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SUP und Kinder: Mit diesen 6 Regeln vermeidet ihr Unfälle

SUP und Kinder: Mit diesen 6 Regeln vermeidet ihr Unfälle

Sicher Paddeln

Stand Up Paddling – kurz SUP – ist beliebter denn je. Natürlich auch bei Familien. Damit es bei dem sportlichen Spaß auf dem Wasser aber nicht zu Unfällen kommt, gibt es gerade beim Thema SUP und Kinder wichtige Regeln. Über die haben wir mit Klaus-Peter Hentschel von der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.) Bonn gesprochen. Er erklärt, worauf ihr beim SUP mit Kindern unbedingt achten solltet und wie ihr Fehler vermeidet.

Darf eigentlich jeder aufs SUP?

Mal gleich vorne weg: Darf eigentlich jeder einfach rauf aufs Bord oder brauchen Kinder und Erwachsene eine Art Führerschein? Dazu erklärt Wasserrettungsexperte Klaus-Peter Hentschel, Bezirksleiter der DLRG Bonn: „Ein SUP ist nach der Definition ein muskelbetriebenes Kleinfahrzeug und daher vergleichbar mit einem Kanu. Das SUP muss nicht registriert sein, ein Bootsführerschein ist ebenfalls nicht erforderlich.“ Okay, Paddeln gehen darf also grundsätzlich mal jeder.

Diese Regeln solltet ihr beim Thema SUP und Kinder beachten

Damit beim Stand Up Paddling mit Kindern allerdings höchstens ihr selbst, nicht aber die Sicherheit baden geht, gibt es ein paar wichtige Paddel-Regeln, die ihr unbedingt beachten solltet:

Regel Nr. 1: Das SUP-Board ist keine Schwimmhilfe!

Beim Stand Up Paddling sollte euer Kind schwimmen können. Und es braucht unbedingt eine Schwimmweste für die richtige Alters- und Gewichtsklasse. Experten empfehlen ein Mindestalter von etwa 7-8 Jahren. Nichtschwimmer sollten allenfalls im flachen Wasser erste Paddelversuche wagen. Besser ist es, zu warten bis die Kinder sicher schwimmen können.

Regel Nr. 2: Die richtige Bekleidung für Kinder.

Wenn das Wasser noch kühl ist, sorgt ein Neoprenanzug dafür, dass Kinder nicht unterkühlen. Das geht schneller als bei Erwachsenen, zumal Kinder beim Stand Up Paddling öfters ins Wasser plumpsen oder springen. Eine zertifizierte Schwimmweste ist also Pflicht, nicht nur für Kinder. Hier rät der Experte:

Alle Nutzer von SUP sollten eine Rettungsweste als Auftriebshilfe für Notfälle tragen. Diese Rettungswesten müssen dem Körpergewicht des Nutzers angepasst sein. Rettungswesten gibt es in zahlreichen Ausführungen. Gerade bei einer Erstanschaffung sollte man sich im Fachhandel beraten lassen und nicht ohne Beratung kaufen. Wir empfehlen eine Feststoffweste, da diese auch beim Sturz auf das SUP noch einen geringen Schutz bietet.

Klaus-Peter Hentschel, Bezirksleiter der DLRG
Feststoff-Rettungsweste, zertifiziert für Kleinkinder und Jugendliche
Feststoff-Rettungsweste, zertifiziert für Kleinkinder und Jugendliche
Verstellbare Schwimmweste für Erwachsene und Kinder, über Neoprenanzug tragbar
Verstellbare Schwimmweste für Erwachsene und Kinder, über Neoprenanzug tragbar

Auch ein Schutzhelm ist ratsam für Fahranfänger, die noch etwas wackelig auf dem Board stehen. „Aufgrund der Sturzgefahr bei Anfängern, ist ein Kopfschutz dringend empfohlen“, so Hentschel. „Auch in Sachen Helm raten wir zu einem Besuch im Fachhandel für Kanuzubehör.“

Regel Nr. 3: Sonnenschutz nicht vergessen.

Vor Sonne schützt Kinder eine wasserfeste Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 und eine passende Kopfbedeckung.

Regel Nr. 4: Board für Kinder verwenden.

Es gibt spezielle aufblasbare SUP-Kinderboards, auf denen die Kleinen besser das Gleichgewicht halten können, ihre Haltung ergonomischer und ihre Ausdauer besser ist. Alternativ macht ihr es wie unsere Chefredakteurin Micky und nehmt euer Kind erstmal mit aufs große Familien- oder Singleboard. Am Bug können sie es sich im Schneidersitz gemütlich machen oder während der Fahrt Wasserpflanzen aus dem See fischen.

