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Ferienzeit: Das passiert, wenn ihr im Urlaub an Covid-19 erkrankt

Wichtige Tipps

Ferienzeit: Das passiert, wenn ihr im Urlaub an Covid-19 erkrankt

Unsere liebsten Urlaubsländer haben ihre Türen wieder geöffnet und das Reisen hat begonnen. Doch Entwarnung gibt es noch nicht, denn das Coronavirus reist häufig mit und kann euch auch im Urlaubsland begegnen. Daher solltet ihr vorher einmal überlegen, wie ihr versichert seid und bedenken, welche Schritte ihr gehen müsstet, wenn ihr oder eure Kinder während der Reise schwer erkranken.

Bereitet euch gut auf die Reise vor

Im Urlaub besteht aktuell immer noch die Gefahr, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Daher solltet ihr euch vorher einmal beim auswärtigen Amt erkundigen, wie die Lage in eurem Urlaubsland aktuell aussieht und was ihr zu den Corona-Regeln in Spanien, Italien und Co. wissen müsst. Dann seid ihr schon einmal gut vorbereitet. Mundschutz-Pflicht herrscht nicht überall. Jedes Land regelt das unterschiedlich. Teilweise werden bestimmte Veranstaltungen oder Aktionen abgesagt oder nur eingeschränkt angeboten.

Hier solltet ihr euren Reiseveranstalter kontaktieren oder genau im Hotel oder bei eurem Anbieter nachfragen, was angeboten wird. Zudem verschärfen manche Länder aktuell auch wieder die Einreisebedingungen und fordern bestimmte Daten ab, um genau zu wissen wer einreist. Auch hier fragt ihr am besten beim Veranstalter nach, was ihr vor Reiseantritt ausfüllen oder beim Ankunft im Urlaubsland wissen müsst.

So seid ihr im Urlaub abgesichert

Die normale gesetzliche Krankenversicherung zahlt im Urlaub im akuten Krankheitsfall oder bei einem Unfall nur ärztliche Behandlungen innerhalb der EU. Wenn ihr also ins außereuropäische Ausland reist, müsst ihr bei einem Arztbesuch, in der Notaufnahme oder bei stationärer Aufnahme in eine Klinik die Kosten ggf. selbst tragen. Es sei denn es gibt für das jeweilige Land ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland. Dann könntet ihr bei bestimmten Leistungen Zuschüsse erhalten. Doch es kann sein, dass ihr zunächst erst einmal zahlen müsst und euch die Kosten anteilig dann im Nachhinein bei eurer Kasse zurück holen könnt. Dazu ruft ihr am besten einmal vorher bei eurer Krankenkasse an, damit ihr dies vorab schon klärt.

Lohnt sich eine Auslandskrankenversicherung?

Im Nicht-EU-Ausland müsstet ihr ohne Auslandskrankenversicherung diese Kosten selbst tragen. Daher lohnt es sich in bestimmten Regionen vorher eine Auslandskrankenversicherung oder Reiseversicherung abzuschließen. Diese könnt ihr auch lediglich für einen bestimmte Reise oder für ein Jahr buchen und sie lässt sich auch noch wenige Tage vor der Reise abschließen.

Doch ihr müsst unbedingt schauen, welche Kosten von der Versicherung gedeckt werden. Nicht in jedem Vertrag sind auch alle Behandlungs-, Bergungs- und Rücktransportkosten enthalten. Hier gibt es große Unterschiede. Es ist daher etwas mühsam, aber unabdingbar, die Versicherungsleistungen in den Versicherungsbedingungen genau zu prüfen.

Wer eine Kreditkarte hat oder Mitglied in einem Autoclub ist, sollte auch diese Verträge und Konditionen prüfen, weil hier oft eine Reisekrankenversicherung inkludiert ist.

ARAG Versicherungsexperten

 

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Wer zahlt die Kosten für eine Behandlung aufgrund des Coronavirus?

Diese Kosten würden von einer Auslandsreisekrankenversicherung abgedeckt. Sie würde den Test und alle weiteren Behandlungen, auch die stationäre Aufnahme, zahlen. Man sollte sich laut der Experten der ARAG-Versicherung jedoch vorher informieren, ob es eventuell eine Reisewarnung für das Land gibt, in das man reisen will. Dann könnte es sein, dass die Kosten nicht übernommen werden. Daher ist es aktuell wichtig, sich vor der Reise unbedingt genau zu informieren, damit man vor Ort nicht vollkommen überrascht ist.

Wie geht es bei einer Coronaerkrankung im Urlaub weiter?

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass sie Urlauber diesmal nicht in einer großen Aktion zurückholen wird, wie das bereits im März und April passiert ist. Wenn es also eine erneute Reisewarnung für das Urlaubsland gibt, in das man fliegt, sollte man schnell zurückfliegen. Zunächst solltet ihr also euren Coronaverdacht durch einen Test im Urlaubsort bestätigen lassen und euch in häusliche Quarantäne begeben. Dann müsst ihr euch bei eurem Reiseveranstalter oder der Airline melden und schauen, dass ihr die Rückreise trotz Corona antreten könnt.

Eine Garantie gibt es nicht dafür, dass ein erkrankter Passagier befördert werden muss. Die Airline kann dies aus bestimmten Gründen verweigern. Ihr solltet in so einem Fall die Auslandsvertretungen der Bundesregierung konsultieren, die euch in akuten Notfällen unterstützen. Ggf. müsst ihr im Urlaubsland in der Quarantäne abwarten, bis ihr wieder gesund seid und fliegen dürft.

Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Bereitet euch gut vor

Normalerweise sollte man sich im Urlaub entspannen und sich vorher einfach freuen. Doch diesmal kann ich euch nur empfehlen: Erkundigt euch genau, wie die Lage dort ist, wo ihr hinfliegt. So könnt ihr für euch und eure Familie unschöne Begebenheiten vermeiden und wisst, was euch im Krankheitsfall erwarten wird.

Auf die genaue Situation oder Unwägbarkeiten kann man sich natürlich nie vollkommen vorbereiten. Doch damit ihr euren Urlaub halbwegs genießen könnt, hilft es, vorher einmal zu klären, wie ihr im Notfall abgesichert seid und wie die Coronasituation in eurem Urlaubsland aktuell aussieht.

Eine gewisse Vorsicht an den Tag zu legen, kann außerdem auch nicht schaden. Die Abstandsregeln gelten nach wie vor und ihr solltet vielleicht allzu große Menschenansammlungen meiden. Denn es geht letztlich um die Sicherheit und Gesundheit eurer Familie und damit von uns allen.

Bildquelle: Getty Images/Imgorthand

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