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Herbstferien & Corona: Das solltet ihr wissen, wenn ihr mit der Familie verreisen wollt

Corona-Regeln

Herbstferien & Corona: Das solltet ihr wissen, wenn ihr mit der Familie verreisen wollt

Schüler in Hamburg und Hessen haben bereits Herbstferien. In anderen Bundesländern geht es nächste oder übernächste Woche los. Aber seit gestern gilt ein neues Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten. Diese neue Corona-Regeln solltet ihr bei eurem Urlaub im Herbst unbedingt beachten.

Wenn ihr aus bestimmten Gebieten kommt, dürft ihr nicht mehr in Hotels übernachten

Um die jetzt sprunghaft angestiegenen Infektionszahlen im Herbst in den Griff zu bekommen, wurde gestern von mehreren Bundesländern ein Beherbergungsverbot beschlossen. Das bedeutet für euch: Wenn ihr aus einer dieser Risikogebiete kommt, dürfen Hotels, Ferienwohnungen, Jugendherbergen und auch Anbieter wie Air B'nB eure Buchung ablehnen. Betreiber, die dagegen verstoßen, müssen mit Bußgeldern rechnen.

Lediglich das private Reisen und Wohnen ist erlaubt. Ihr könnt also befreundete Familien besuchen, sowie Oma und Opa, oder andere Verwandet, wenn ihr in den Herbstferien trotz Corona bei diesen zu Hause übernachten dürft.

Diese innerdeutschen Regionen wurden aktuell zum Risikogebiet erklärt

Die Bewertung der Risikogebiete kann sich täglich ändern und es können jederzeit weitere hinzukommen. Eine Region wird vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt, sobald mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gezählt werden. Wenn ihr aus einer der folgenden Regionen kommt und innerhalb Deutschlands eine Übernachtung für die Herbstferien gebucht habt, wird diese storniert werden müssen.

Aktuell handelt es sich um folgende Gebiete:

  • Berlin: Mitte, Neukölln, Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg
  • Bremen
  • Esslingen
  • Vechta

Alle Familien, die aus dieser Region kommen, dürfen vorerst nicht mehr beherbergt werden. Möglich ist das nur, wenn ihr einen Corona-Test vorlegt, der nicht älter als 48 Stunden ist. Sollte eure Reise also schon dieses Wochenende starten, kann es sehr schwierig werden.

Bekommen wir für unsere Buchungen unser Geld zurück?

In der Regel gilt bei einer solchen Ausnahme aufgrund einer allgemeinen Pandemie-Situation ein gesondertes Stornorecht. Der Rechtsexperte der ARAG, Tobias Klingelhöfer, erwähnt, dass das Hotel oder die Ferienzimmervermittlung i.d.R. die Buchung in so einem Sonderfall kostenlos storniert: "Sobald ein Hotel aufgrund dieses Corona-bedingten Beherbergungsverbotes einen Gast nicht mehr aufnehmen darf, kann die Buchung kostenlos storniert werden."

Auch wenn es sich um eine Pauschalreise handelt, macht ein Beherbergungs- oder Einreiseverbot die Reise unmöglich. Dann handelt es sich um unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände, bei denen ein kostenfreier Rücktritt von der Reise möglich ist. Sind Anreise und Unterbringung hingegen möglich, selbst wenn es unter Quarantäne-Bedingungen wäre, müssen Urlauber in diesem Fall zahlen.

Tobias Klingelhöfer, ARAG

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Herbstferien & Corona: 14 Tage Quarantäne nach Reise aus innerdeutschen Risikogebiete

Wenn ihr eine Übernachtung in einem der obigen Risikogebiete gebucht habt, könnt ihr die Reise antreten. Dann gilt jedoch wahrscheinlich bei eurer Rückkehr eine Quarantäne für 14 Tage. Dies gilt auch nur bei touristischen Reisen in Hotels und Ferienapartments, nicht für Privatbesuche bei Freunden oder der Familie. Geeinigt haben sich gestern 11 Bundesländer auf dieses Vorgehen.

Doch einzelne Ländern wie Thüringen, Bremen, Niedersachen und Mecklenburg-Vorpommern gehen eigene Wege. Berlin möchte sogar ein Übernachtungsverbot für Reisende aus deutschen Corona-Gebieten einführen. Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen und es kann auch hier zu weiteren veränderten Entscheidungen kommen, wenn die Lage sich nicht entspannt.

Quelle: ARAG, tagesschau.de, RKI

Katja Nauck
Das sagtKatja Nauck:

Äußerst unübersichtlich

Das sind keine schönen Neuigkeiten für die Herbstferien. Leider ist die Situation und Regelung der einzelnen Bundesländern sehr unübersichtlich. Zumal die Bewertung der Risikogebiete sich auch täglich ändern kann. Daher solltet ihr vor einer geplanten Reise immer nochmal beim RKI nachschauen, ob ihr überhaupt ohne Einschränkung verreisen dürft.

Euer Geld bekommt ihr in jedem Falle für gezahlte Buchungen zurück. Vielleicht kennt ihr ja eine befreundete Familie in der Nähe eures Urlaubsorts, die euch ein paar Tage aufnehmen würde. Private Besuche und Reisen sind ja weiterhin möglich.

Bildquelle: Getty Images/ljubaphoto

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