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Mundschutz-Pflicht: Hier darfst du nur noch mit Mundschutz einkaufen

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Mundschutz-Pflicht: Hier darfst du nur noch mit Mundschutz einkaufen

Als erste deutsche Stadt hat Jena eine Mundschutz-Pflicht eingeführt. Was das bedeutet und wie es mit der Regelung in anderen Städten aussieht.

Ohne einen Mundschutz kommt ihr ab nächstem Montag (06. April 2020) nicht mehr in den Supermarkt – zumindest, wenn ihr in Jena wohnt. Die 111.000 Einwohner starke Stadt beschloss heute morgen, eine Mundschutz-Pflicht einzuführen, um die Ausbreitung von Covid-19 weiter einzudämmen. Damit schließt sich die Thüringer Stadt Österreich an, wo die Pflicht zum Mundschutz bereits am Montag verabschiedet wurde.

Jena ist bisher die erste deutsche Stadt, in er eine Mundschutz-Pflicht kommen wird. Vermutlich wird es aber nicht dabei bleiben. Politikerinnen und Politiker rufen die Bevölkerung in den sozialen Medien dazu auf, im öffentlichen Raum eine Maske aufzusetzen. So verlinkte der Thüringer Ministerpresident Bodo Ramelow in seinem Tweet gleich eine Anleitung zum Masten selber nähen.

Auch Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, posiert auf Twitter mit einer Maske. Er hatte kurz vorher noch ordentlich Häme abbekommen, als er bei einem Pressetermin einen Mundschutz trug – nur leider nicht richtig. Er hatte sie nur über den Mund, nicht über die Nase gezogen. Bei Twitter zeigter er nun, wie es richtig geht.

Mundschutz-Pflicht: Diese Masken sind erlaubt

Da Mundschutz zur Mangelware geworden ist und selbst Krankenhäuser und andere Pflegeeinrichtungen kaum noch an die Masken rankommen, ist es in Jena aber auch erlaubt, eine Mundschutz-Alternative zu tragen: Neben Masken werden auch Tücher oder Schals akzeptiert. Wichtig ist nur, dass sie beides, Mund und Nase, abdecken. Am besten sei es aber, sich selbst und für andere Masken zu nähen. Wie das geht, liest du hier:

Was bringt der Mundschutz?

Der Mundschutz hat gleich zwei wichtige Funktionen: Auf der einen Seite verbreiten wir selbst weniger Viren, falls wir welche in uns tragen. Da die Inkubationszeit beim Corona-Virus bis zu 14 Tage dauern kann, wissen wir oft gar nicht, dass wir infiziert sind. Wer eine Maske trägt, kann mit dem Mundschutz wenigstens einen Teil der Krankheitserreger abfangen. Speicheltröpfchen, die beim Niesen oder Sprechen in der Umgebung verteilt werden, bleiben – zumindest zu einem Großteil – in der Maske hängen.

Dazu schützt uns die Maske aber auch selbst: Oft merken wir es gar nicht, wie oft wir uns am Tag ins Gesicht fassen. Sei es eine juckende Nase oder auch einfach beim Gähnen. Durch die Maske schützen wir unsere Schleimhäute wenigstens ein bisschen mehr.

Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Mein Fazit

Ich finde eine Mundschutz-Pflicht nicht verkehrt. Wie sinnvoll sie genau ist, lässt sich schwer einschätzen, aber alles, was uns gerade in irgendeiner Form dabei helfen kann, das Virus einzudämmen, ist wichtig. Niemandem wird es schaden, einen Mundschutz aufzusetzen. Der beste Schutz ist und bleibt aber natürlich nur eines: Zuhause bleiben.

Bildquelle: Pexels/Anna Shvets

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