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Drosten: Wir stecken uns nicht im Flugzeug an, sondern ganz woanders

Endlich Urlaub

Drosten: Wir stecken uns nicht im Flugzeug an, sondern ganz woanders

Die Sommerferien haben begonnen oder stehen kurz bevor. Und wir alle sehnen uns nach unbeschwerter Zeit. Aber ist in den Urlaub fliegen in Zeiten von Corona nicht gefährlich?

Prof. Christian Drosten hat im NDR-Podcast zur Frage nach einer Übertragung von Sars-Cov2- Viren im Flugzeug Entwarnung gegeben. Demnach ist zumindest das Reisen im Flugzeug selbst vermutlich unproblematisch.

Erfahrungswerte mit anderen Sars-Cov-Viren

Es gibt zwar wenig Corona-spezifische Daten, aber, so Drosten, "es gibt Erfahrungswerte, auch von SARS-1. Es gibt aber noch viel bessere Erfahrungswerte über die Übertragung von Influenza in Flugzeugen. Ganz allgemein ist die Belüftungssituation in Flugzeugen ganz günstig, was das angeht. Es wird gerade in die Längsrichtung des Flugzeugs wenig verbreitet."

Gute Nachrichten für Flugreisen

Gute Nachrichten also für alle, die mit dem Flugzeug in den Urlaub starten wollen. Zwar ist der Regelbetrieb hier noch längst nicht wieder aufgenommen, aber die ersten Maschinen starteten schon vor Wochen wieder in die beliebten Urlaubsregionen.

Im Flugzeug sind wir also vergleichsweise sicher vor einer Ansteckung. Warum wird der Flugbetrieb dann nicht wieder aufgenommen, immerhin ist Reisen ja ein globaler Wirtschaftsfaktor? Weil das Problem der Übertragung an einer ganz anderen Stelle liegt.

Alles, außer dem Flugzeug ist ein Problem

Der Virologe hat die Wartebereiche im Blick, denn hier ist die Belüftungssituation überhaupt nicht ideal. "Also bei der Kenntnis, die ich zu diesen technischen Umgebungsbedingungen habe, mache ich mir mehr Sorgen über die Wartebereiche vor dem Abflug und nach dem Abflug, wo man dann manchmal fast so ein bisschen eingepfercht ist, und das auch gar nicht über so kurze Zeit mit vielen Leuten, als über den Flug oder den Aufenthalt in der Kabine selbst."

Check in, Gepäckband, Grenzkontrolle

Jeder, der schon mal eine Flugreise gemacht hat, weiß, wie eng es beim Check-in ist. Da wird gedrängelt und geschubst. Und am Gepäckband sieht es ähnlich aus. Die Schlange an der Grenzkontrolle würden sich, wenn alle 1,5 Meter Abstand halten, ewig hinziehen.

Voraussichtlich wird es hier in absehbarer Zeit einfach keine gute Lösung geben. Und deswegen werden wohl die allermeisten von uns auch weiterhin nicht in den Urlaub fliegen. Auch wenn spätestens jetzt klar ist: Im Flugzeug selbst werden die Viren gar nicht so stark verteilt.

 

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Meine Meinung

Ich hatte schon davon gehört, dass die Filter im Flugzeug, die da eh verbaut sind, ganz gut vor einer Übertragung schützen können. Trotzdem würde ich zur Zeit nicht fliegen, weil mich die Nähe zu vielen fremden Menschen doch nervös macht. Komisch, was die letzten Monate so mit einem gemacht haben, oder?

Bildquelle: getty iamges/ ArtMarie

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