Bondi Aquatic SUP Board für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren, speziell für Einsteiger
Bondi Aquatic SUP Board für Kinder zwischen 8 und 14 Jahren, speziell für Einsteiger
Aufblasbares Stand Up Paddling Board für Kinder, belastbar bis 75 kg
Aufblasbares Stand Up Paddling Board für Kinder, belastbar bis 75 kg

Regel Nr. 5: Nur auf stillen Gewässern fahren.

Für das Stand Up Paddling mit (vor allem jüngeren) Kindern empfiehlt sich dringend Flachwasser eines ruhigen Bade- oder Baggersees. Denn wer im fließenden Gewässer oder im Meer aufs Board steigen will, sollte schon geübterer Stand Up Paddler sein.

Binnenwasserstraßen mit Berufsschifffahrt sind kein geeignetes Übungsgebiet für SUP, schon gar nicht für Kinder!

Klaus-Peter Hentschel, Bezirksleiter der DLRG

Regel Nr. 6: Wetter und Befahrungsverbote beachten.

Nicht überall ist Stand Up Paddling erlaubt, Naturschutzgebiete oder Schleusengewässer sind z. B. tabu. Auch „Binnenwasserstraßen mit Berufsschifffahrt sind kein geeignetes Übungsgebiet für SUP, schon gar nicht für Kinder!“, warnt der DLRG-Experte. „Vor einer Tour sollten Fahrer sich gut über die Gegebenheiten des geplanten Fahrgebietes im Hinblick auf Verkehr, Strömungen, Untiefen und Befahrensregeln informieren. Ebenfalls dürfen das Wetter und die regionalen Voraussagen nicht unbeachtet bleiben."

SUP und Kinder zusammen halten Eltern richtig fit

SUPen mit Kindern
Ahoi: Micky und ihr Sohn stechen frohen Mutes in See

Unsere Chefredakteurin Micky hat den Paddeltrend mit ihrem achtjährigen Sohn schon ausprobiert und beide waren begeistert. Der kleine Große ist zur Krönung am Ende noch freiwillig ins Wasser gesprungen. Patsch! Auch das ist Wassersport, der nicht nur die Kinder so richtig auspowert. Mickys Fazit: „Sport für die Eltern – Spaß für die Kinder.“ Das SUP-Board ist also definitiv eine Anschaffung, die sich lohnt.

Welches SUP für Kinder kaufen?

Für alle Familien, die sich entschieden haben, dass beim Stand Up Paddling die Kleinen schon selbst aufs SUP dürfen, haben wir noch einige Tipps. Die solltet ihr auch beachten, wenn ihr vorhabt, eurem Kind ein eigenes Board anzuschaffen.

  • SUP-Boards speziell für Kinder sind natürlich auf das geringere Gewicht angepasst und in verschiedene Größen erhältlich. Dadurch können die kleinen Paddler besser das Gleichgewicht halten und das Board leichter manövrieren.
  • Auch bei den Kinder-SUP-Boards gibt es - wie bei den Erwachsene - zwei verschiedene Varianten: die oben schon erwähnten aufblasbaren SUPs (auch Inflatable-Board genannt) oder eben das klassische Hardboard.
  • Für die ganz Kleinen empfehlen wir euch erst einmal ein aufblasbares Modell, weil sich die Kinder damit nicht so leicht verletzen und es einfach leichter handelbar ist.
  • Bei der Wahl des Paddels ist die Körpergröße eures Kindes entscheidend. Als Faustregel für die optimale Länge gilt: Euer Kind sollte mit ausgestreckten Arm den Griff locker erreichen können. Es gibt übrigens auch längenverstellbare Paddel, die dann mit eurem Kind mitwachsen.

Deutschland wird zum Surfer-Hotspot

Um coole Surfer zu sehen, müssen wir nicht mehr nach Australien oder an den Atlantik reisen – perfekt! Gut für die Fitness ist Stand Up Paddling auch noch, wenn man sich dabei an die wichtigsten Regeln hält. Meine beiden Kids sind mit 2 und 4 definitiv noch zu klein zum Paddeln, aber das neue SUP-Board meiner Schwester werde ich mir diesen Sommer mal schnappen und dann ab zum Hitdorfer See.

Bildquelle: Gettyimages/RyanJLane

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