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Herzerwärmend: 92-Jähriger färbt Ehefrau die Haare

Herzerwärmend: 92-Jähriger färbt Ehefrau die Haare

Gemeinsam alt

Die aktuellen sozialen Beschränkungen treffen ältere Menschen am härtesten. Denn sie sind auf viele Dienstleistungen, die jetzt schließen mussten, angewiesen und können sie nicht einfach selbst machen. Oder doch? Dieser alte Mann färbt seiner Ehefrau die Haare selbst.

Warum ein 92-Jähriger jetzt lernen muss, Haare zu färben

Diese Geste berührt unser Herz: Ein über 90-jähriger Mann steht hinter seiner Frau, die im Rollstuhl sitzt und färbt ihr zu Hause die Haare. Dabei geht er ganz behutsam und sorgfältig vor. Die Frau begutachtet sich genau im Spiegel und schaut, wie er es macht. Dabei hat er sicherlich noch nie im Leben die Haare selber färben müssen. Das verdient ganz viel Respekt und zeigt, dass Zuneigung und Hilfsbereitschaft in der Not keine Altersgrenzen kennt.

Selbst Hand anlegen in der Not

Da neben Bars, Café und Restaurants jetzt auch alle Friseure und Kosmetikstudios schließen mussten, fehlt vor allem den älteren Menschen eine ganz wichtige Hilfe im Alltag. Denn sie lassen sich beim Friseur nicht nur die Haare schneiden oder färben. Viele gehen sogar wöchentlich zum Haare waschen, weil sie es nicht mehr selbst können. Hübsch frisierte womöglich gefärbte Haare bedeuten außerdem nicht nur jungen Menschen sehr viel. Eine gut gemachte Frisur sorgt dafür, dass man sich wohl fühlt und einen guten Eindruck macht. Dieser Wunsch hört im Alter nicht plötzlich auf, sondern gehört essentiell dazu. Daher ist es so bemerkenswert, dass dieser Mann seiner Frau diesen Wunsch erfüllt. Denn er weiß, wie wichtig das für ihr psychisches Wohlbefinden ist und dafür gibt er noch in diesem hohen Alter wirklich alles.

Füreinander da auch in der Krise

Welch ein Glück dieses Paar hat, sich in diesem Alter noch zu haben und füreinander da sein zu können. So eine lang währende Beziehung wünschen wir uns doch alle, in der man sich gegenseitig noch bis ins hohe Alter helfen und unterstützen kann. Wenn der Partner plötzlich nicht mehr da ist, fallen viele Senioren in ein tiefes Loch der Vereinsamung. Die psychische Belastung von Einsamkeit wiegt fast so stark wie physische Beschwerden, wenn der Körper nicht mehr mitmacht. Dieses Paar kann glücklicher Weise miteinander sprechen und sich Wärme schenken.

Der Friseurbesuch ersetzt für einige Ältere diese fehlende Nähe zum Partner ein klein wenig und hat neben der praktischen Funktion eine ganz starke soziale Komponente: Man kennt sich untereinander und tauscht sich womöglich wöchentlichen aus. Für manche Menschen ist dies mitunter die einzige Möglichkeit zu einem Gespräch, die in der Corona-Krise jetzt leider weg fällt. Daher bleibt zu hoffen, dass sich das über kurz oder lang wieder ändert.

Rührend

Mit meinem Partner so alt werden zu können, wäre wirklich ein Privileg. Leider ist das vielen nicht mehr vergönnt. Umso schöner, dass diese beiden einander noch haben. Für ältere Menschen ist es jetzt besonders hart. Sie sind nicht nur gesundheitlich am stärksten betroffen, sondern auch sozial. Das wiegt viel schwerer, als wir uns vorstellen mögen. Daher kann man nur wünschen, dass die soziale Distanz und die gesellschaftlichen Beschränkungen über kurz oder lang wieder gelockert werden. Aktuell ist dies nicht absehbar.

Bildquelle: Getty Images/Wavebreakmedia
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