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Studie beweist: Darum hilft Mundschutz gegen Corona-Viren wirklich

Hamster getestet

Studie beweist: Darum hilft Mundschutz gegen Corona-Viren wirklich

Wir alle tragen jetzt Mundschutz beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr und auch unsere Kinder müssen ihn in den Schulen tragen. Doch nicht jeder ist sich im Klaren darüber, ob das wirklich seinen Sinn hat. Eine Studie der Universität Hong Kong beweist jetzt, dass Mundschutz wirklich gegen die Verbreitung von Corona-Viren hilft.

Bevor die allgemeine Maskenpflicht eingeführt wurde, fingen bereits einige einzelne Menschen an, Masken im Alltag zu tragen. Vielen war nicht klar, dass es beim Mundschutz jedoch eher darum geht, den Mitmenschen zu schützen als sich selbst. Das Corona-Virus wird vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Daher gilt eine strenge Nies-Etiquette und Hygiene- und Abstandsregeln. Denn beim Sprechen oder Niesen gelangen die Tröpfchen sonst in die Umgebung und verbreiten sich rasch. Da nicht jeder Infizierte auch Symptome hat, hilft die Maske also schon mal, potentielle Viren ungehindert zu verbreiten. Doch hindert sie wirklich Viren vor dem Eindringen und schützt uns vor den Anderen?

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Hamster beweisen, dass medizinischer Mundschutz hilft

Die University of Hong Kong hat jetzt den Praxistest an Hamstern gemacht. Dazu hat ein Team an Forschern und Corona-Experten einen Käfig mit gesunden Nagern neben einem mit eigens für die Studie infizierten Hamster positioniert. Zwischen die Käfige wurden medizinische Schutzmasken gespannt und ein Luftstrom erzeugte Luft von den infizierten in Richtung der gesunden Hamster, um die Viren zu verbreiten. Zwischen weiteren Käfigen mit infizierten und nicht-infizierten Tieren hingen keine Masken. Das Ergebnis: Die Tiere, die durch einen Mundschutz vor den Viren bewahrt wurden, erkrankten nur zu 40 %. Bei den Käfigen ohne Barriere verbreiteten sich die Viren ungehindert und infizierten binnen einer Woche ca. zwei Drittel der gesunden Hamster.

Auch spannend: Die Masken über dem Käfig der kranken Tiere reduzierten die Infektionsrate um 15 Prozent. Der Mundschutz über den Käfig der gesunden Tiere sorgte sogar für eine um 35 % niedrigere Infektionsrate.

Auch wenn es euch nervt: Masken tragen ist wichtig

Die Maskenpflicht wurde nicht umsonst deutschlandweit eingeführt. Die Studie zeigt nochmal mehr, dass Masken tragen auch helfen kann, uns selbst vor Viren zu schützen. Daher macht es durchaus Sinn im öffentlichen Raum und beim Zusammenkommen mit vielen unterschiedlichen Menschen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Nun kann man an der Studie kritisieren, dass diese mit medizinischen Masken durchgeführt wurde. Wir tragen häufig nur Behelfsmasken und Mund-Nasen-Schutz, der nicht medizinisch geprüft ist.

Dennoch dient auch dieser unser aller Sicherheit: Eine Maske zu tragen hat nebenbei auch noch eine psychischen Effekt. Man wird daran erinnert, dass man in einer besonderen Situation lebt und sich vorsichtig verhalten sollte. Auch wenn eine Stoffmaske nicht denselben hohen Schutz bietet wie medizinischer Mundschutz, hilft sie dennoch unsere Atemluft abzuhalten und zu filtern. Wichtig ist natürlich auch, die richtige Handhabung und das Reinigen der Masken.

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Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Für uns alle

Auch für mich war es eine Überwindung Maske zu tragen, vor allem jetzt, wo es wärmer wird. Doch es geht eben darum, dass wir uns alle ein wenig gegenseitig vorsehen und schützen. Dafür kann ich mich auch mal überwinden, die kurze Zeit beim Einkaufen oder Bus fahren einen Mundschutz zu tragen. Es ist ungewiss, wie lange dieser uns noch begleiten wird. Doch da es um die Gesundheit von uns allen geht, sollte diese doch am wichtigsten sein.

Bildquelle: Getty Images/vlada_maestro

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