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Stand Up Paddling mit Kindern: Vor diesen Fehlern warnt die DLRG

S.O.S. beim SUP

Stand Up Paddling mit Kindern: Vor diesen Fehlern warnt die DLRG

Statt dem geplanten Familienurlaub lockt uns dieses Jahr ein neues Hobby ans Wasser: Stand Up Paddling. Am besten mit der ganzen Familie, weil’s zusammen mehr Spaß macht. Damit am Ende wieder alle sicher am Ufer landen, gibt’s beim Stand Up Paddling mit Kindern ein paar wichtige Regeln, die ihr unbedingt beachten solltet.

Wir haben mit Klaus-Peter Hentschel von der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.) Bonn gesprochen, der erklärt, worauf es beim Stand Up Paddling mit Kindern ankommt und welche Fehler man vermeiden sollte, um Unfälle zu verhindern.

Das rät die DLRG zum SUP mit Kindern: Safety first!

Wasserrettungsexperte Klaus-Peter Hentschel, Bezirksleiter der DLRG Bonn, erklärt: „Ein SUP ist nach der Definition ein muskelbetriebenes Kleinfahrzeug und daher vergleichbar mit einem Kanu. Das SUP muss nicht registriert sein, ein Bootsführerschein ist ebenfalls nicht erforderlich.“ Okay, Paddeln gehen darf also grundsätzlich jeder.

Stand Up Paddling Familie
S.O.S.: Diese Familie paddelt ohne Schwimmwesten und Sonnenschutz

Damit beim Stand Up Paddling mit Kindern allerdings höchstens ihr selbst, nicht aber die Sicherheit baden geht, gibt es ein paar wichtige Paddel-Regeln, die ihr unbedingt beachten solltet:

  • Regel Nr. 1: Das SUP-Board ist keine Schwimmhilfe! Wer zum Stand Up Paddling Kinder mitnimmt, sollte nicht nur unbedingt mit einer Schwimmweste für die richtige Alters- und Gewichtsklasse ausgestattet sein, euer Kind sollte außerdem Schwimmer sein. Experten empfehlen ein Mindestalter von etwa 7-8 Jahren. Nichtschwimmer sollten allenfalls im flachen Wasser erste Paddelversuche wagen. Besser ist es, zu warten bis die Kinder sicher schwimmen können!
  • Regel Nr. 2: Die richtige Bekleidung für Kinder. Wenn das Wasser noch kühl ist, sorgt ein Neoprenanzug dafür, dass Kinder nicht unterkühlen. Das geht schneller als bei Erwachsenen, zumal Kinder beim Stand Up Paddling öfters ins Wasser plumpsen oder springen. Eine zertifizierte Schwimmweste ist also Pflicht, nicht nur für Kinder. Hier rät der Experte:
Alle Nutzer von SUP sollten eine Rettungsweste als Auftriebshilfe für Notfälle tragen. Diese Rettungswesten müssen dem Körpergewicht des Nutzers angepasst sein. Rettungswesten gibt es in zahlreichen Ausführungen. Gerade bei einer Erstanschaffung sollte man sich im Fachhandel beraten lassen und nicht ohne Beratung kaufen. Wir empfehlen eine Feststoffweste, da diese auch beim Sturz auf das SUP noch einen geringen Schutz bietet.

Klaus-Peter Hentschel, Bezirksleiter der DLRG

Feststoff-Rettungsweste, zertifiziert für Kleinkinder und Jugendliche *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 6.7.2020 17:14 Uhr

Verstellbare Schwimmweste für Erwachsene und Kinder, über Neoprenanzug tragbar *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 20.6.2020 20:14 Uhr
  • Auch ein Schutzhelm ist ratsam für Fahranfänger, die noch etwas wackelig auf dem Board stehen. „Aufgrund der Sturzgefahr bei Anfängern, ist ein Kopfschutz dringend empfohlen“, rät Hentschel. „Auch hierzu empfehlen wir den Besuch im Fachhandel für Kanuzubehör.“
  • Regel Nr. 3: Sonnenschutz nicht vergessen. Vor Sonne schützt Kinder eine wasserfeste Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 und eine passende Kopfbedeckung.
  • Regel Nr. 4: Board für Kinder verwenden. Es gibt spezielle aufblasbare SUP-Kinderboards, auf denen die Kleinen besser das Gleichgewicht halten können, ihre Haltung ergonomischer und ihre Ausdauer besser ist. Alternativ macht ihr’s wie Micky und nehmt euer Kind erstmal mit aufs große Familien- oder Singleboard. Am Bug können sie es sich im Schneidersitz gemütlich machen oder während der Fahrt Wasserpflanzen aus dem See fischen.

Bondi Aquatic SUP Board für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren, speziell für Einsteiger *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 6.7.2020 17:25 Uhr

Aufblasbares Stand Up Paddling Board für Kinder, belastbar bis 75 kg *
Preis kann jetzt höher sein. Preis vom 6.6.2020 11:08 Uhr
  • Regel Nr. 5: Nur auf stillen Gewässern fahren. Für das Stand Up Paddling mit (vor allem jüngeren) Kindern empfiehlt sich dringend Flachwasser eines ruhigen Bade- oder Baggersees.
Binnenwasserstraßen mit Berufsschifffahrt sind kein geeignetes Übungsgebiet für SUP, schon gar nicht für Kinder!

