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Übersicht: Diese finanziellen Corona-Hilfen sollten alle Familien kennen

Geldsegen?

Übersicht: Diese finanziellen Corona-Hilfen sollten alle Familien kennen

Habt ihr auch langsam den Überblick verloren, was nun in Corona-Zeiten alles an Regelungen und Gesetzen geändert wurde? Und welche davon besonders für uns Familien wichtig sind? Dann gab es ja noch das Konjunkturpaket und viele Politiker erzählen jeden Tag was anderes...

#1 Corona-Kinderbonus: 300 € pro Kind

Viel wurde darüber berichtet und jeden Tag sickern neue Infos durch. Aber beginnen wir mal ganz vorne: Der Corona-Kinderbonus wurde mit dem Konjunkturpaket beschlossen. Den Eltern mit kindergeldberechtigten Kindern stehen pro Kind 300 € zu. Ausgezahlt wird der Betrag hälftig mit dem Kindergeld voraussichtlich im Oktober und September.

Er muss nicht versteuert werden, wird aber Ende des Jahres auf den Vorteil aus dem Kinderfreibetrag angerechnet. Eltern, die also mehr verdienen und den Kinderfreibetrag nutzen, gehen leer aus.

Und noch ein weiteres Detail kam jetzt ans Licht: Der Kinderbonus ist auf den Kindesunterhalt anzurechnen. Leben die Eltern also getrennt und einer zahlt Mindestunterhalt oder die Eltern teilen sich die Kinderbetreuung hälftig, darf er die 300 € hälftig auf den von ihm zu zahlenden Unterhalt anrechnen.

Wer Unterhaltsvorschuss erhält, bekommt die vollen 300 € ausgezahlt.

Wir haben bereits für euch die häufigsten Fragen zum Kinderbonus zusammengefasst und beantwortet. Alle Infos zur Auszahlung und wie ihr den Kinderbonus erhaltet, haben wir ebenfalls zusammengetragen.

#2 Anpassung des Entlastungsbetrags: Alleinerziehende profitieren

Eine weitere Sache wurde im Konjunkturpaket beschlossen und das kommt Alleinerziehenden in der Corona-Krise zugute: Sie erhalten natürlich nicht nur (ggf. hälftig) den Kinderbonus, sondern der Entlastungsbetrag wird angehoben.

Normalerweise steht Alleinerziehenden der Entlastungsbetrag in Höhe von 1.900 Euro zu. Für dieses und das nächste Jahr wird dieser auf 4.000 Euro angehoben. Dank dieses Freibetrags wird eure Einkommensgrenze, ab welcher Steuern erhoben werden, nach oben geschoben.

Weiterführende Infos zum Entlastungsbetrag, der wegen Corona angehoben wurde, gibt es bei uns.

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#3 Anpassungen beim Elterngeld: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Zugegeben, die Beantragung des Elterngeldes ist knifflig. Haben wir Eltern alles geblickt, sind wir froh, wenn unser Plan durch geht. Nun hat der ein oder andere aber schon kalte Füße bekommen, weil er während der Corona-Krise die strengen Vorgaben zum Elterngeld nicht einhalten konnte. Aber Entwarnung! Folgendes wurde beschlossen und damit sollten alle Sorgen vom Tisch sein:

  • Partnerschaftsbonus: Um diesen zu erhalten, müssen die Eltern normalerweise über einen Zeitraum von drei Monaten parallel Teilzeit (zwischen 25 und 30 Wochenstunden) arbeiten. Nun wurden einige Eltern in Kurzarbeit geschickt oder mussten Urlaub bzw. Überstunden abbauen, andere haben mehr gearbeitet. Die oben genannten Voraussetzungen für den Partnerschaftsbonus wurden nun aber ausgesetzt, sodass euch der Partnerschaftsbonus erhalten bleibt.
  • Eltern in systemrelevanten Berufen: Eltern, die trotz beantragter Elternzeit mit Elterngeld zurück an den Arbeitsplatz berufen wurde, können ihre bewilligten Elterngeldmonate einfach verschieben. Diese können auch nach dem 14. Lebensmonat des Kindes genommen werden, allerdings spätestens bis Juni 2021.
  • Kurzarbeitergeld und Elterngeld: Erhaltenes Kurzarbeitergeld beeinflusst die Höhe des Elterngeldes nicht und fließt auch nicht in spätere Berechnungen für ein weiteres Kind mit ein. Gleiches gilt übrigens auf für Arbeitslosengeld I.

#4 Minijob: 450-Euro-Grenze darf überschritten werden

Normalerweise darf ein Minijobber maximal 5.400 € im Jahr verdienen. Erwirtschaftet er oder sie mehr, liegt eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vor. Nun mussten aber einige Minijobber wegen der Corona-Krise mehr arbeiten und haben dann natürlich auch mehr verdient.

Das ist aber unter einem bestimmten Umstand irrelevant, nämlich wenn die Überschreitung der Entgeltgrenze gelegentlich und unvorhersehbar ist. Beides trifft nun in Zeiten von Corona zu. Normalerweise gilt dies aber dann nur für drei Kalendermonate in einem 12-Monats-Zeitraum.

Die Zeitgrenzen wurden vom 1. März bis 31. Oktober 2020 bzw. 70 Arbeitstage auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Darüber hinaus darf die Verdienstgrenze von 450 € im genannten Zeitraum bis zu fünf Mal überschritten werden. Vorsicht ist geboten, wenn der Minijobber bereits in den vergangenen Monaten mehr verdient hat, beispielsweise wegen Urlaubsvertretung. Weitere Infos zur Anhebung der 450-Euro-Grenze bekommt ihr bei der Minijob-Zentrale.

weitere Quellen: Bundesfamilienministerium zur Anpassung beim Elterngeld

Sarah Plück
Das sagtSarah Plück:

Immerhin etwa...

Über den Kinderbonus habe ich mich ja schon des Öfteren ausgelassen... Kommen wir mal zu den guten Sachen: Die Änderungen hinsichtlich des Elterngeldes finde ich wirklich sinnvoll. Und auch das mit dem Mehrverdienst der Minijobber hört sich erst mal gut an, wenn es auch ziemlich bürokratisch wirkt.

Bildquelle: Gettyimages/evgenyatamanenko

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