Die besten Zoos für den Familienausflug

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Die besten Zoos für den Familienausflug

Elefanten, Gorillas und Löwen hautnah erleben - ein Besuch im Zoo ist ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie. Moderne Zoos engagieren sich außerdem für Umwelt- und Artenschutz.

Fotos: Allwetterzoo Münster, Burgers' Zoo, Erlebniszoo Hannover

Zoos spezialisieren sich auf bestimmte Arten

Wann haben Sie zuletzt neben einer Giraffe oder einem Tiger gefrühstückt? Oder Ihre Pizza mit Blick auf Nashörner verspeist? Ein solches Erlebnis hat man nur im Zoo. Der Ausflug ist zwar nicht ganz billig - mit Anfahrt, Eintritt für die Familie, Verpflegung und Souvenirs kann man für einen Tag schon mal 100 Euro ausgeben - aber es lohnt sich bestimmt! Die Zeiten, in denen traurige Tiere ihr Dasein auf Beton- oder leicht zu reinigenden Kachelböden hinter Gittern fristeten, sind längst vorbei. Um den Tieren großzügigere Gehege bieten zu können, haben die Zoos generell die Vielfalt etwas reduziert und sich auf bestimmte Arten besonders spezialisiert. Diese werden über das Europäische Arterhaltungsprogramm (EEP) gezüchtet, um den Bestand zu erhalten und, wenn möglich, auszubauen. Der Erlebnis-Zoo Hannover hatte gute Erfolge mit der Zucht des vom Aussterben bedrohten Bartgeiers. Einige Tiere konnten ausgewildert werden, und jetzt schwebt der einst als Lämmermörder verschriene Aasfresser wieder über den Gipfeln der Alpen.
Mit Forscherwerkstätten vor allem für Schulklassen will man Kindern die Bedeutung des Naturschutzes vor Ort deutlich machen. Der Zoo Berlin zeigt vor dem Rundgang zu den Schleichkatzen und Lemuren aus Madagaskar einen Film über die Heimat der Tiere. Durch Abholzung und Brandrodung ist ihr Lebensraum bedroht. Doch auch in den Herkunftsländern engagieren sich die Zoos: Der Allwetterzoo Münster arbeitet mit Partnern in Vietnam zusammen zur Rettung hoch bedrohter Primaten wie dem Pandalangur oder dem Goldaffen.

Geo-Zoo Tierpark Hellabrunn

Zweifingerfaultiere hängen gerne im Münchner Tierpark Hellabrunn ab. Foto: Tierpark Hellabrunn

Geo-Zoo Tierpark Hellabrunn

Achtung, Totenkopfäffchen kreuzen Ihren Weg! Doch man muss schon ganz genau hinschauen, will man die kleinen, nicht allzu scheuen Tiere in der Dschungellandschaft wirklich entdecken. Denn im Geo-Zoo Hellabrunn werden die Vierbeiner nicht auf dem Präsentierteller geboten. Die großzügige, natürliche Landschaftsgestaltung macht es möglich, dass sie sich so frei wie möglich bewegen - mitten im Landschaftsschutzgebiet der Isarauen. Und der Besucher kann einen recht ungehinderten Blick auf Groß- und Kleinwild werfen - fast wie in freier Wildbahn. Nimmt man sich ein wenig Zeit, kann man die Faultiere bei ihrer täglichen Strickleiterakrobatik beobachten. In der Villa Dracula, der Fledermausgrotte, ist Gruseln angesagt: Fliegende Hunde und ihre Verwandten flattern einem im Dunkeln um Kopf und Nase. Weltweit einmalig: Der Blasrohrparcours, auf dem Kindern in Aktion Tier- und Naturschutz nahegebracht werden.

Tragödie um süßen Mini-Fanten Lola

Nachdem Baby-Fant Ludwig seit Frühling 2011 mit seiner fröhlichen Art die Tierparkbesucher begeistert, gab es Ende Oktober weiteren Zuwachs im Elefantenhaus. Elefantenmama Panang brachte am 28. Oktober 2011 nach 623 Tagen Tragzeit ein kleines Mädchen zur Welt. Leider litt die kleine Lola an einer schwerwiegenden Lungenembolie und verstarb 21. Januar 2012. Im Tierpark Hellabrunn leben insgesamt fünf Elefantendamen und das Elefantenbaby Ludwig. Elefantenpapa Gajendra ist während der Renovierungsarbeiten am Elefantenhaus im Leipziger Zoo untergebracht. Münchener Tierpark Hellabrunn, Tierparkstr. 30, 81543 München, www.tierpark-hellabrunn.de. Eintritt 11 Euro, Kinder ab 4 Jahren 4,50 Euro. Geöffnet April - September täglich 9.00 bis 18.00 Uhr, Oktober - März 9.00 bis 17.00 Uhr.

