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TV-Tipp: "Solomütter - mit Samenspenden schwanger werden"

Dokumentation

TV-Tipp: "Solomütter - mit Samenspenden schwanger werden"

Um Mutter zu werden, braucht man nicht unbedingt mehr einen Partner. Man braucht nur einen Samenspender. Eine Dokumentation in der ARD begleitet zwei sogenannte Solomütter, die sich ihren Kinderwunsch mit anonymer Samenspende erfüllt haben bzw. erfüllen und beleuchtet die Herausforderungen und Konsequenzen dieses modernen Familienmodells.

Es ist keine Seltenheit mehr, dass sich Frauen ihren Kinderwunsch ohne Partner erfüllen möchten. Durch die moderne Reproduktionsmedizin wird es möglich und immer mehr Frauen entscheiden sich, diesen Weg bewusst allein zu gehen. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Sei es man hat nicht den richtigen Partner oder möchte bewusst ein Kind allein aufziehen, ohne sich das Sorgerecht zu teilen. Dahinter können aber auch ganz andere Gründe stehen, die sehr persönlich sind.

Was für viele Frauen undenkbar ist, deren Erfüllung in einer gemeinsamen Partnerschaft mit Kind liegt, scheint für manche jedoch die bessere Alternative. Um diese Mütter, ihre Beweggründe und ihren Alltag zu verstehen und kennenzulernen, begleitete die Dokumentation "Solomütter", die am 8. Juni, 23:30 Uhr in der ARD läuft, zwei dieser Frauen für eine Weile.

Lisa: Die werdende Solomutter

Die 33-jährige Lisa wird auf ihrem Weg zur Solomutter begleitet. Die Doku zeigt, mit welchen Fragen sie sich bereits von Anbeginn ihrer Entscheidung zur anonymen Samenspende auseinandersetzen muss: von Informationsabenden über psychosoziale Beratung über Finanzierungsfragen bis zur Spenderauswahl via Datenbank.

Der Zuschauer begleitet sie zudem bei den ersten hormonellen Behandlungen auf dem Weg zur künstlichen Befruchtung und erfährt, wie es ihr dabei geht, dass sie das alles allein und ohne Partner oder Partnerin durchsteht.

Hanna: Solomutter eines Sohnes

Die zweite Frau, in deren Familienleben wir einen Einblick erhalten, ist die 39-jährige Hanna. Sie hat vor einigen Jahren ihren Sohn per Samenspende empfangen und als Solomutter groß gezogen.

Als Bloggerin informiert sie andere Singlefrauen über das Thema Samenspende und teilt ihre Erfahrungen. Doch sie zeigt auch die schwierigen Herausforderungen im Alltag als freiwillig Alleinerziehende. Zudem ist sie aktuell auf der Suche nach Geschwistern ihres Sohnes, denn durch eine Samenspende entstehen ja oft mehrere Kinder. Auf diesem Weg darf der Zuschauer sie ein Stück begleiten.

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Rechtliche und psychologische Hintergründe

Bevor man sich für eine anonyme Samenspende zur Erfüllung des Kinderwunsches ohne Partner entscheidet, ist es wichtig die rechtlichen Rahmenbedingungen zu kennen. Es geht nicht nur um etwaige Ansprüche gegenüber den leiblichen oder den rechtlichen Vater, sondern auch um das so entstandene Kind und sein Recht auf die genetische Herkunft.

Diese darf ein Kind seit Juli 2018 immer erfahren, auch wenn der Arzt oder die Samenbank dem Spender Anonymität versichert haben. Um die psychologischen und rechtlichen Seiten der anonymen Samenspende zu beleuchten, kommen auch eine Anwältin, ein Psychologe und ein erwachsenen Spenderkind zu Wort.

In der Reihe "Echtes Leben" begleitet die ARD Menschen einer vielfältigen Gesellschaft und erzählt Geschichten über Toleranz, Glaube, Freiheit, Zusammenhalt und Orientierung. Die Sendung „Solomütter – mit Samenspende schwanger werden“ könnt ihr am Sonntag, 7. Juni, 16 Uhr in der ARD Mediathek und am Montag, 8. Juni 2020, 23:30 in der ARD anschauen.

Bildquelle: © SWR

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