Mogelpackung des Jahres: Mirácoli und Hipp sind die traurigen Gewinner

Ausgetrickst!

Mogelpackung des Jahres: Mirácoli und Hipp sind die traurigen Gewinner

Die Verbraucherzentrale Hamburg zeigt die Ergebnisse seiner Abstimmung zur Mogelpackung des Jahres 2019. Unfassbar, wie die Industrie uns Konsumenten an der Nase herumführt. Seht selbst, wie große Marken schummeln.

Okay, heute muss es schnell gehen in der Küche. Die Kinder sind übermüdet, die Eltern ebenfalls – wie gut, dass als Notlösung noch eine Packung Mirácoli im Vorratsschrank steht. Dann mal los mit Essen vorbereiten. Was? Warum fehlt denn die Käsepackung? Spinnen die? Das war gar nicht auf der Packung vermerkt. Auch das noch: Der Anteil der Nudelsoße und der Würzmischung ist ebenfalls geschrumpft, der Preis ist aber geblieben. Was läuft denn hier bitte ab?

Ganz einfach: Mirácoli-Hersteller Mars hat die Käufer heimlich hintergangen. Total dreist wird der Käse weggelassen, ohne ein Wort darüber zu verlieren. Deswegen landet das Spaghetti-Fertiggericht auch auf dem ersten Platz bei der Wahl zur "Mogelpackung des Jahres", die jährlich von der Verbraucherzentrale Hamburg durchgeführt wird.

Ergebnis der Abstimmung zur Mogelpackung des Jahres

Neben den Mirácoli-Nudeln gab es noch vier weitere Produkte, die ebenfalls als mögliche "Mogelpackung des Jahres 2019" zur Wahl standen. Ganz knapp hinter Mirácoli (15.749 Stimmen/36,6 Prozent) landet der 100 % Bio Direktsaft Karotte von Hipp (13.934 Stimmen/32,4 Prozent). Der Preis desGetränks hat sich verdoppelt, die Menge ist aber geblieben. Unfassbar! Auf Rang Drei folgt Rama "Unser Meisterstück" von Upfield (6.329 Stimmen/14,7 Prozent) mit derselben Masche: weniger Inhalt, gleicher Preis. Die Schokolade "Darkmilk" von Milka (3.723 Stimmen/8,6 Prozent) sieht aus wie eine 100 g-Tafel, enthält aber nur 85 g, kostest aber trotzdem genauso viel wie eine normale Tafel. Platz Vier für die Schokoschummelei. Die Cerealien "Frosties" von Kellogg auf Platz Fünf (3.309 Stimmen/7,7 Prozent) gehen auch den klassischen Betrugsweg: weniger Füllmenge, Preis und Kartongröße jedoch unverändert.

Das ist wirklich ein ganz großer Mist. Wie können wir als Endverbraucher darauf reagieren? Die Verbraucher Zentrale Hamburg rät dazu: "Neben versteckten Preiserhöhungen ärgern sich viele Menschen vor allem über Verpackungen mit viel Luft und wenig Inhalt, die die Umwelt belasten. Wenn Sie der Mogeleien überdrüssig sind, sollten Sie Politik mit dem Einkaufszettel machen. Nur wenn wir alle die Produkte im Regal liegen lassen, über die wir uns ärgern, kommen die Unternehmen vielleicht endlich zur Besinnung!"

Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg 

 

Yao Fordemann
Das sagtYao Fordemann:

Mein Fazit

Ich will hier nicht meine Wut im Wortlaut loswerden, schließlich sind wir eine Familienseite, aber das ist echt #+?&%§!!! Da hilft wirklich nur boykottieren, links liegen lassen und mit wachen Augen den Einkauf erledigen. Ich bin dann mal im Supermarkt ...

Bildquelle: AaronAmat/iStock/Getty Images Plus

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