Klaus-Peter Hentschel, Bezirksleiter der DLRG

  • Wer im fließenden Gewässer oder im Meer aufs Board steigen will, sollte schon geübterer Stand Up Paddler sein.
  • Regel Nr. 6: Befahrungsverbote beachten. Nicht überall ist Stand Up Paddling erlaubt, Naturschutzgebiete oder Schleusengewässer sind z. B. tabu. Auch „Binnenwasserstraßen mit Berufsschifffahrt sind kein geeignetes Übungsgebiet für SUP, schon gar nicht für Kinder!“, warnt der DLRG-Experte. „Vor einer Tour sollten Fahrer sich gut über die Gegebenheiten des geplanten Fahrgebietes im Hinblick auf Verkehr, Strömungen, Untiefen und Befahrensregeln informieren. Ebenfalls dürfen das Wetter und die regionalen Voraussagen nicht unbeachtet bleiben. Wo SUPen in Deutschland verboten und erlaubt ist, erfahrt ihr auf dieser Liste des deutschen Kanu-Verbandes.

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Ich selber stand noch nie auf einem Stand Up Paddleboard. Einige Mitglieder unserer Redaktion sind allerdings schon mit dem SUP-Fieber infiziert – und das hat zum Glück nichts mit dem Coronavirus zu tun.

Obwohl, so ein bisschen schon: Immerhin fällt Corona-bedingt der Sommerurlaub 2020 ins Wasser. Warum das nicht gleich wörtlich nehmen? Unsere Chefredakteurin Micky hat den Paddeltrend mit ihrem fast achtjährigen Sohn jedenfalls schon ausprobiert – ob beide ein neues Hobby für sich entdeckt haben und wer am Ende baden gegangen ist, erfahrt ihr hier.

SUPen mit Kindern
Ahoi: Micky und ihr Sohn stechen frohen Mutes in See

SUP mit Kindern: Sport für die Eltern – Spaß für die Kinder

Kinder lieben Wasser und Wassersport macht Spaß – für Micky und ihren Sohn hat sich das bewahrheitet. Beide waren begeistert von ihrer Paddeleinheit und der kleine Große ist zur Krönung am Ende noch freiwillig ins Wasser gesprungen. Patsch! Auch das ist Wassersport, der nicht nur die Kinder so richtig auspowert. Ihr Fazit: „Sport für die Eltern – Spaß für die Kinder.“ Das SUP-Board ist also definitiv eine Anschaffung, die sich lohnt.

Stand Up Paddleboard kaufen?

Für alle, die jetzt Lust bekommen haben, selbst loszupaddeln, geht’s hier zu den aktuellen Angeboten. In den Discountern ist Wassersport gerade DAS Thema – online und im Geschäft findet ihr tolle Angebote für SUP-Boards inklusive Equipment:

Das bunte, aufblasbare Stand-up-Paddleboard von mistral® gibt es für 279 € bei Lidl-Online oder direkt im Geschäft.

Für ebenfalls 279 € bekommt ihr das mistral® Stand up Paddleboard mit 150 kg Belastbarkeit, 3 Finnen und Doppelkammer.

Dieses stylische SUP-Board von Aqua Marina »Fusion« für Flachwasser mit Paddel, 1 Finne und Tasche bekommt ihr für 389 €.

Passendes Equipment wie Sonnenbrillen, Aquaschuhe und coole Beachwear gibt’s natürlich auch im Lidl-Onlineshop:

Stand Up Paddling nur im Sommer?

Wer jetzt glaubt, Stand Up Paddling geht nur im Sommer – weit gefehlt. Mit der richtigen Bekleidung ist es ein sportliches Hobby fürs ganze Jahr. Und weil der Besuch beim Stammspielplatz oder der immer-gleiche Waldspaziergang auf Dauer auch langweilig werden, ist Stand Up Paddling zur beliebten Familiensportart geworden. Denn auch wenn die Freibäder bald wieder öffnen sollen, so richtig geheuer ist uns das nicht.

Wir wünschen viel Spaß beim Stand Up Paddling mit (oder ohne) Kids!

Gesine Engels-Krone
Das sagtGesine Engels-Krone:

Deutschland wird zum Surfer-Hotspot

Um coole Surfer zu sehen, müssen wir nicht mehr nach Australien oder an den Atlantik reisen – perfekt! Gut für die Fitness (und gegen den Corona-Bauch) ist Stand Up Paddling auch noch, wenn man sich dabei an die wichtigsten Regeln hält. Meine beiden Kids sind mit 2 und 4 definitiv noch zu klein zum Paddeln, aber das neue SUP-Board meiner Schwester werde ich mir diesen Sommer mal schnappen und dann ab zum Hitdorfer See.

Bildquelle: Gettyimages/RyanJLane

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