WHO: keine Warnung vor mehr Ibuprofen bei Corona-Verdacht

Warnung aufgehoben

WHO: keine Warnung vor mehr Ibuprofen bei Corona-Verdacht

Die WhatsApp-Nachricht, die davor warnt, Ibuprofen bei Corona-Symptomen zu nehmen, wurde als Fake-News entlarvt. Dann warnte die WHO vor dem Schmerzmittel. Jetzt ist diese Warnung wieder aufgehoben.

Update 19. März 2020

Jetzt rudert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück. Seit heute gilt die Warnung, Ibuprofen nicht zu nutzen, wenn es einen Corona-Verdacht gibt, nicht mehr. Am Dienstag hatte die WHO noch davor gewarnt, dass Schmerzmittel einzunehmen, wenn eine Covid19-Infektion nicht ausgeschlossen werden kann.

Zu der neuen Erkenntnis kamen die WHO-Experten, nachdem sie Ärzte und Studien konsultiert hatten. Außer den bereits bekannten Nebenwirkungen bei bestimmten Bevölkerungsgruppen ergaben sich danach keine Hinweise darauf, dass negative Konsequenzen drohen, wenn das Schmerzmittel eingenommen wird. Die Empfehlung, im Fall von Fieber oder Schmerzen lieber Paracetamol statt Ibuprofen zu nutzen, gelte nicht mehr.

„Auf der Basis der heute vorhandenen Informationen rät die WHO nicht von der Einnahme von Ibuprofen ab“,

Weltgesundheitsorganistaion (WHO)

News vom 17. März 2020

Erst gestern berichteten wir über die WhatsApp-Sprachnachricht, die euch vermutlich am Wochenende auch erreicht hat: Darin wird erzählt, dass die Uniklinik Wien wichtige Erkenntnisse zum Zusammenhang von Corona und Ibuprofen hat, diese aber nicht offiziell veröffentlichen darf. Nachdem die Klinik klar stellte, dass es sich um eine Falschmeldung handle, meldet sich nun doch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Wort und rät von dem Schmerzmittel bei Corona-Verdacht ab.

Falsche WhatsApp-Nachricht am Wochenende

„Die haben festgestellt, dass die Leute, die mit diesen schweren Symptomen in die Klinik eingeliefert wurden, mehr oder weniger alle daheim Ibuprofen vorher genommen hatten."

WhatsApp Sprachnachricht (FAKE)

Am Wochenende sorgte diese Sprachnachricht für jede Menge Hysterie: Darin erzählt eine Frau, die Ärzte der Uniklinik Wien hätten Blutproben von italienischen Corona-Opfern untersucht und einen Zusammenhang mit einer Einnahme von Ibuprofen festgestellt. Sie hatten deutliche Hinweise gefunden, dass das Schmerzmittel die Vermehrung von Covid-19 beschleunige.

Uniklinik Wien stellte klar: Die Ibuprofen-News sind Fake News

Die Uniklinik Wien bekam irgendwann Wind davon, was da in ihrem Namen bei WhatsApp erzählt wurde und gab eine Richtigstellung heraus:

Bei der Nachricht handle es sich um "#FakeNews“, es gebe keinerlei Erkenntnisse der Uniklinik, dass es einen Zusammenhang zwischen Covid 19 und dem Medikament gebe.

Jetzt warnt die WHO vor Ibuprofen

Auch wenn es sich bei der WhatsApp-Nachricht um einen Fake handelt, meldet sich nun die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu Wort: Diese rät laut Welt Menschen, bei denen es den Verdacht auf eine Corona-Infektion gibt, davon ab, ohne ärztlichen Rat Ibuprofen einzunehmen. Bislang gebe es zwar keine neuen Studien, aus denen das hervorgehe, dennoch solle mit dem Schmerzmittel gerade vorsichtig umgegangen werden. Experten prüfen die Lage zur Zeit und raten, im Verdachtsfall eher Paracetamol anstatt Ibuprofen einzunehmen, sofern dies nicht von einem Arzt anders verordnet wurde.

Bildquelle: Getty Images/Iryna Imago

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