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Corona-Kinderbonus 2021 Auszahlungstermin: Dann erhaltet ihr die finanzielle Hilfe

Corona-Kinderbonus 2021 Auszahlungstermin: Dann erhaltet ihr die finanzielle Hilfe

Corona-Hilfe

Laut Koalitionsausschuss erhalten Familien auch dieses Jahr den Corona-Kinderbonus als finanzielle Unterstützung in der Krise. Im letzten Jahr gab es im September und Oktober jeweils 150 € pro Kind. Jetzt ist bekannt, wann der Bonus dieses Jahr ausgezahlt wird.

So hoch ist der Kinderbonus 2021

Der Koalitionsauschuss beschloss im Januar, dass es in diesem Jahr wieder den Kinderbonus geben wird, der alle Familien mit Kindergeldberechtigung unterstützt. Doch diesmal sind es einmalig 150 € pro Kind und nicht 300 € wie im letzten Jahr.

Wann wird der Corona-Kinderbonus ausgezahlt?

SPD-Chefin Saskia Esken gab laut Bayerischer Rundfunk an, dass das Geld noch im Frühjahr ausgezahlt werden wird. Jetzt heißt es, kindergeldberechtigte Eltern können frühesten im Mai mit 150 € extra rechnen. Informationen dazu findet ihr bald auf der Website der Familienkasse, die den Kinderbonus zusammen mit dem Kindergeld auszahlt.

Der Kinderbonus in Höhe von 150 Euro wird für alle Kinder, für die im Mai 2021 Anspruch auf Kindergeld besteht, im Mai 2021 ausgezahlt. Für Kinder, für die zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt im Jahr 2021 Anspruch auf Kindergeld besteht, wird der Kinderbonus gegebenenfalls nach Mai ausgezahlt.

BMFSFJ

Corona-Kinderbonus für alle Familien?

Die Bundesregierung zahlte im letzten Jahr allen kindergeldberechtigten Familien 300 € extra zum üblichen Kindergeld aus. Das sollte Familien helfen, in der Pandemie besser über die Runden zu kommen. Denn in vielen Familien fehlte im Frühjahr durch den Lockdown monatelang das Einkommen und vielen Kindern vor allem das Kita- und Schulmittagessen.

Doch der Kinderbonus, der laut Bundesregierung allen Familien helfen sollte, war dann doch nicht für ALLE in Deutschland lebenden Familien gedacht. Zwar profitierten auch Harzt-IV-Familien, denn er wurde für diese nicht mit dem Hartz-IV verrechnet.

Doch Geflüchtete Familien oder Eltern aus dem Ausland, die gerade noch auf Jobsuche waren bzw. nicht-erwerbstätige EU-Bürger sowie Eltern mit Duldung und Aufenthaltsgestattung wurden ausgeschlossen. Die Anspruchsberechtigung soll wohl nach bisherigem Stand nicht erweitert werden.

Verband der Alleinerziehendes kritisiert Bonusregelungen

Vom Verband der Alleinerziehenden kommt für die Regelung der Bonuszahlungen an Alleinerziehende Kritik. Denn jedes Elternteil erhält genau die Hälfte des Bonus. Da kommt bei den Familien also letztlich weniger Geld an und die finanzielle Hilfe landet nicht immer bei den Kindern.

"Halber Kinderbonus trotz doppelter Belastung sorgt bei Alleinerziehenden für viel Unverständnis und Empörung. Nur wenige Alleinerziehende sind in der glücklichen Situation, dass der andere Elternteil die fehlende Kinderbetreuung mit ausgleicht."

Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende VAMV

Doch positiv wertet der Verein, dass der Kinderbonus nicht auf den Unterhaltsvorschuss und auch nicht auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet wird. So können vor allem geringverdienende Familien profitieren.

Neugeborenes Ende 2020 und keinen Bonus erhalten?

Wenn ihr letztes Jahr ein Kind zur Welt gebracht habt und noch keinen Bonus bekommen habt, könnt ihr diesen auch jetzt noch rückwirkend beantragen. Denn er gilt für alle im letzten Jahr geborenen kindergeldberechtigten Kinder. Wenn ihr also für euer letztes Jahr geborenes Kind Kindergeld beantragt, dann könnt ihr hier den Kinderbonus auch beantragen, wenn euer Kind mindestens einen Monat kindergeldberechtigt war.

Grundlegende Veränderung der Familienleistungen gefordert

Uwe Kamp vom Deutschen Kinderhilfswerk fordert statt eines einmaligen Bonus, die generelle Verstärkung der finanziellen und sozialen Unterstützung bedürftiger Familien. Denn durch Kita- und Schulschließung fallen für die Kinder nicht nur das tägliche Essen weg, sondern auch der soziale Kontakt und die Unterstützung beim Lernen.

Zudem fehle es vielen geflüchteten Eltern und Familien mit weniger Einkommen an geeigneter technischer Ausstattung daheim das digitale Homeschooling zu ermöglichen. Hier müsse die Politik handeln und diese Familien generell auch langfristig mehr unterstützen.

Eine Zahlung von 300 Euro ist hier kurzfristig eine angemessene Hilfe, langfristig braucht es aber eine grundlegende Reform der Familienleistungen in Deutschland hin zu einer Kindergrundsicherung für alle Kinder.

Uwe Kamp, DKHW
Bildquelle: Getty Images/Westend61

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