Serengeti-Park Hodenhagen

Wilde Tiere mitten in Norddeutschland. Foto: Serengeti-Park Hodenhagen

Serengeti-Park Hodenhagen

Bumm-bumm! Eine Giraffe klopft an. An die Autotür! Denn entweder tourt man mit dem eigenen PKW (auf eigenes Risiko!) durch den Serengeti-Park oder man nimmt an einer Busführung teil. Allein das ist schon etwas Besonderes. Aber dass Bengaltiger-Zwillinge auf einer riesigen Wiese lagern, kein Zaun weit und breit - das ist einzigartig in Deutschland! Die Löwen liegen ein paar hundert Meter weiter im Sand, schlendern mal locker Richtung Auto. Da wird einem schon ein wenig anders, denn so ein Löwenzahn ist aus der Nähe betrachtet doch recht - ääh, scharf. Die afrikanischen Großkatzen haben übrigens im letzten Jahr Junge bekommen, und die Babys tollen vergnügt mit der Mutter herum. Erst in der Affenwelt oder natürlich im Freizeitpark kann man sich zu Fuß auf die Piste wagen. Denn Schimpansen und Makis essen lieber Obst und Gemüse… Serengeti-Park, Am Safaripark 1, 29693 Hodenhagen, www.serengeti-park.de, Eintritt 25 Euro, Kinder ab drei Jahren 20 Euro. Geöffnet vom 27. März bis 24. Oktober 2010, jeweils von 10 bis 17 Uhr.

Erlebniszoo Hannover

Elefantenbaby Nuka in Aktion. Foto: Erlebnis-Zoo Hannover

Erlebniszoo Hannover

Im Erlebnis-Zoo Hannover liegt das wilde Afrika direkt vor der Haustür. Und Indien ist gleich nebenan. Hier erobern Mini-Elefanten die Herzen der Besucher.

Afrika mitten in Hannover

Plötzlich sind sie da. Knapp über der Wasserlinie tauchen Augen auf, gefolgt von einer großen Schnauze. Direkt hinter dem Baumstamm zeigt sich Kiboko, die größte Flusspferddame im Erlebnis-Zoo Hannover. Unwillkürlich rutschen die Passagiere in dem kleinen Sambesi-Boot ein Stück zur Seite, denn Kiboko gähnt und präsentiert - nur einen Steinwurf von dem Boot entfernt - ihre beachtlichen Zähne. Die Fahrt auf dem Sambesi bringt Afrika zum Greifen nah. Boote gleiten lautlos über das Wasser des Sambesi und eröffnen einen neuen Blick auf das Tierleben an Afrikas Ufer. Die Grenzen zwischen Mensch und Tier verschwinden: Flamingos, Giraffen, Löwen, Zebras, Nashörner und nicht zuletzt die Flusspferde scheinen jederzeit in das Boot steigen zu können!

Traumhaft indisch – Babyelefanten erobern Herzen im Sturm

Gleich neben Afrika liegt Indien - zumindest im Zoo Hannover. Im Dschungelpalast erkunden die Besucher eine Palastruine irgendwo tief in Indien. Grün bewachsene Mauern, Aquädukte und Statuen scheinen seit Generationen dem Verfall preisgegeben. Wo einst mächtige Maharadschas Hof hielten, baden heute Elefantendamen im fürstlichen Palastpool, regieren Tiger, Leoparden, und heilige Hulman-Affen ihr traumhaftes Reich. Im Erlebnis-Zoo Hannover erblickten 2010 insgesamt fünf Elefantenbabys das Licht der Welt. Fünf Asiatische Elefantenbabys in einem Zoo innerhalb eines Kalenderjahres gab es weltweit noch nie. Hannovers Rüsselrasselbande ist also eine Weltsensation!

Kinderland „Mullewapp“ mir Sommerrodelbahn

Das Kinderland „Mullewapp“ ist Staunen, Toben, Spielen, Erleben! Hier spucken Regenschirme Wasser, hier sausen Kinder und Eltern auf der Sommerrodelbahn ins Tal! Kuschelige Ziegen und Schafe warten auf Streicheleinheiten und spannende Abenteuer auf junge Entdecker.
Erlebnis-Zoo Hannover, Adenauerallee 3, 30175 Hannover, www.zoo-hannover.de. Eintritt 16 Euro, Kinder ab drei Jahren 10 Euro, bzw. 13 Euro. Geöffnet täglich 10.00 bis 18 Uhr

