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100 Millionen Euro für die Zukunft: Bundesregierung startet Mädchenbildungs­initiative

100 Millionen Euro für die Zukunft: Bundesregierung startet Mädchenbildungs­initiative

Die positive Nachricht

Wir alle haben unterschiedliche Herausforderungen während der Coronapandemie zu bewältigen. Und auch wenn sich Leid niemals gegeneinander aufrechnen lässt, weil jede*r von uns anders damit umgeht, ist es wichtig, auch über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Das tut das Bundesentwicklungsministerium mit der Mädchenbildungsinitiative "SHE- Support Her Education".

Situation für Mädchen hat sich verschlechtert

Insbesondere die Situation von Mädchen und jungen Frauen hat sich seit März 2020 zusehends verschlechtert. Vielerorts fiel die Schule, die Mädchen statistisch betrachtet sowieso viel weniger häufig besuchen als Jungen, aus. "Weltweit", so Gerd Müller, Ressortchef im Bundesentwicklungsministerium, "können 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule gehen." Mit der Funke Mediengruppe sprach er deswegen über die weltweite Schulförderung von Mädchen.

Lust auf ein Fernstudium? In diesem Video zeigen wir euch, wie ihr es bewältigt:

Unterstützt ihre Bildung

Durch die Initiative "SHE - Support Her Education" (Unterstütze ihre Bildung) sollen bis 2024 rund eine Million Mädchen in Entwicklungsländern dabei unterstützt werden, ihre Abschlüsse zu machen. Denn wer in Mädchen und junge Frauen investiert, investiert in die Zukunft. Laut Müller verbessere jeder ausgegebene Euro der Initiative die beruflichen Chancen von Frauen.

Die Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai unterstützt "SHE - Support Her Education" genauso wie die ehemalige Premierministerin von Australien, Julia Gillard oder Wendy Morton, britische Ministerin für die europäische Nachbarschaft und Amerika.

Nicht alle haben Zugang zum Lernen

In der Onlineveranstaltung wurde einmal mehr deutlich, wie unterschiedlich der Zugang zur Bildung für Mädchen weltweit ist. Wenn die neunjährige Carolina aus Kisumu, Kenia, berichtet, dass ein Buch ihr die letzten sieben Monate, in denen sie nicht zur Schule gehen konnte, das Lernen ermöglicht hat.

Wer sich das Video von der Onlineveranstaltung anschaut, der wird einmal mehr dankbar dafür sein, dass der Zugang zu Bildung, auch wenn er während Corona in Deutschland nicht immer reibungslos klappte, so einfach hier erreichbar ist. Die 100 Millionen Euro werden für viele Mädchen und junge Frauen in den nächsten Jahren hoffentlich einen echten Unterschied machen.

Lust auf mehr positive Nachrichten? Dann gern hier weiterlesen:

Quelle: Bundesministerium für wirtschatliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Deutsche Welle

Meine Meinung

Zur Schule gehen ist tatsächlich ein Privileg. Natürlich fühlt sich das während der Schulzeit nicht immer so an. Und selbstverständlich sind all die Herausforderungen, mit denen Familien hier während Corona kämpfen, wichtig. Ich selbst schreibe oft genug darüber.

Und gleichzeitig wird mir bei solchen Meldungen noch mal anders bewusst, wie gut es uns im Vergleich zu vielen vielen anderen Menschen eben auch geht. Bin ich deswegen trotzdem genervt und gestresst, weil mein Kind hinter mir turnt, während ich diesen Artikel schreibe? Selbstverständlich. Aber ich weiß eben auch: Mein Kind wird halbwegs gut durch diese Zeit kommen. Sie wird danach wieder zur Schule gehen und aufholen, was vielleicht gerade verpasst wird. So vielen Mädchen weltweit steht diese Chance nicht offen.

Ja, das macht mich demütig. Und ja, es ist eine positive Nachricht, wenn die Bundesregierung 100 Millionen in die Hand nimmt, um weltweit für immerhin 1 Million Mädchen einen Unterschied zu machen.

 

Bildquelle: getty images / iStock / Getty Images Plus / ajfigel

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