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Alice Hasters Buch in der Schule - Twitteruser*innen machen es möglich

Rassismusdebatte

Alice Hasters Buch in der Schule - Twitteruser*innen machen es möglich

Auf Twitter zeigte sich einmal mehr, was möglich ist, wenn wir zusammen halten. Jetzt wurden Klassensätze eines Buches über Rassismus angeschafft, weil das Thema so wichtig ist.

Das Buch von Alice Hasters, "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten" bewegt seit Erscheinen die Gemüter. Die einen sind der Meinung es sei an der Zeit, dass weißen Menschen endlich klar wird, dass sie sich auch dann rassistisch verhalten können, wenn ihnen das vielleicht gar nicht bewusst ist. Den anderen geht das zu weit, sie fühlen sich zu Unrecht angegriffen.

Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten: aber wissen sollten

Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten: aber wissen sollten

Dieter Nuhr über Alice Hasters

Einer, der sich besonders angegriffen von diesem Buch fühlte, ist Dieter Nuhr. Der Mann erklärte in seiner Sendung "Nuhr im Ersten" in der ARD, dass ihn dieses Buch "vielleicht interessiert" hätte, aber: "Mir war der Titel ein bisschen zu rassistisch". Weiter behauptet Nuhr, dass das Buch in den USA ein "Riesenrenner" war. Stimmt nur nicht, das Buch ist dort (noch) gar nicht erschienen ist.

Entlarvenderweise zeigt sich bereits an der Stelle der Rassismus Nuhrs. Denn nur, weil die Autorin, der Nuhr übrigens "Scheinintellektualität" vorwirft, eine Person of colour ist, muss es sich um eine US-amerikanische Autorin handeln.

Alice Hasters als Schullektüre

Weil wir in Deutschland keine erfolgreichen People of colour haben, oder was? Nilz Bokelberg, auf Twitter als @Nilzenburger unterwegs, nahm die Sendung zum Anlass, sich gegen Rassismus zu engagieren und suchte eine Schulklasse, der er einen Klassensatz von Alice Hasters´ Buch schenken könnte. Das war gerade bei der Bundezentrale für politische Bildung als Paperback erschienen. Inzwischen ist es vergriffen, aber es wird wohl über eine mögliche Neuauflage gesprochen.

Andere User*innen schlossen sich an, insgesamt unterstützten 74 Patinnen und Paten die Aktion, es wurden am 14. November noch Schulen gesucht, die dieses Buch besprechen möchten. Und es ist wichtig, mit Jugendlichen über Rassismus zu sprechen. Damit sie, anders als Dieter Nuhr, erkennen, wenn sie sich rassistisch verhalten. Vor allem aber sich mit dem Thema auseinandersetzen und eine starke Haltung dazu entwickeln.

Fake Facts: Wie Verschwörungstheorien unser Denken bestimmen

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Tipp für Diskussionen

Für alle Interessierten: Die Bundeszentrale für politische Bildung hat in ihrer "info aktuell"- Reihe ein Heft über Verschwörungserzählungen im Programm. Das Heft zum Thema könnt ihr bei Bedarf kostenfrei bei der Bundeszentrale bestellen. Das wurde von Pia Lamberty geschrieben, der Co- Autorin von "Fake Facts". Wir sprachen mit Katharina Nocun über Verschwörungstheorien in der Familie.

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Meine Meinung

Dieses Video zeigt so deutlich, wieso es eben doch wichtig ist, über Rassismus zu reden. Wir müssen darüber auch immer wieder mit unseren Kindern sprechen und uns immer wieder vor Augen halten, dass auch wir vermutlich blinde Flecken haben. Und dann dagegen angehen.

Wie sprecht ihr zum Beispiel mit euren Kindern über Rassismus? Über unterschiedliche Hautfarben?

Bildquelle: getty images / iStock / Getty Images Plus / JimmyLung

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