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FFP2-Masken in der Kritik bei EU-Behörde: Sind sie weniger nützlich als gedacht?

FFP2-Masken in der Kritik bei EU-Behörde: Sind sie weniger nützlich als gedacht?

Coronaschutz

Die FFP2-Maskenpflicht gilt lediglich in Bayern. In allen anderen Bundesländern sind mehrere Typen medizinischer Masken in Geschäften, beim Arzt oder Nahverkehr erlaubt. Doch die EU-Gesundheitsbehörde sieht keine begründete Notwendigkeit, diese im Alltag zu tragen. Sind sie doch nicht besser als die üblichen Mund-Nasen-Masken?

Mitte Januar beschloss die Bundesregierung die Empfehlung des Tragens von FFP2-Masken und medizinischen Masken in Geschäften und im Öffentlichen Nahverkehr. Die FFP2-Masken sollen laut Behörde den besten Schutz gegen das Coronavirus darstellen, weil sie als Atemschutzmaske besonders eng anliegen und durch ihren Filter auch vor Staub oder Aerosolen schützen. Doch eingeführt hatte eine strenge FFP2-Maskenpflicht nur der Bayerische Freistatt. An vielen anderen Orten sind sowohl FFP2- als auch OP-Masken und andere medizinische Masken möglich.

FFP2-Masken im Alltag nicht sinnvoll

Nun wird die Kritik am Tragen von FFP2-Masken im Alltag größer. Auf Anfrage erwiderte die EU-Gesundheitsbehörde ECDC, dass die Masken sich aufgrund der Kosten und einiger nicht näher benannter Nachteile nicht für den Alltag eignen.

"Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering."

EU-Gesundheitsbehörde ECDC, NTV.de

Doch die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bestätigte auch auf Mediennachfrage, dass die ECDC nicht die Beweislage hätte, dass eine FFP2-Maske im Alltag wirklich zu empfehlen sei bzw. besser schützen würde als andere.

Abstandsregeln und Mundschutztragen weiterhin wichtig

Die Behörde betont, dass es insgesamt schon reichen würde, wenn die Menschen generell alle Masken in der Öffentlichkeit tragen würden. Die spezielle FFP2-Maske würde nicht mehr schützen als diese Alltagsmaske. Wichtig seien weiterhin die Kontakt- und Abstandsregeln sowie die Hygieneregeln, um die Gemeinschaft zu schützen.

Da die Masken auch sehr teuer sind, ist es demnach kein Problem, wenn Menschen mit geringerem Einkommen den bisherigen Mundschutz tragen oder die deutlich günstigeren OP-Masken. Die Bundesregierung sicherte zwar in der letzten Woche kostenlose Masken für Menschen mit Grundsicherung zu. Doch die Berechtigungsscheine zur Abholung wurden noch nicht versendet.

Falsches Tragen der Maske kann gesundheitliche Probleme auslösen

Inzwischen warnen zudem sogar offizielle Stellen wie das Robert-Koch-Institut, dass man eine FFP2-Maske nicht längere Zeit im Alltag tragen sollte. Diese können bei bestimmten Personengruppen oder falschem Anwenden eher gesundheitliche Beeinträchtigungen auslösen. Noch dazu kursieren teilweise nicht-geprüfte Fake-Masken, deren Tragen eindeutig zum Problem wird. Daher sollte man darauf achten, dass eine medizinische Maske auch echt sei.

Wenn ihr also merkt, dass es euch beim Tragen einer FFP2-Maske schlecht geht, dann tragt diese besser nicht. Eine Alternative ist die OP-Maske oder andere medizinische Masken.

Bildquelle: IMAGO / Petra Schneider

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