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Coronavirus-Folgen: Unter diesen psychischen Symptomen leiden Patient*innen noch Monate später

Coronavirus-Folgen: Unter diesen psychischen Symptomen leiden Patient*innen noch Monate später

Covid-19-Folgen

Eine schwere Covid-19-Infektion beeinträchtigt das Leben vieler genesender Patient*innen deutlich länger als erwartet. Die Gesellschaft für Neurologie untersucht die psychischen Folgen einer Coronainfektion in einem Langzeitprojekt. Schon jetzt ist bekannt: Noch Monate später leiden Erkrankte häufig an fünf Symptomen, viele davon sind Corona-Risikopatient*innen.

Neurologische Symptome teilweise noch Monate später

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) gibt bekannt, dass Corona-Patient*innen neben den physischen Einschränkungen häufig unter zahlreichen neurologischen Spätfolgen leiden. Einige Studien aus dem letzten Jahr, bei denen Erkrankte nach Wochen nach ihrer Gesundheit befragt wurden, legten nahe, dass die Psyche eines Corona-Patienten häufig noch weiter leidet.

Vor allem die folgenden fünf Symptome kamen bei vielen Patient*innen vor:

  • chronisches Erschöpfungssyndrom
  • Schmerzen
  • Konzentrationsstörungen
  • Gedächtnisprobleme
  • Schlafstörungen

Wie lange diese Symptome anhielten, war von Patient*in zu Patient*in unterschiedlich. Doch einige berichteten auch noch nach Monaten davon betroffen zu sein. Erstaunlich war für die Neurologen, dass auch Patient*innen mit milden Verläufen von ähnlichen psychischen Einschränkungen berichteten.

Psychische Spätfolgen bei schwer Erkrankten

Vor allem die Corona-Risikopatient*innen, die sehr schwer am Virus erkrankten und intensiv behandelt werden mussten, berichteten laut einer französischen Studie von sehr lang anhaltenden Symptomen. Fast 90 % klagten nach drei Monaten noch immer über Schmerzen, fast 50 % litten an eingeschränkter Mobilität und immerhin noch 42 % an Angstzuständen und Depressionen.

"Zusammenfassend betreffen neurologische Langzeitfolgen einen hohen Anteil der COVID-19-Patientinnen und -Patienten und wir müssen diese Menschen neurologisch nachbetreuen. Bei vielen Betroffenen verbessern sich die neurologischen Symptome zwar im Laufe der Zeit, aber wir haben auch Patienten, die bereits in der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr 2020 erkrankten und bis heute nicht beschwerdefrei sind."

Professor Peter Berlit, DGN-Generalsekretär

Beschleunigt eine schwere Covid-19-Erkankung die Entwicklung von Alzheimer oder Parkinson?

Um genau zu klären, wann solche Langzeitfolgen auftreten und wodurch sie begünstigt werden, muss die Forschung klären, wie sich Covid-19 auf bestimmte Menschen mit Vorerkrankungen auswirkt. Im sogenannten NAPKON-Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung Forschung finanziert wird, will die DGN genau diesen Fragen nachgehen.

Dazu werden Patientinnen und Patienten mit überstandener Coronainfektion schweregradunabhängig in einem Langzeitprogramm befragt und untersucht. Die Gesellschaft erwartet, dass die Ergebnisse des Projekts erst nach Jahren vorliegen werden, da die Nachbeobachtungsstudien über Jahre erfolgen werden und erst dann erste Erkenntnisse gewonnen werden können.

Bildquelle: Getty Images/Ridofranz

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