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Vater braucht Töchter und Hund zum Schutz

Black lives matter

Vater braucht Töchter und Hund zum Schutz

Ein Vater berichtet auf Facebook über seinen Alltag. Er lässt sich, indirekt, von seinen Töchter beim Spazieren gehen beschützen. Denn was für Menschen mit weißer Hautfarbe total normal ist, ein Spaziergang wann und wo sie wollen, das kann für Menschen mit dunklerer Hautfarbe lebensgefährlich sein.

Vater braucht Töchter als Schutzschild

Wenn Shola Michards mit seiner Tochter an der Hand und dem kleinen Hund an der Leine in seiner Nachbarschaft spazieren geht, dann ist die Welt in Ordnung. Denn die Leute sehen Normalität: Ein liebevoller Vater, der spazieren geht und sich und seiner Familie eine Pause vom anstrengenden Homeschooling gönnt.

Vorurteile gegen POC

Wenn Shola Richards aber allein die selbe Straße in seiner Nachbarschaft lang läuft, dann wird er plötzlich als Bedrohung wahrgenommen. Er sagt, dass die Menschen ihn nicht mehr als liebenden Familienvater wahrnehmen, sondern als eine Bedrohung. Der Grund dafür: Der Autor hat eine dunkle Hautfarbe und viele Menschen mit weißer Hautfarbe haben Vorurteile im Kopf.

Rassismus ist real

Sie sehen den muskulösen Mann und assoziieren sofort eine Gefahr mit ihm. Dabei ist es der gleiche Mann, der mit seinen Töchtern Nia (8) und Kaya (11) spazieren geht. Shola Richards berichtete auf seiner Facebookseite nun darüber, dass er sich ohne seine Kinder und seinen Hund nicht mehr auf die Straße traut, sie dienen ihm beinahe als Schutzschild gegen Übergriffe.

Nie ohne Begleitung auf die Straße

Seit vier Jahren lebt die Familie in Los Angeles, noch nie ist er ohne die Begleitung seiner Töchter auf die Straße gegangen. Aus Angst, dass andere ihn für gefährlich halten, ihren stumpfsinnigen Rassismus auf ihn übertragen und er um sein Leben fürchten muss.

Warum wir euch von Shola Richards erzählen? Weil er mit seinem inzwischen viral gegangenen Post darauf aufmerksam macht, wie es vielen People of Colour (PoC) weltweit geht. Sie müssen um ihr Leben fürchten, sie erleben im Alltag immer wieder Rassismus und Übergriffe.

George Floyd "I can´t breathe"

Erst letzte Woche starb Familienvater George Floyd, weil vier Polizisten ihn brutal festhielten und ihm ein Knie so fest in den Nacken rammten, dass er keine Luft mehr bekam. Neun Minuten bat der Afroamerikaner und einige Passanten um Hilfe, immer wieder erklärte er, dass er keine Luft bekommt. "I can´t breathe", wiederholte er auf den Videos, die um die Welt gingen, mehrfach.

Angst vor rassistischen Übergriffen

Die Angst von PoC vor Polizeibrutalität, Rassismus und Übergriffen, die ist real. Sie passiert weltweit und auch hier in Deutschland erleben People of Colour Angriffe. Es ist, weltweit, die Aufgabe aller Menschen, diesen Rassismus zu beenden. Und das beginnt immer bei einem selbst.

Shola Richards hat nach seinem Post jede Menge Angebote von Fremden bekommen, dass sie gemeinsam mit ihm spazieren gehen, dass sie ihn schützen. Vor allem aber hat es sehr vielen die Augen geöffnet, was People of Colour jeden Tag auf sich nehmen müssen, um zu überleben.

Quelle: Facebook

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Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Mein Fazit

Mich macht diese Polizeibrutalität sprachlos. Ich kann nicht verstehen, wie jemand nicht spätestens in dem Moment, wo ein anderer Mensch sagt "ich bekomme keine Luft mehr" mit seiner Gewalt aufhört. Was mich aber zugegebenermaßen auch sprachlos macht, ist Rassismus. Natürlich erhebe ich meine Stimme, immer, das empfinde ich als die einzige Lösung. Aber ich bin sprachlos von all dem Hass und all der Gewalt, die PoC erleiden müssen. Mir ist das fremd und doch weiß ich, dass das Realität ist. Gegen die wir alle uns stark machen müssen.

Bildquelle: getty images / monkeybusinessimages

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