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Diese Hunde werden zu Corona-Schnüfflern ausgebildet

Diese Hunde werden zu Corona-Schnüfflern ausgebildet

Tierische Hilfe

Dass Hunde eine feine Nase haben und daher in der Polizeiarbeit als Spürhunde eingesetzt werden, ist ja allgemein bekannt. Dass sie sogar Krankheiten erschnüffeln können, wissen viele nicht. Jetzt bildet eine Initiative in Großbritannien sogar Hunde aus, die das Corona-Virus erkennen sollen und damit helfen würden, Infizierte schnell zu erkennen.

Wie Hunde Krankheiten erschnüffeln und bei der Früherkennung helfen

Die Wohltätigkeitsorganisation Medical Detection Dogs trainiert seit Jahren Hunde für den Einsatz als Bio-Spürhunde. Ein Hund kann über den Geruch eines Menschen oder den Geruch seines Urins erkennen, ob dieser an einer bestimmten Krankheit leidet. Erfolgreich wird dies schon genutzt bei Krankheiten wie Krebs oder Diabetes.

Die Organisation erforscht den Geruchssinn von Hunden und arbeitet mit Wissenschaftlern zusammen. Man will beweisen, dass jede Krankheit ihren spezifischen Geruch hat, den Hunde erkennen können. In Zusammenarbeit mit der London School of Hygiene sowie der Universität Durham wurde bereits erfolgreich bewiesen, dass Hunde sogar Malaria erschnüffeln können. Daher kam aus aktuellem Anlass die Idee, die Spürhunde ebenfalls im Kampf gegen das Corona-Virus einzusetzen und eine Früherkennung von Infizierten zu ermöglichen.

Wenn die Forschung erfolgreich ist, könnten wir am Ende der Epidemie COVID-19-Spürhunde an Flughäfen einsetzen, um Menschen, die das Virus in sich tragen, schnell zu identifizieren. Dies würde dazu beitragen, das Wiederauftreten der Krankheit zu verhindern, nachdem wir die gegenwärtige Epidemie unter Kontrolle gebracht haben

Professor Steve Lindsay, Universität Durham

Es sei das Ziel der Organisation, auch asymptomatische Personen (Menschen ohne Symptomen) untersuchen zu können und durch die Hunde schnell herauszufinden, ob ein Corona-Test nötig ist. Dadurch können Ressourcen gezielt eingesetzt werden und es könnten die Tests dort stattfinden, wo sie wirklich benötigt seien.

So könnten Corona-Hunde bald helfen, Infizierte zu finden

Die Organisation hat bereits angefangen, die Hunde zur Erkennung des Geruchs von Covid-19-Patienten auszubilden. Man wisse aus früheren Arbeiten, so Professor James Logan (Leiter der Abteilung für Krankheitsbekämpfung der London School of Hygiene), dass Hunde die Gerüche von Menschen mit Malaria ziemlich genau erkennen würden. Ebenso sei bekannt, dass eine Atemwegserkrankung wie Corona den Körpergeruch eines Menschen verändert, so dass ein Hund diesen Geruch speichern und später wieder finden wird.

Die Ausbildung der Hunde würde auf ähnliche Weise stattfinden, wie es auch bei Krankheiten wie Krebs, Parkinson oder bakteriellen Infektionen geschieht. Die Hunde erschnüffeln über mehrere Wochen in einem Trainingsraum an Geruchsproben und zeigen an, ob und wann sie den Geruch gefunden haben. Ein ausgebildeter Bio-Spürhund kann sogar eine subtile Veränderung einer Hauttemperatur erkennen und feststellen, ob eine Person Fieber hat.

Im Prinzip sind wir sicher, dass Hunde COVID-19 nachweisen könnten. Wir untersuchen nun, wie wir den Geruch des Virus sicher von Patienten auffangen und den Hunden präsentieren können.

Dr. Claire Gues, CEO und Mitbegründderin von Medical Detection Dogs

Wenn ein Spürhund einmal ausgebildet ist, dann könnten ihn die Wissenschaftler auch im öffentlichen Raum einsetzen, um Reisende zu identifizieren, die das Virus haben. Damit ist eine Früherkennung schneller möglich und es kann dazu beitragen, dass Infizierte schneller isoliert werden könnten.

Hunde sind echt toll

Ich finde es eine super Sache, dass Hunde so was können und man ihre feinen Nasen nutzt, um Krankheiten zu erkennen. Die Organisation arbeitet ehrenamtlich und ist auf Spenden angewiesen. Wer das unterstützen möchte, kann auf der Website spenden. Alles, was im Kampf gegen das Virus aktuell hilft, ist eine gute Sache.

Bildquelle: Getty Images/yanjf
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