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Playmobil bringt Mundschutz heraus und verärgert damit Eltern

Spielzeug?

Playmobil bringt Mundschutz heraus und verärgert damit Eltern

Was sich anhört wie ein Aprilscherz, ist gar keiner: Playmobil verkauft tatsächlich seit kurzem Mundschutz, den man wieder verwenden kann. Doch dieser ist gar nicht für Kinder geeignet. Was denkt sich der Spielzeughersteller dabei?

Atemschutzmasken für alle

Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, gibt es die Empfehlung Atemschutzmasken zu tragen. Denn ein Virus überträgt sich durch Tröpfcheninfektion. Eine allgemeine Maskenpflicht gibt es nicht, doch die Bundesregierung empfiehlt, im Alltag, in den öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen zum Schutz der anderen, einen Atemschutz zu tragen.

Masken sind aktuell mehr als knapp. Im medizinischen Bereich wird dringend Nachschub benötigt, der bisher nur in Asien hergestellt wird. Doch aufgrund des Corona-Virus ist man dort auch im Produktionsrückstand. Da aber auch im privaten Bereich die Nachfrage so hoch ist, engagieren sich daher viele Firmen in der Maskenproduktion bzw. nähen eigene Masken. Da hat sich wohl auch der bayerische Spielzeughersteller gedacht, dass er hier helfen will, und bringt eine eigene Kunststoff-Atemschutzmaske auf den Markt.

Playmobil engagiert sich in der Corona-Hilfe

Seit dieser Woche kann man die Maske im Online-Shop von Playmobil für 4,99 € erwerben. Sie besteht aus einem wiederverwendbaren recycelbaren Kunststoff und kann mittels zweier Gummibänder über die Ohren gezogen werden. Im vorderen Bereich der Maske befindet sich ein Atemfilter im typischen Playmobildesign, der abgenommen werden kann. Dort legt man vor der Benutzung ein Taschentuch als Filterelement ein, das man täglich wechseln muss. Zum Kauf erhält man pro Maske zehn Filtertücher inklusive. Fraglich ist jedoch: Wie bequem ist die Maske aus hartem Kunststoff? Und wie gut schützt sie den Träger wirklich? Kann sie auch nicht verrutschen? Auch das Tragegefühl gegenüber einer Stoffmaske ist fraglich. Eine kreative Idee ist das in jedem Fall und tolle Initiative von Playmobil, sich hier zu engagieren. Denn 1 € von jeder verkauften Maske wird an den Corona-Nothilfefond vom Deutschen Roten Kreuz gespendet. Das ist eine gute Sache. Doch hat sie Erfolg?

Darum gehen die Eltern auf die Barrikaden

Im Online-Shop von Playmobil herrscht seit gestern Hochbetrieben. Die Masken werden scheinbar stark nachgefragt. Doch eines regt die Eltern richtig auf: Die Masken sind kein Spielzeug und ausdrücklich nicht für Kinder gedacht. Dies wurde scheinbar zunächst nicht so klar kommuniziert bzw. erwarteten Eltern von einem Spielzeughersteller etwas anderes. Doch Playmobil legte mittlerweile aufgrund der vielen Facebook-Beschwerden nach und entwickelt auch eine Schutzmaske für Kinder. Diese soll bald in den Handel kommen, denn viele Eltern fragen explizit danach. Vielleicht sehen wir bald ganz viele Kinder mit Playmobilmasken durch die Stadt laufen.

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Katja Nauck
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Playmobil-Mundschutz?

Ich weiß nicht, ob ich selbst einen solchen Kunststoffmundschutz tragen würde. Man müsste ausprobieren, ob er wirklich so bequem ist wie ein Tuch, das sich richtig anschmiegt und auch eine gewisse Sicherheit bietet. Die Idee dahinter, kann man echt loben, wenn es denn Playmobil wirklich um den Schutz geht und nicht nur um eine gelungen PR-Aktion. Eine Atemschutzmaske ist kein Spielzeug und sollte nicht als Solches verharmlost werden. Ich bin gespannt, aus welchem Material Playmobil die Kindermaske entwickelt. Das werden wir uns definitiv ansehen und hier darüber berichten!

Bildquelle: Getty Images/FamVeld (Symbolbild)

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