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Corona-Schnelltests für Kitas und Schulen: Gutes Zeichen für baldigen Regelbetrieb?

Corona-Schnelltests für Kitas und Schulen: Gutes Zeichen für baldigen Regelbetrieb?

Coronavirus

Es wurde schon länger davon gesprochen, dass man Schulen und Kitas das Personal und die Kinder regelmäßig auf das Coronavirus testen will. Nun soll dieser Plan laut Franziska Giffey umgesetzt werden und die Öffnungsstrategie unterstützen. Einige Bundesländer planen die Tests schon für März und in einem Bundesland soll es sogar nach den Faschingsferien mit der Kitaöffnung losgehen.

„Kinderschutz ist auch Gesundheitsschutz“

Familienministerin Giffey bekräftigte mehrfach, dass sich ihr Ministerium jetzt mit Hochdruck Maßnahmen überlegen, den Eltern und dem Schul- und Kitapersonal eine Perspektive zu zeigen. Dazu sei es nicht nur wichtig, dass das Kita- und Lehrerpersonal so schnell als möglich geimpft wird. Es seien auch unkomplizierte regelmäßige Coronatests notwendig, um eine stufenweise Öffnung zu ermöglichen.

"Wir müssen das Impfen so schnell es geht, vorantreiben. Bis das möglich ist, müssen wir das Testen auch erweitern. Wir werden einige Zeit brauchen, denn die Lehrerinnen und Lehrer sowie Erzieherinnen und Erzieher sind in der dritten Prioritätsgruppe. Das wird, denke ich, vor Mai nicht soweit sein."

Franziska Giffey, MDR aktuell

Franziska Giffey schlug zudem mit ihrem Ministerium das Einsetzen einer Kita-Ampel vor, bei der jede Kita gesondert hinsichtlich der Infektions- und Quarantänezahlen der Kinder und Mitarbeiter*innen bewertet wird. Dafür erhielt sie von vielen Parteien Kritik, weil nicht klar ist, wie dies praktisch auch einheitlich umgesetzt werden könne.

Zwei Coronatests wöchentlich

Als Ziel bekräftige die Familienministerin, dass Kitas und Schulen zu den ersten gehören müssten, die geöffnet würden. Daher sei jetzt laut FAZ.net geplant, den Kindertagesstätten und Schulen Corona-Schnelltests zur Verfügung zu stellen. Damit soll vor allem das pädagogische Personal getestet werden und dann auch die Schüler*innen, sobald man die Tests ohne medizinische Hilfe durchführen könne.

Kitas und Schulen ab März wieder offen?

Einige Bundesländer diskutieren bereits den Einsatz von Schnelltests an pädagogischen Einrichtungen. In Berlin soll es die laut RBB Coronatests ab März geben. Sogenannte Antigen-Tests würden bereits in Potsdamer Kitas getestet und in 15 Minuten ein Ergebnis liefern, ob die Person bereits Corona-Antikörper gebildet hat.

Auch Baden-Württemberg und Niedersachen planen ihre Erzieher*innen und Lehrkräfte mit kostenlosen Corona-Schnelltests auszustatten. In Baden-Württemberg wird nach Berichten des SWR überlegt, die Kitas und Grundschulen nach den Faschingsferien wieder zu öffnen.

"Nun können wir die geplante Öffnung von Grundschulen und Kindertagesstätten nach dem Faschingsferien mit einer erweiterten Teststrategie begleiten."

Manfred Lucha, Gesundheitsminister Baden-Württemberg

Andere Bundesländer nennen noch keine konkreten Termin für einen möglichen Neuanfang des Regelbetriebs von Kita und Schulen. Dieser wird eventuell in der nächsten Woche beschlossen, wenn sich die Bundesregierung wieder zum Corona-Gipfel trifft.

Psychische und soziale Auswirkungen des Lockdowns verheerend

Wie stark alle Menschen und vor allem die Kinder und Jugendlichen unter dem Lockdown leiden, haben Studien schon im letzten Jahr gezeigt. Auch jetzt verstärken sich diese psychischen Probleme wieder und Kinderärzte warnen davor, diese Auswirkungen der Kita- und Schulschließungen nicht zu unterschätzen.

In den Familien nehmen die Probleme zu je länger die Kitas und Schulen geschlossen sind. Doch ein Regelbetrieb ohne Coronatests wäre für alle Beteiligten nicht hilfreich und hängt auch aktuell noch immer von der weiteren Entwicklung der Infektionslage ab.

Bildquelle: Getty Images/ Fernando Rojano

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