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Lebenshaltungskosten in Deutschland: So viel Geld zum Leben bleibt über

Städte im Vergleich

Lebenshaltungskosten in Deutschland: So viel Geld zum Leben bleibt über

Wo können Familien am preiswertesten leben? Das nahm eine Studie jetzt genauer unter die Lupe und schaute, wo sich Gehälter mit Mieten, Kitakosten und sonstigen Lebenshaltungskosten in Deutschland ausgleichen. Die dabei entstandene interaktive Karte „Deutschlands Ausgaben“ zeigt, wo Familien am günstigsten leben und in welchen Städten beispielsweise die Kinderbetreuung am teuersten ist.

Dass de Lebenshaltungskosten in einer Großstadt wie München oder Hamburg deutlich höher ausfallen (Stichwort Mietpreisexplosionen) als in Städten wie Kiel oder Frankfurt Oder mag niemanden überraschen. Doch wie viel genau sollte man in Heidelberg, Dessau, Kaiserslautern oder Oldenburg für Miete, Kita, Internet oder Monatsticket einplanen? In der interaktiven Karte von preis.de könnt ihr genau das überprüfen. Dabei kann aus fünf verschiedenen Lebensumständen gefiltert werden: Familien mit ein oder zwei berufstätigen Erwachsenen, mit oder ohne Kinder,  Singe-Haushalt oder alleinerziehend. Das Einkommen orientiert sich in den Berechnungen am jeweiligen Durchschnittsgehalt der Stadt.

Interaktive Karte
In der interaktiven Karte könnt ihr euch die Lebenshaltungskosten in verschiedenen Städten für eure individuelle Lebenslage anschauen. Quelle: preis.de

Lebenshaltungskosten in Deutschland: Hier leben Familien am günstigsten

Mit über 500 € monatlich für einen privaten Kita-Platz (Ganztagsbetreuung) zahlen Familien in München, Heidelberg, Bonn und Aachen am meisten Geld. Am günstigsten ist in dieser Hinsicht laut Studie Leipzig. Dort liegen die Kosten eines Ganztags-Kitaplatzes bei unter 150 € im Monat. Da auch die Mieten in der Messestadt recht niedrig sind, ist Leipzig so trotz niedrigem Lohnniveau eine der preiswertesten Städte für Familien mit Kindern. Zumindest dann, wenn beide Elternteile einer Arbeit nachgehen. Dann fallen insgesamt etwa 42 % des Gehalts für Wohnung, Kita-Platz, Internet und Fahrtkosten weg. Arbeitet bei einer Familie mit zwei Kindern hingegen nur ein Elternteil, fallen etwa 64 % des Gehaltes weg.

Für Alleinerziehende sind die Lebenshaltungskosten in Deutschland in manchen Städten kaum zu stemmen: So gehen laut Studie z. B. in München rund 89 % des Gehalts für Miete, Kita und Fahrtkosten drauf. Günstiger ist es da in Dessau (etwa 36 %), Kiel (etwa 44 %) oder Karlsruhe (ca. 50 %).

Singles hingegen kommen preislich gesehen in Dessau und Kiel am besten weg. Auch wenn Dessau zu den Städten gehört, in denen das Einkommensniveau niedrig ist, sorgen die günstigen Mieten dafür, dass vom Gehalt dennoch einiges zum Leben übrig bleibt. In Kiel hingegen sind zwar die Mieten zwar etwas höher, dafür liegen die Einkommen in der Ostesee-Stadt weit im oberen Bereich. In Karlsruhe und Aachen betragen die Kosten für die Grundbedürfnisse als Single ebenfalls weniger als 30 Prozent des Einkommens.

Lebenshaltungskosten in Deutschland: Wo sind die Mieten am günstigsten?

Die höchsten Mietpreise gibt es in (wer hätte es erwartet) München. Dies gilt für die komplette bayerischen Landeshauptstadt, egal ob Familien, Paare oder Singles in einer Wohnung im Stadtkern oder weiter außerhalb wohnen. Am günstigsten wohnen Familien laut Studie in Dessau: In der knapp 80.000 Einwohner starken Stadt in Sachsen-Anhalt kostet eine Dreiraumwohnung in zentraler Lage im Durchschnitt 525 Euro kalt. In München gibt es dafür noch nicht einmal eine außerhalb gelegene Einraumwohnung.

Bildquelle: Getty Images/Halfpoint

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