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11 No-Gos, die Eltern in WhatsApp-Gruppen einfach nicht lassen können

11 No-Gos, die Eltern in WhatsApp-Gruppen einfach nicht lassen können

OMG, echt jetzt!?

Es gibt immer wieder diese Eltern, die Chatgruppen unerträglich nervig machen. Genau darum meide ich solche Gruppen auch, aber es geht halt nicht immer, weil sich in Kita oder Schule vieles über WhatsApp besser organisieren lässt. Dabei könnten wir alle dazu beitragen, dass es nicht unangenehm wird, wenn wir auf ein paar kleine Dinge achten, oder?

Vorweg gesagt: Es macht kein Elternteil alles immer richtig. Auch ich natürlich nicht. Dabei könnte es so viel leichter sein, wenn man einfach vor dem Posten mal darüber nachdenkt, wie das auf andere wirkt ...

#1 Aus dem Affekt heraus etwas posten

Es ist bei digitaler Kommunikation fast noch wichtiger als im realen Leben: Wir sollten einmal mehr darüber nachdenken, ob und mit welchen Worten wir etwas posten, bevor wir uns äußern. Eine im Affekt hingetippte Bemerkung kann bei vielen Gruppenteilnehmern falsch rüber kommen. Häufig entstehen dann endlose Missverständnisse, die man so gar nicht auslösen wollte und am Ende sind alle beschämt.

#2 Dinge posten, die eigentlich nur einzelne Personen betreffen

"Also der Thorben wurde leider schon wieder von Gustav gehauen und die Erzieherin XY ist nicht eingeschritten". Gehören solche spezifischen Probleme von Kindern in den Chat? Ich will nicht sagen, dass solche Dinge nicht geklärt werden müssen. Doch sollte man dies nicht in so einer Gruppe teilen, sondern direkt in einem Lehrer*innen- bzw. Erzieher*innengespräch mit den betreffenden Eltern klären. Denn die Gruppenteilnehmer*innen können das auch nicht lösen und es bringt nichts, wenn hier jede*r dann seine Meinung kund tut.

#3 Erwarten, dass alle Gruppenmitglieder IMMER direkt antworten können oder wollen

Ja, WhatsApp und der Erwartungsdruck. Es wird eine Frage oder Feststellung geteilt, auf die einige Eltern immer sofort reagieren. Der oder die Fragesteller*in sollte jedoch nicht ausflippen, wenn einige Eltern darauf nicht gleich antworten. Erstens hängt nicht jeder den ganzen Tag am Handy und hat Gelegenheit, direkt immer zu schreiben. Zweitens kann man denjenigen direkt anschreiben, wenn man es für wichtig erachtet, dass er sich äußert. Es ist auch wichtig, anderen Eltern nicht gleich Desinteresse und Ignoranz zu unterstellen, nur weil diese sich häufig heraushalten. Das kann ganz bestimmte Gründe haben, die vielleicht in der Gruppe nicht besprochen werden müssen.

#4 Private Details und Fotos teilen

Es ist schön, dass Tanja mit ihrer Tochter und anderen Freunden an der Ostsee im Urlaub war. Doch möchte jeder ihren Mann mit den Kindern am Strand spielen sehen? Private Fotos und auch Details aus dem Familienleben gehören eher nicht in so eine Gruppe. Wenn ihr diese einem Elternteil unbedingt senden möchtet, weil ihr euch näher kennt, dann schickt sie direkt und lasst die Gruppe damit in Ruhe!

Wenn jeder anfängt, jetzt private Urlaubsfotos zu teilen, wird der Chat zugespamt und die wichtigen Informationen über Elternabende, allgemeine Bekanntmachungen und Organisatorisches gehen unter und müssen erst lang im Chatverlauf gesucht werden.

#5 Über Dritte austauschen, die nicht in der Gruppe sind

Lästereien gibt es überall. Doch was aus meiner Sicht gar nicht geht, sind Gespräche und Beschwerden, die Dritte betreffen, die nicht in der Gruppe sind. Das ist einfach unsachlich und kein guter Stil. Dass man sich z. B. über eine*n Lehrer*in oder Erzieher*in negativ äußert, die dazu gar nicht Stellung nehmen kann. Dann entstehen schnell Gerüchte, etwas bauscht sich hoch und am Ende hat man es nur schlimmer gemacht. Klärt so was am besten immer direkt mit den betreffenden Personen oder sucht den Kontakt zur Schul- , Kita- oder Vereinsleitung, je nachdem wen es betrifft.

#6 Eine nicht endende Diskussion um Mitternacht fortzusetzen

Abends im Bett oder auf der Couch lesen wir noch etwas auf dem Handy oder schauen uns etwas an. Dann resümieren wir den Tag und nicht selten fallen uns noch Themen ein, wenn es Zeit ist, ins Bett zu gehen. Lohnt es sich dann, um 22 Uhr noch eine Diskussion zu starten oder auf eine alte Diskussion zu antworten? Die Hälfte der Gruppenteilnehmer*innen ist wahrscheinlich schon im Bett und kann gar nicht mehr reagieren. Am nächsten Morgen quillt der Chatverlauf dann über und ich muss nachlesen, worum es eigentlich ging. Zielführend ist das nicht wirklich. Zumal sich abends im Halbschlaf auch nicht gut sachlich etwas klären lässt.

