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Lockerungen: Und was ist mit der Kita und den Schulen?

Mehr Notbetreuung

Lockerungen: Und was ist mit der Kita und den Schulen?

Lockerungen wurden besprochen, in der heutigen Pressekonferenz (6.5.2020) der Bundesregierung. Die Fußballbundesliga darf ab Mitte Mai in die zweite Halbzeit starten, Hotels und Restaurants schrittweise öffnen. Aber was ist mit den Kitas und Schulen?

Es gab viel zu besprechen auf der Pressekonferenz. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der erste Bürgermeister Hamburgs Peter Tschentscher erklärten die neuen Lockerungen.

Lockerungen mit Bedacht

"Wir öffnen mit Bedacht", sagte Markus Söder. Und die Öffnung soll, so Söder, alle Bereiche des Lebens betreffen. So dürfen sich nun auch zwei Hausstände treffen, statt wie bisher nur eine Person aus einem anderen Haushalt. Allerdings gilt die Kontakteinschränkung weiterhin.

Weiterhin keine Besuche bei den Großeltern

Die Bundeskanzlerin wies auf Nachfrage auch nochmal darauf hin, dass Besuche zwischen Enkeln und Großeltern weiterhin keine gute Idee sind, im Sinne der Risikogruppen. Generell sollten jung und alt auch weiterhin keinen direkten Kontakt miteinander haben. Das gilt auch für Altenheime, hier soll nur eine feste Person den Kontakt zu den Senioren halten.

Lockerungen bei Kita und Schule

Was Eltern aber sicher am meisten interessiert, ist die Frage nach Lockerungen im Bereich der Schulen und Kitas. Dieses Thema war, mal wieder, eher eine Randnotiz. Es gab verschiedene Vorschläge, geeinigt hat sich die Regierung letztlich darauf, das Notbetreuungsangebot weiter auszubauen. Grundsätzlich seien die weiteren Schritte diesbezüglich aber Ländersache und jedes Bundesland darf anders handeln. Die Einhaltung von Abstands- und Hygienemaßnahmen ist dringend erforderlich, die Träger müssen entsprechende Konzepte vorlegen, bevor die Betreuung oder der Unterricht fortgesetzt wird.

Ausweitung der Notbetreuung

Markus Söder stellte den Plan für Bayern vor. Hier ist angedacht, dass 50% aller Kinder noch vor Pfingsten in die Notbetreuung gehen können. Es wird außerdem eine Maskenpflicht an den Schulen geben, die aber nur in den Pausenzeiten und nicht während des Unterrichts gilt. Der bayrische Ministerpräsident wandte sich an die Eltern und erklärte, dass dieses Schuljahr nicht als ein "verlorenes Schuljahr" betrachtet werden soll.

Corona-Lockerungen im Überblick

  • Besuchsregeln für Kliniken, Alten- und Pflegeheime werden gelockert, wiederkehrende Besuche einer festen Bezugsperson werden möglich
  • Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen, die Beschränkung auf 800qm entfällt
  • Freizeit- und Breitensport ist unter freiem Himmel wieder erlaubt, es gelten aber bestimmte Auflagen
  • Die Fußballbundesliga startet in der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen
  • Eigenverantwortung bei den Öffnungen von Gastronomie und Hotels: Jedes Bundesland darf über diese Öffnungen eigenverantwortlich entscheiden
  • Es gibt eine Obergrenze für Infektionen: Gibt es in einer Region mehr als 50 Neuinfektionen mit Covid-19 pro 100.000 Einwohner, müssen sofort konsequente Einschränkungen in dieser Region erfolgen. Auf Nachfrage erklärte Angela Merkel, dass sie darauf vertraue, dass die Kommunen und Städte hier verantwortlich handeln.
  • Die neuen Lockerungen gelten, unter oben genanntem Vorbehalt, bis zum 5. Juni 2020

Rückkehr in die Normalität?

Die Lockerungen versprechen ein wenig Normalität und Rückkehr in den gewohnten Alltag. Gleichzeitig bleiben wohl gerade bei vielen Eltern viele Fragezeichen. Da nun jedes Bundesland einzeln für die Umsetzungen der Lockerungen zuständig ist und keine einheitlichen Regeln mehr gelten, kann es passieren, dass es noch eine ganze Weile dauert, bis Kita- und Schulbetrieb wirklich wieder anlaufen. Zumal nach wie vor nur die Rede von einer Notbetreuung ist. Wer diese wie in Anspruch nehmen kann, erfahrt ihr vermutlich nur direkt bei eurem Träger.

 

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Mein Fazit

Tja, was ist denn nun? Ich bin irgendwie nicht viel schlauer als vorher. Mir geht es ehrlich gesagt auch ein bißchen schnell, so von jetzt auf gleich. Wenn nun in Bayern noch vor Pfingsten wieder 50% aller Kinder in der Notbetreuung sein sollen, dann ist das zunächst mal interessant. Wonach werden diese 50% ausgesucht? Und was bedeutet Notbetreuung dann genau? Da ich in Berlin wohne, bleibt mir momentan nur das Abwarten, wie sich die Situation hier entwickelt.

Bildquelle: getty images / Imgorthand

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