Kondom-Start-up 'Einhorn' macht's vor: 400 € netto mehr für Schwangere!

Gehaltserhöhung!

Kondom-Start-up 'Einhorn' macht's vor: 400 € netto mehr für Schwangere!

Das Start-up 'Einhorn' stellt Kondome und Periodenprodukte her und ist ein Star in Sachen New Work. Der neuste Clou: Einhorn unterstützt junge Familien mit einer Gehaltserhöhung – für Schwangere und für jedes Kind.

Mit Designer-Kondomen und innovativen Periodenprodukten eroberte das Einhorn den Markt. Das Berliner Start-up möchte aber nicht nur gute Geschäfte machen, sondern seinen Angestellten auch gute Arbeitsbedingungen bieten. Dazu gehören Mitspracherechte und faire Bezahlung. Unterschiedliche Modelle, zum Beispiel eine reine Selbsteinschätzung, wurden ausprobiert. Jetzt gibt es ein Modell, das sowohl Gerechtigkeit als auch Transparenz verspricht. Individuelle Leistungen werden dabei ebenso berücksichtigt wie die familiären Umstände.

Gehaltserhöhung für Schwangere und Pflegende

Neben einem Grundgehalt und auf ihre Rolle im Unternehmen bezogene Zuschläge bekommen Einhorn-Mitarbeiter für jedes Kind mehr Geld, und auch die Pflege von Angehörigen wird finanziell honoriert. So sieht das Einhorn-Modell genau aus:

  • Grundgehalt 1700 Euro netto
  • Zuschlag für persönliche Lebensumstände (z.B. Pflege von Angehörigen, pro Kind 400 € netto mehr)
  • Zuschlag für Ausbildung und Arbeitserfahrung
  • Zuschlag für die Rolle bei Einhorn, basierend auf Selbsteinschätzung

Die Selbsteinstufung fiel vielen Mitarbeitern schwer, wie auf der Einhorn-Website nachzulesen ist, und die Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation zeigte, dass es mehr Ausnahmen und Sonderfälle als eine gängige Norm gibt. Doch man ist sich einig: Das Diskutieren und Ausprobieren hat sich gelohnt!

Gesellschaftliche Verantwortung von Firmen

Einhorn fördert mit diesem Modell Familien und kommt seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung als Arbeitgeber nach. Eine tolle Idee, die hoffentlich so oder so ähnlich häufiger zu finden sein wird. Doch was kann man tun, wenn man nicht für eine Firma arbeitet, die freiwillig mehr zahlt, wenn die Familie wächst?

Dann lohnt sich zum einen eine Überprüfung der Steuerklasse; was beispielsweise zum Zeitpunkt der Heirat nicht wichtig schien, kann bei einer wachsenden Familie und unterschiedlich hohen Einkommen der Partner durchaus einen Unterschied machen. Der Kinderfreibetrag ist ein weiterer Faktor, um die Familienkasse zu füttern.

Außerdem kann es einen Versuch wert sein, mit dem Vorgesetzten über eine Gehaltserhöhung zu sprechen. Wenn man gute Arbeit geleistet hat und nicht ausschließlich mit dem Argument kommt, dass man mehr Geld braucht, dann lässt sich hier vielleicht auch noch ein Plus herausholen. Besonders, wenn man bereit ist, mehr Verantwortung oder neue Aufgaben zu übernehmen.

Renate Oetjens
Das sagtRenate Oetjens:

Mein Fazit

Einhorn geht mit gutem Beispiel voran: Kinder zu bekommen und Angehörige zu pflegen geht alle etwas an und sollte honoriert werden.

Bildquelle: Getty Images

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