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Engelchen flieg! Diesen Fehler machen Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis

Engelchen flieg! Diesen Fehler machen Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis

Ärzte warnen

Daniela Katzenberger und ihr Mann Lucas Cordalis lieben ihre kleine Tochter Sophia sehr und zeigen auf Instagram gern, wie sie mit ihr toben. Ein aktuelles Foto sorgt bei Kinderärzten jedoch für Unbehagen, da sie seit Jahren vor diesem beliebten Spiel warnen.

Engelchen flieg: Gut gemeint, aber gefährlich für Kinderarme

Vor fünf Tagen postete Realitiy-Star Daniela Katzenberger ein Foto, auf dem ihr Mann Lucas die vierjährige Tochter Sophia an den Händen in die Luft wirbelt. Dabei haben alle ordentlich Spaß, vor allem die kleine Sophia, die das Herumalbern und Toben mit ihrem Eltern sichtlich genießt. Am Toben an sich ist auch überhaupt nichts auszusetzen. Es ist wunderbar, wenn die beiden jeden Blödsinn mit ihrer kleinen Tochter machen und sie richtig Kind sein lassen. Zudem müssen sich Vierjährige ja auch ordentlich austoben und ihrem Bewegungsdrang nachgeben.

Kritisch betrachten Ärzte das Spiel, was dem Foto zugrunde liegt: Die Kleine wird von den Eltern nur an den Armen festgehalten und durch die Luft gewirbelt. Dieses Spiel sieht man häufiger bei einigen Eltern und es ist auch bekannt als "Engelchen flieg". Doch für kleine Kinderarme und Kleinkinder kann das richtig gefährlich werden.

Warum ihr "Engelchen flieg" besser nicht mit einem Kleinkind spielen solltet

Sophie ist ja bereits über vier Jahre alt. Da mag das Ganze nicht mehr ganz so gefährlich sein, aber man sollte immer noch aufpassen. Kinderärzte warnen vor allem Kleinkindeltern vor diesem Spiel, weil die Bänder, die das Armgelenk halten, im Alter von ein bis drei Jahren noch so weich und locker sind. Zudem seien die Gelenke noch nicht voll ausgebildet und es kann zu einer sogenannten Subluxation des Radiusköpfchens (Ausrenken des Ellbogengelenkes) kommen.

Wenn Eltern ein kleines Kind hochheben wollen, sollten sie mit den Händen um seine Brust bzw. unter die Achselhöhlen greifen und es nicht an den Armen hochziehen. Das Hin-und-Herschwingen des Kindes, während je ein Elternteil eine Hand hält – auch als „Engelchen flieg“-Spiel bekannt –, gilt auch als ein Risikofaktor für diese Verletzung.

Prof. Hans-Jürgen Nentwich, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte

Bei dem Spiel kann beim Fallen und Schwingen so stark an den Ärmchen gerissen werden, dass der Ellbogen ausgerenkt wird. Ein Teil des Ellbogens rutscht dabei aus seiner Verankerung und klemmt sich zwischen den Knochenspalt. Das kann zu einer schmerzhaften Chaissagnac-Lähmung führen. Das Kind hält dann seinen Arm meist ganz komisch und bewegt ihn kaum. Ein Arzt kann den Ellbogen wieder einrenken. Doch man sollte es nicht darauf ankommen lassen und nicht bei jedem Kind verläuft das so glimpflich. Das kann auch ganz anders ausgehen.

Was ein Promifoto auslösen kann

Gut, wenn Promis wie Daniela Katzenberger und ihr Mann mit einem Fotopost unfreiwillig auf ein Thema hinweisen, dass manche Eltern vielleicht falsch machen und so mal anders darüber nachdenken. Sicherlich haben nicht alle Eltern Kenntnis davon und wissen um die Problematik. Herumtoben und ausgelassenes spielen ist ja enorm wichtig für Kinder. Doch man sollte nie vergessen, dass vor allem in den ersten Lebensjahren die Knochen und Bänder noch wachsen und daher natürlich schnell durch ein wenig Übermut verletzt werden können.

Bildquelle: Getty Images/Andreas Rentz
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