Wiedereinstieg nach der Elternzeit

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Wiedereinstieg nach der Elternzeit

Die meisten Mütter bleiben nach der Geburt erstmal zu Hause, um sich um das Baby zu kümmern. Egal ob nach einem Jahr oder nach längerer Elternzeit - hier erfahren Sie, wie Sie den Wiedereinstieg in den Job planen.

Je kürzer die Pause, desto besser für den Wiedereinstieg

Mütter sind nach der Elternzeit im Beruf gefragt. „Viele Arbeitgeber haben ein offenes Ohr für Frauen, die sich nach der Familienpause bei ihnen bewerben, auch wenn sie einige Zeit aus dem Beruf draußen waren“, berichtet Elsa Moser von der Agentur für Arbeit in Freiburg. Die Beauftragte für Chancengleichheit sagt, dass Mütter vor allem deshalb gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, weil sie nicht bei null anfangen müssen: „Schließlich haben die meisten ja schon vor der Geburt des Kindes gearbeitet - und zusätzlich in der Babypause neue Kompetenzen als ,Familienmanagerin` erworben.“ Trotzdem gilt: Je kürzer eine Frau pausiert hat, desto problemloser verlaufen Jobsuche und Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit.

Kinderbetreuung nach der Elternzeit sichern

Eine Mutter, die den Wunsch hat oder von der Notwendigkeit getrieben wird, Geld zu verdienen, muss oft mehr leisten als etwa die kinderlose und joberfahrene Mitbewerberin, bevor sie an eine Stelle kommt. Im Gegensatz zu einem Single trägt sie Mitverantwortung für die Kinder und den Haushalt. Das kostet Zeit, die für die Erwerbsarbeit in Büro oder Werkshalle nicht zur Verfügung steht. Das bedeutet auch, dass die Arbeitsstelle nicht weit entfernt sein darf von Wohnort und Kinderbetreuung - eine weitere Einschränkung, die beim Wiedereinstieg in den Beruf bedacht werden muss. Die Lösung heißt Flexibilität. Frauen, die es schaffen, die Kinderbetreuung auch an schwierigere Arbeitszeiten anzupassen, haben gute Karten beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternzeit. „Das Gros der Mütter möchte am liebsten vormittags bis zwölf oder dreizehn Uhr arbeiten gehen. Aber viele Stellen erfordern andere Arbeitszeiten und gehen bis in den Nachmittag hinein“, so die Erfahrung von Elsa Moser.

Kurse vom Arbeitsamt erleichtern Wiedereinstieg

Kurse vom Arbeitsamt erleichtern Wiedereinstieg

Wer eine geeignete Kinderbetreuung findet, für den ist die nächste Aufgabe vermutlich leicht: fachliche Qualifikationen für den Wiedereinstieg in den Beruf nachholen. Das kann bei einer Verkaufssachbearbeiterin beispielsweise ein Computerkurs sein, um den Umgang mit neuer Software zu lernen. Das Arbeitsamt bezahlt die mehrwöchigen Kurse. „Denn die Vermittlungschancen steigen nach einer beruflichen Weiterbildung deutlich“, sagt Elsa Moser. In den Kursen frischen Mütter nach der Elternzeit nicht nur fachliche Kompetezen auf, sondern kommen auch in Kontakt mit anderen Müttern und können sich über den Wiedereinstieg in den Beruf austauschen. Auch das Bewerbungstraining gehört für viele Mütter zum festen Bestandteil beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Ein Bewerbertrainig wartet mit Tipps für die überzeugende Bewerbungsmappe und den korrekten Auftritt beim Vorstellungsgespräch auf.

Selbstbewusstsein für den Wiedereinstieg in den Beruf stärken

Nicht wenige Mütter sind nach der Elternzeit unsicher, wie sie sich gegenüber einem Arbeitgeber gut darstellen. Elsa Moser rät deshalb, das Selbstbewusstein der Bewerberinnen zu stärken. „Auf keinen Fall sollten Sie das eigene Licht unter den Scheffel stellen“, sagt sie.

Wiedereinstieg durch Praktikum und Zeitverträge

Flexibilität müssen Arbeitnehmer häufig nicht nur bei den Arbeitszeiten beweisen, sondern immer öfter auch bei den Arbeitsverträgen: Der unbefristete Arbeitsvertrag ist heute nicht mehr in jedem Beruf selbstverständlich. Um überhaupt einen Fuß in die Tür zu bekommen, raten Arbeitsvermittler dazu, auch befristete Stellen anzunehmen. Selbst Praktika können eine Alternative sein, wenn sie in ein festes und bezahltes Beschäftungsverhältnis münden. Daher frühzeitig mit Arbeitsamt und Arbeitgeber über das Ziel des Praktikums sprechen.

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