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Virologe erklärt, warum Schulschließungen wichtig sind

Hintergrundinfos

Virologe erklärt, warum Schulschließungen wichtig sind

Der Virologe Christian Drosten erklärte im NDR-Podcast, wieso Schulschließungen ein wichtiger Faktor dabei sind, die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen. Er plädiert jedoch dafür, Kitas geöffnet zu lassen.

Von der Spanischen Grippe lernen

Am Beispiel der Spanischen Grippe könne man sehen, dass radikale Schulschließungen in Verbindung mit Veranstaltungsstopps deutlich dabei geholfen haben, die Krankheit einzudämmen und Menschen das Leben zu retten. Das hätten Untersuchungen ergeben. Nun grassierte die Spanische Grippe allerdings in den Anfängen des 20. Jahrhunderts, und die Gesellschaft hat sich seitdem stark gewandelt. Kitas beispielsweise gab es überhaupt noch nicht, die Kinder wurden zuhause betreut. Und Veranstaltungen sahen damals auch anders aus, als heute.

Schulschließungen sind wichtig

Dennoch lässt sich anhand solcher Daten erkennen, dass Schulschließungen ein wichtiger Baustein dabei sein können, die Ausbreitung von Corona zu verlangsamen. Das gilt übrigens auch, wenn mehrere Kinder gleichzeitig von einer Aufsichtsperson betreut werden. Wenn es immer die selben Kinder sind, die da aufeinander treffen, dann sei das ein kleiner Infektionskreis, der nicht weiter streut. Wichtig dafür ist aber, dass die Kinder keinen Kontakt zu anderen Personen haben, als denen, die sie sowieso täglich sehen.

Virologe sagt: Schließungen sind kein Frauenporblem

In den Zeiten der Spanischen Grippe waren allerdings Frauen in aller Regel zuhause, kümmerten sich um Haus und Kinder. Das ist heute anders. „Es ist kein Frauenproblem", sagt der Virologe. Er sieht die Väter hier genauso in der Verantwortung, flexibel mit der Situation umzugehen. Der Virologe empfiehlt gleichzeitig, dass Schulen zwar geschlossen werden sollten, Kitas und Grundschulen aber nicht. Weil die Belastung für die arbeitenden Eltern sonst zu hoch sei, die Betreuung ihrer Kinder sicher zu stellen.

Empfehlung vom Virologen: Kitas sollten geöffnet bleiben

Viele Eltern müssen sich frei nehmen, wenn ihre jungen Kinder nicht mehr in Betreuungseinrichtungen gebracht werden können. Das betrifft auch das medizinische Personal in Krankenhäusern. Und wenn da Unterstützung fehlt, dann bringt es das gesamte Medizinsystem in Gefahr. Um das zu verhindern, fordert der Virologe Schließungen von Einrichtungen mit Bedacht. Eine mögliche Lösung für ihn: Die Kitas bleiben offen, dafür wird das Personal dort verstärkt. So können Eltern weiter arbeiten.

Quelle: NDR

Andrea Zschocher
Das sagtAndrea Zschocher:

Mein Fazit

Ich selbst wäre von den Kitaschließungen betroffen, kann meine Arbeit aber glücklicherweise auch im Homeoffice fortsetzen. So, wie das eben mit Kinder gelingen kann. Gleichzeitig denke ich, dass es wichtig ist, die Ansteckungswelle so weit es geht zu verlangsamen. Es ist die Aufgabe unserer Gesellschaft aufeinander aufzupassen. Deswegen hoffe ich, dass sich viele Eltern in Gruppen zusammenfinden, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Bildquelle: getty images /monkeybusinessimages

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