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Diese Familien erhalten ab sofort mehr Kinderzuschlag und Kindergeld

Diese Familien erhalten ab sofort mehr Kinderzuschlag und Kindergeld

Wer profitiert?

Geringverdienende Familien und Alleinerziehende kommen ohne staatliche Unterstützung kaum über die Runden. Wenn dann die Jobs durch die Pandemie noch ausfallen, wird die Kasse mehr als knapp. Ab diesem Jahr wurde daher das Kindergeld und der Kinderzuschlag nochmal erhöht. Doch welche Familien profitieren davon?

Seit 1. Januar maximal 205 € Kinderzuschlag

Der Kinderzuschlag wird Familien mit niedrigem Einkommen zusätzlich zum steigenden Kindergeld ausgezahlt. Dieser betrug bisher maximal pro Kind 185 € und soll ab diesem Jahr auf bis zu 205 € erhöht werden. Er wird für sechs Monate bewilligt und teilweise auf das gesamte Einkommen und Vermögen angerechnet. Nicht jedoch auf das Kindergeld, das man zusätzlich bekommt. Wer Kinderzuschlag erhält, muss keine Kitagebühren zahlen und bekommt auch das Mittagessen in Kita und Schule kostenlos.

Den Zuschlag muss jede Familie bei der Arbeitsagentur beantragen nebst einigen Angaben zu Einkommenssituation. Der Betrag, der einem dann zusätzlich zusteht, kann maximal 205 € hoch sein. Informationen zum Kinderzuschlag findet ihr auch bei der Familienkasse.

Mehr Kindergeld seit 2021: Jedoch nicht für ärmere Familien

2021 ist das Jahr der vielen Erhöhungen, so kommt es einem vor. Das gilt auch für das Kindergeld, das pro Kind von 204 € auf 219 € angehoben wird für das erste und zweite Kind. Insgesamt bedeutet das für Familien mit zwei Kindern jährlich 360 € mehr Geld. Jedoch profitieren nur die Familien mit höherem Einkommen davon. Bei Geringverdienern und Empfängern von Hartz-IV-Leistungen wird das Kindergeld verrechnet, so dass am Schluss nicht mehr viel davon übrig bleibt.

Zudem wird auch der Kinderfreibetrag bei der Steuer um mehr als 500 € erhöht. Eltern können entweder diesen Freibetrag nutzen oder das Kindergeld voll erhalten. Dieser Freibetrag lohnt sich vor allem für Besserverdienende, weil sich dadurch die Einkommenssteuer verringert. Familien mit kleinem Einkommen zahlen diese Steuer ja gar nicht erst, haben jedoch weder was vom Freibetrag noch so wirklich von der Kindergelderhöhung.

Kritik an den Erhöhungen und getrübte Freude

Einige Sachverständige und Verbände kritisieren die Erhöhungen. Der Bund der Steuerzahler begrüßt die Erhöhung des Kinderfreibetrags, spricht jedoch von "politischem Pflichtprogramm". Der Deutsche Gewerkschaftsbund merkt zudem an, dass die Ermittlung des Existenzminimums, auf dem dieser Freibetrag beruhe, fragwürdig sei.

Insgesamt müssen Familien mit geringem Einkommen auch wieder insgesamt auf viele Erhöhungen verzichten. Denn dieses Mehr an Geld wird wieder mit ihrem Hartz-IV-Betrag und sonstigem Einkommen verrechnet und am Ende bleibt nicht viel mehr übrig. Daher wird die Freude über die Gelderhöhung leider eher getrübt.

Quelle: familienportal.de, Spiegel.de

Bildquelle: Getty Images/Deagreez

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