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Darum sollen Hundehalter ein viel höheres Corona-Risiko haben

Corona-Studien

Darum sollen Hundehalter ein viel höheres Corona-Risiko haben

Einer Studie aus Spanien zufolge sollen Menschen mit Hund ein fast 80 % höheres Infektions-Risiko haben. Das sagt das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit dazu.

Eigentlich leben Menschen mit Hunden ziemlich gesund: Jeden Tag geht es nach draußen, Bewegung an der frischen Luft gibt es auch bei nass-kaltem Herbstwetter. Das ist gut für das Immunsystem und steigert auch das geistige Wohlbefinden. Eine Studie aus Spanien besagt nun allerdings, dass genau dieses tägliche Gassigehen das Risiko erhöht, sich mit Covid-19 zu infizieren – und zwar deutlich.

Hundehalter sollen 78 % höheres Infektions-Risiko haben

Forschende der spanischen Universität Granada befragten in einer Studie 2.086 Personen, was sie während der Pandemie getan haben und ob sie sich mit Covid-19 infiziert haben. Anschließend verglichen die Forschenden die Antworten, um herauszufinden, welche Aktivitäten das Risiko einer Ansteckung erhöhen. Ihr Ergebnis: Das Spazieren mit dem Hund erhöht das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 enorm.

Die Befragung ergab, dass 4,7 % der Befragten wissentlich an Corona erkrankt waren – und ein Großteil von ihnen täglich mit dem Hund Gassi geht. Das Leben mit einem Hund solle das Risiko für eine Covid-19-Infektion der Studie zufolge insgesamt um 78 % erhöhen. Laut ihrer These fangen sich Hunde das Virus ein, wenn sie kontaminierte Oberflächen berühren. Streicheln die Halter*innen später den Hund, könne das Virus so verbreitet werden.

Das sagt das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit

Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hält diese These jedoch für unwahrscheinlich: „Die formulierte These ändert nichts an unserer Einschätzung, dass Hunde und Katzen zwar empfänglich für SARS-CoV-2 sind, trotzdem gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass sie eine Rolle bei der Verbreitung des Erregers spielen", so eine Sprecherin des Friedrich Löffler Instituts. Bei der Weltorganisation für Tiergesundheit OIE seien bislang nur etwa 60 Fälle gemeldet, davon ca. 2/3 der Infektionen bei Katzen.

„Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung. Der Kontakt gesunder Personen zu Haustieren muss aus unserer Sicht nicht eingeschränkt werden. Allerdings ist es als allgemeine Vorsichtsmaßnahme immer ratsam, grundlegende Prinzipien der Hygiene zu beachten, wenn man mit Tieren in Kontakt kommt, z. B. Hände gründlich mit Seife waschen", rät das Friedrich-Löffler-Institut.

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Lisa Purrio
Das sagtLisa Purrio:

Welpen bringen nochmal neue Risiken mit

Tatsächlich musste ich beim Gassigehen in den letzten Tagen immer wieder über dieses Thema nachdenken. Mein kleiner Welpe nimmt nämlich noch alles in den Mund, was ihm zwischen die Pfötchen kommt. Und wenn ich ihm dann alte Taschentücher und Einwegmasken aus dem Mund fummeln muss, fühle ich mich doch leicht unbehaglich.

Und wie das eben so ist mit einem süßen, kleinen Welpen: Alle Welt findet ihn niedlich und leider gibt es viele Menschen, die dadurch keinen Abstand mehr halten und sich auf meinen Hund stürzen (was übrigens auch ohne Corona ein absolutes No-Go ist!). Daher meine Bitte an alle Hundefans: Werft eure Taschentücher und Masken bitte nicht auf die Straße und bewundert süße Welpen aus der Ferne. Das ist gut für uns alle.

Bildquelle: Unsplash/ sabina fratila

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