhandlungen
  • Botanische Gärten

Das sind gute Nachrichten für uns Eltern. Wir können mit den Kindern wieder in den Zoo gehen und etwas Abwechslung ins Wochenende bringen. Zudem können die Tierparks endlich wieder Besucher empfangen und Geld in die Kassen spülen, das dringend benötigt wird, um das Futter für die Tiere weiterhin zu finanzieren.

Spiele für den Garten: Damit spielen alle Kinder gerne

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Gottesdienste und Großveranstaltungen weiterhin bis Ende August untersagt

Generell weiterhin untersagt bleiben alle großen Veranstaltungen, Treffen, Konzerte und auch Gottesdienste. Bei Großveranstaltungen gilt dies sogar bis Ende August. Auch Kneipen, Bars und Restaurants bleiben weiterhin geschlossen.

Herausfordernd für uns alle

Ich habe ja nicht wirklich damit gerechnet, dass am 20. April alles wieder wie vorher wird. Doch wenn man jetzt hört, dass es so weiter gehen wird, muss man doch erst einmal schlucken. Also heißt es jetzt vorerst weitere Wochen Homeoffice zu zweit mit Kleinkind, denn die Schulen öffnen zwar teilweise, doch für die Kitas ist noch kein Land in Sicht. Einerseits ist das anstrengend für die private Organisation, doch auf der anderen Seite kann ich diese Entscheidung als besorgte Mutter auch nachvollziehen. Ein Kleinkind kann keinen Mundschutz tragen und auch keine strenge Hygiene einhalten. Wenn die Kinder wenige Tage zusammen in der Kita wären, könnte sich ein Virus in Windeseile verbreiten. Daher ist es zwar eine riesige Herausforderung und bei vielen Eltern auch finanzielle Problemlage, doch aus gesundheitlichen Gründen muss ich sagen, dass es das Beste ist, die Kinder noch eine Weile zu Hause zu betreuen.

Bildquelle: Getty Images/monkeybusinessimages

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