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So geht Inklusion: Puppen mit Behinderungen

Gern mehr davon!

So geht Inklusion: Puppen mit Behinderungen

Inklusion fehlt bei Spielzeug oft. Gerade Puppen sehen mehr oder weniger gleich aus. Mit heller oder dunkler Haut, verschiedenen Haarfarben, für Mädchen oder Jungs. Was es kaum gibt: Puppen, die Behinderungen haben.

Inklusion ist für alle

Amy Jandrisevits macht sich für Inklusion der besonderen Art stark. Die ehemalige Sozialarbeiterin hat mit "A Doll Like Me" eine Firma gegründet, die Puppen produziert, die Kinder mit Behinderungen glücklich macht. Und eigentlich alle anderen auch, denn es ist ja nicht entscheidend, dass nur Kinder, die selbst eine Behinderung haben, eine solche Puppe bekommen.

Spielzeug formt Kinderwelten

Die Idee war für Amy eher ein persönliches Anliegen, als eine Geschäftsidee. Ihr war klar: Das Spielzeug mit dem Kinder spielen, das formt ihre Welt. Und es bestimmt, wie Kinder die Welt sehen. Wenn sie sich aber nicht repräsentiert fühlen, wenn sie keine einbeinigen Puppen oder Puppen finden, die ihnen ähnlich sehen, dann bekommen sie das Gefühl, sie wären anders als die anderen und kein Teil der Gesellschaft.

Puppen für alle

Amy Jandrisevits möchte Puppen für alle Kinder machen, für die, die im Rollstuhl sitzen, für die, die nur einen Arm haben, für Kinder mit Narben oder Trisomie 21. Alle Kinder sollen sich repräsentiert fühlen und eine*n kuschelige*n Freund*in haben, mit dem sie Sorgen und Nöte aber auch ganz viel Lebensfreude teilen.

Inklusion beim Spielzeug fehlt

Amy hat Erfahrungen mit Kindern, die eine Behinderung haben. Sie hat früher Kindern mit Krebserkrankungen geholfen, sich in ihren neuen Leben mit fehlenden Gliedmaßen zurecht zu finden. Das Problem schon damals: Es gab keine Puppen, mit denen Amy arbeiten konnte. Weil es kein Spielzeug gibt, das Behinderungen abbildet.

Eine Puppe nach Maß

Bei "A Doll like Me" geht es darum, dass die Puppen am Ende genauso aussehen sollen, wie die Kinder, die sie bekommen. Amy näht sie zuhause nach einem Foto, dass die Eltern ihr zuschicken. Inzwischen verteilt sie, unterstützt von Spender*innen, die Puppen auch in Krankenhäusern. Damit alle Kinder eine Puppe bekommen, die so aussieht wie sie. Und so aller Welt zeigen können: Wir sind alle Teil der Gesellschaft und es ist schön, dass wir da sind.

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Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Mein Fazit

Es ist wichtig, dass Spielzeug Gesellschaft wie sie ist abbildet. In all ihrer Vielfalt. Kinder erklären sich über Bücher und Spielzeug ihre Welt. Und da ist noch soviel Luft nach oben, fern von rosa und blau und vermeintlichen Jungs- oder Mädchenkram. Unsere Gesellschaft ist zum Glück so herrlich bunt, das Spielzeug unserer Kinder sollte es auch sein.

Bildquelle: getty images / EVAfotografie

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