#7 Nicht über die Außenwirkung des Profilbildes nachdenken

Im Prinzip kann jede Mutter oder Vater sein Profilbild frei nach ihren oder seinen Wünschen wählen. Wer in vielen eher halboffiziellen Gruppen von Schule, Kita oder Vereinen ist, sollte allerdings vielleicht zweimal drüber nachdenken, wie er oder sie sich dort zeigt. Als wilde Partymaus mit Freund*innen, 'nem Drink und 'ner Fluppe im Mund? Kann man machen, man muss sich aber auch bewusst sein, dass das bei vielen Gruppenteilnehmern einen bestimmten Eindruck hinterlässt. Es spricht nichts dagegen, wenn jemand viel feiert, doch muss man das ständig im Profilfoto zeigen? Was sagt das denn aus?

#8 Keinen richtigen Profilnamen verwenden

Die meisten Eltern kennen sich irgendwann untereinander und haben sich gegenseitig im Handy eingespeichert. Aber wenn das Kind in eine neue Gruppe, Klasse, Schule oder einen neuen Verein kommt, kennt man die Teilnehmer*innen oft nicht. Wenn dann in den Handynummern seltsame Spitznamen oder völlig zufällige Namen auftauchen, die man sich selbst gegeben hat, können das neue Mitglieder leider nicht gut zuordnen und wissen nicht, wer eigentlich hinter der Nummer steckt. Mir ist es schon passiert, ein paar Eltern dadurch mit falschem Namen angeschrieben zu haben, weil dieser im Chat bei der Nummer auftauchte. Argh!

#9 Den oder die Ex-Partner*in in der Gruppe vorführen

Wenn ein Paar sich trennt, sind manchmal beide noch in der jeweiligen Chatgruppe. Mir hat eine Freundin erzählt, dass sie ein Paar kennt, wo beide sich ständig gegenseitig schlecht gemacht haben. Da wurden dann der Hass am Ex-Partner in der Gruppe ausgetragen und sich durch die Blume übereinander beschwert. Das gehört einfach nicht dorthin und ist für Eltern und die betreffenden Personen überhaupt nicht angenehm.

#10 Nicht zum hundertsten Mal dieselben Infos nachfragen

Bei diesem Punkt fühle ich mich eindeutig ertappt: In erster Linie dienen WhatsApp-Chats ja der unkomplizierten, schnellen Information über organisatorische Dinge. Das können der Vereinsplan, bestimmte Termine oder Geschenkebesorgungen für die Lehrerin oder den Erzieher sein. Elternsprecher oder Gruppenleiter teilen dort häufig auch offizielle Bekanntmachungen.

Daher hilft es, wenn man diese aufmerksam liest und sich ggf. abspeichert. Mir passiert es manchmal, dass ich zum wiederholten Male nach dem Essensplan der Kita frage, obwohl vor ein paar Tagen bereits das Foto davon geteilt wurde. Sorry! Ich weiß, dass das alle nervt, ich könnte auch einfach in den Verlauf gehen und danach suchen.

#11 Das eigene Kind als besonders wichtig ansehen

Was soll ich sagen, ich bin auch Elternteil und liebe mein Kind. Muss ich daher im Chat ständig betonen, dass MEINE Tochter da oder dort besondere Probleme hat oder MEIN Sohn von irgendetwas besonders betroffen ist? Das kann alles sein, doch wenn es überhand nimmt bei bestimmten Eltern, nervt das die anderen schnell.

Letztlich möchte jeder, dass sein Kind im Mittelpunkt steht, aber das geht nun mal nicht, denn wir befinden uns in einer Gemeinschaft und da sollten nicht einzelne Kinder bevorzugt Thema sein, außer es gibt dafür triftige gesundheitliche Gründe. Aber auch hier kann man abwägen, ob man das in der Chatgruppe anspricht, mit einzelnen Personen persönlich spricht oder an einem Elternabend erwähnt.

Bestimmt fühlt sich der eine oder die andere hier ertappt. Vielleicht könnt ihr das alles aber auch gar nicht nachvollziehen? Es ist sicherlich auch in vielen Gruppen sehr verschieden. Meist sind es eher Einzelfälle, das haben mir meine Kolleginnen so auch bestätigt.

Ihr habt einen Konflikt mit einem Elternteil, dem/der Partner*in oder Freund*in? Bei bestimmten Themen ist es gar nicht leicht, diese zu lösen. Mit diesen Grundregeln der Streitkultur wird es vielleicht leichter.

Tokophobie, oder was?! 21 skurrile Ängste, die fast alle Eltern kennen

Bildquelle: Getty Images/nicoletaionescu

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