Burgers Zoo, Arnheim

Giraffenfamilie im Burgers' Zoo. Foto: Burgers' Zoo

Burgers' Zoo, Arnheim

Kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze beginnt die Wüste, ganz wie in Arizona oder Nordmexiko. Die Hitze treibt dem Besucher Schweißperlen auf die Stirn, ein umgekippter Planwagen zeugt vom harten Überlebenskampf in der Wildnis. Kakteen, Agaven und Yucca-Palmen geben dem Auge Anhaltspunkte. Von einem Felsen schwingt sich ein Geier auf und überfliegt das Sandmeer; eine Fledermaus schnappt sich eine kleine Echse. Wer nur einen flüchtigen Blick riskiert, wird von all dem nichts mitbekommen. Doch wer nicht nur auf Events lauert, wird entdecken, dass auch in den kargsten Landschaften der Erde das Leben blüht. Nur ein paar Schritte weiter, nachdem man die 200 Meter lange überdachte Brücke überquert hat, taucht man ein in die warme Schwüle des Dschungels. Hier leben Otter, Wasserschweine und Kaimane. Die verschiedenen Klimazonen können die Besucher schon strapazieren. Direkt nebenan beginnt der Ozean. Das Meerwasser schwappt einem fast bis zu den Füßen. Nun beginnt die Reise zum Korallenmeer. Die Seepferdchen zu entdecken, ist eine echte Herausforderung. Majetätisch ziehen Haie und Rochen über die Köpfe der Besucher hinweg. Burgers' Zoo B.V., Anton van Hooffplein 1, NL-6816 Arnheim, www.burgerszoo.nl, Eintritt 18,50 Euro, Kinder ab vier Jahren 16,50 Euro. Geöffnet täglich 9.00 bis 19 Uhr

Zoo Berlin

Er war der absolute Star in der Hauptstadt: Knut, der Eisbär († März 2011). Foto: Thinkstock

Zoo Berlin

Knut, der kleine Eisbär, wurde von seinem Pfleger mit dem Fläschchen aufgezogen. Die Bilder gingen durch die Medien und ein Star war geboren. Im März 2011 verstarb der beliebteste Eisbär Deutschlands überraschend im Alter von vier Jahren. Doch auch Lebewesen aus den heißen Gegenden der Welt haben in der Bundeshauptstadt ein neues Zuhause gefunden. Ob auf der "Panda, Gorilla & Co."- Tour oder der Artenschutztour - im Hauptstadt Zoo kann man jede Menge über exotische Tiere erfahren. Bei spannenden Rallyes und Safaris lernen Kinder spielerisch mehr über die Themen Artenschutz und artgerechte Tierhaltung. Zoologischer Garten Berlin AG, Hardenbergplatz 8, 10787 Berlin, www.zoo-berlin.de, Eintritt 13 Euro, Kinder ab fünf Jahren 6,50 Euro, ab 16 Jahren 10 Euro, Familienticket 22 Euro. Geöffnet täglich 9.00 bis 17 Uhr

Allwetterzoo Münster

Trippelstark: Fußball spielendes Nashornbaby. Foto: Allwetterzoo Münster

Allwetterzoo Münster

Hier stehen Sie nicht im Regen: Die überdachten Wege, auf denen Sie zwischen den großen Tierhäusern wandeln, schützen vor zu nassem und zu heißem Wetter. Die öffentlichen Fütterungen gehören zu den Highlights: Zweimal täglich dürfen die Besucher die Elefanten mit Brot, Obst und Gemüse versorgen. Tiere hautnah zu erleben, ist das Motto des Allwetterzoos. Unmittelbare Nähe schafft positive Emotionen und macht aufgeschlossener für Informationen über Tierwelt und Artenschutz. Gerade in den Gehegen ohne Grenzen, in denen Kattas und Guerezas leben, kann man fast wie in freier Natur beobachten, wie die kleinen Affen spielen und fressen. Die großen Freiflughallen für tropische Vögel, Aras und Loris, sind ein besonderes Erlebnis. Mit einer Flügelspannweite von über einem Meter wirken Papageien ganz schön riesig. Wie das Pferd zum Menschen kam und wie sich die großen Huftiere vom 40 cm großen Urpferdchen zum feurigen Araber oder starken Friesen weiterentwickelt haben, zeigt das Westfälische Pferdemuseum. Gleich nebenan, im Pferdepark, leben Hauspferde, Riesenesel und Wölfe. Kletterpfade, Kriechtunnel, Wasserspielplatz und eine große Streichelwiese bieten viel Abwechslung für die Kleinen und Ruhepause für die Großen. Westfälischer Zoologischer Garten, Sentruper Straße 315, 48161 Münster, www.allwetterzoo.de, Eintritt 14 Euro, Kinder ab 3 Jahren 7 Euro. Geöffnet
täglich 9.00 bis 18 Uhr

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