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Gemeinsam durch die Krise: Diese drei Omas gründen eine WG

#stayhome

Gemeinsam durch die Krise: Diese drei Omas gründen eine WG

Wer gerade alleine wohnt, hat es nicht leicht: Um der völligen sozialen Isolation zu entgehen, haben drei Frauen aus Großbritannien nun eine Rentnerinnen-WG gegründet.

Bitte bleibt zuhause. Der Appell von Politik, Wissenschaft, Pflegekräften, Ärztinnen und Ärzten könnte eindringlicher nicht sein. Und auch wenn es nach wie vor einige unsolidarische und unbelehrbare Menschen gibt, die fröhlich in Grüppchen durch die Cafés ziehen, halten sich auch viele Menschen an die Bitte, zuhause zu bleiben. Nur so können wir schließlich die Verbreitung des Corona-Virus verlangsamen.

Vor allem für ältere Menschen ist die Situation nicht leicht: Rentnerinnen und Rentner gehören zur Risikogruppe und sollen am besten nicht mal zum Einkaufen vor die Tür treten. Der Kontakt zu den Enkelkindern ist ebenfalls gestrichen, denn bei Kindern zeigt das Virus manchmal gar keine Symptome. Dadurch können sie es ungeahnt weiterverbreiten. Vor allem die, die alleine leben, trifft die Isolation hart.

Gemeinsam statt einsam: Drei Omas gründen WG

In Großbritannien hat sich nun ein Senioren-Trio dafür entschieden, die Isolation gemeinsam zu überstehen und prompt eine Wohngemeinschaft gegründet. Doreen, Carol und Dotty heißen die drei Freundinnen, die sich schon seit mehr als 40 Jahren kennen. Ihre Kinder sind untereinander verheiratet und sie haben gemeinsame Enkelkinder, dadurch sei über die Jahre eine enge Freundschaft entstanden, berichteten sie im BBC-Frühstücksfernsehen.

Durch die starke Einschränkung des öffentlichen Lebens und den Rat, das Haus möglichst nicht zu verlassen, haben die drei Frauen in ihren 70ern beschlossen, ihre Freundschaft auf das nächste Level zu bringen. Bevor jede von ihnen alleine zuhause in Isolation sitzt, möchten sie diese lieber gemeinsam verbringen und eine Rentnerinnen-WG gründen. Im Interview mit der BBC wird offensichtlich, wie glücklich die drei über ihre Entscheidung sind: Vor der Webcam öffnen sie erstmal eine Flasche Wein (das einzige, das sie auf Vorrat gekauft haben), rufen sich lachend "Cheers" zu und wirken einfach ausgelassen und fröhlich.

Netflix-Abende in der Oma-WG

Aktuell diskutieren sie noch, in welches Haus sie ziehen sollen: "Wir sind gerade bei Carol, aber Dottys Haus hat einen wunderschönen großen Garten, was super zum fit bleiben ist: Einmal hin und her und wir sind alle! Ich habe keinen Garten, aber dafür habe ich mehr Zimmer, falls wir uns gegenseitig verärgern sollten, könnte das praktisch sein", denkt Doreen laut nach. Dann fällt ihr noch ein: "Und ich habe Netflix! Dann können wir "The Crown" schauen. Ich denke damit bin ich die Gewinnerin!"

Dem Zusammenleben in Isolation schauen die drei Freundinnen gelassen entgegen. Auch sonst verbringen sie viel Zeit miteinander, treffen sich seit Jahren zum Mittagessen und fahren gemeinsam in den Urlaub. Und sollte es doch zu Ärger kommen, hilft ja immer noch der Wein.

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

Die drei Frauen sind einfach wunderbar! Sie machen das beste aus der Situation und von dieser optimistischen Einstellung können wir uns alle gerade eine Scheibe abschneiden. Isolation heißt nicht, dass wir uns nicht zu zweit oder dritt zusammentun können, um die Zeit gemeinsam durchzustehen. Es heißt nur, dass wir in dieser Konstellation einige Zeit drinnen ausharren müssen und weitere soziale Kontakte in den digitalen Raum verschieben müssen. Ich wünsche den drei Freundinnen eine tolle gemeinsame Zeit!

Bildquelle: Unsplash/Tiago Muraro on

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