Frühjahrsputz ohne Stress - das geht

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Frühjahrsputz ohne Stress - das geht

Teppiche saugen, Böden schrubben, Kleiderschränke auswischen, Küchenschränke ablaugen, Gardinen waschen, Fenster putzen ... jede Menge Putzarbeit im Haushalt. Doch mit der richtigen Vorbereitung und Einstellung gelingt dir das sogar ohne Anstrengung.

Die Vögel zwitschern, die ersten Bienen summen, die Sonne lacht .... und sie scheint erbarmungslos auf dreckige Zimmerecken und halbblinde Fenster. Mit anderen Worten: Es ist mal wieder Zeit für den alljährlichen Frühjahrsputz. Was für die einen eine Selbstverständlichkeit ist, der sie sich gerne unterziehen, ist wiederum für andere nur ein notwendiges Übel, das man irgendwie hinter sich bringen muss. Wie man den Frühjahrsputz schnell, effektiv und stressfrei erledigt und sogar die Kinder mit einbinden kann – dafür sind unsere nachfolgenden Vorschläge.

Mit Ruhe und System geht der Frühjahrsputz viel leichter von der Hand.

Frühjahrsputz ohne Stress – was muss sein?

Mit das Wichtigste, weil Dringlichste beim Frühjahrsputz sind die Fenster. Wenn die helle Frühjahrssonne darauf scheint, sieht man den Staub und Dreck der vergangenen Wintermonate sofort. Sehr gründliche Hausfrauen können dir darüber hinaus sofort sagen, was ansonsten noch zu einem richtigen Frühjahrsputz unbedingt dazu gehört und auf keinen Fall vergessen werden darf:

  • Vorhänge und Gardinen waschen

  • Fenster putzen

  • Heizkörper reinigen

  • Türen, Wandfliesen und Schränke abwischen

  • Polster entstauben

  • Böden schrubben

  • Nassbereiche gründlich schrubben

  • und vor allem: überall auch in die Ecken gehen

Jede Menge To-Dos also – und am besten alles auf einmal ...? Nein, genau diesen Fehler solltest du nicht machen. Denn dann bist du nach kurzer Zeit vollkommen k.o. und zudem schlecht gelaunt. Das muss nicht sein – denn es geht auch anders.

Frühjahrsputz ohne Stress – mach dir (d)ein Programm

Ein Frühjahrsputz ist wirklich keine Kleinigkeit; und wenn er tatsächlich eine umfassende Alljahres-Grundreinigung sein soll, braucht es dazu vor allem eines: Zeit. Du kannst diese Mammutaufgabe viel gelassener angehen, wenn du reichlich Zeit einplanst – und lieber etwas mehr. Wenn du für eine Arbeit eine Stunde Aufwand schätzt, dann gehe lieber von anderthalb Stunden aus. Irgendetwas kommt meistens ohnehin dazwischen. Empfehlenswert ist es daher, sich einen Plan zu machen; sowohl einen Zeitplan, als auch eine Liste der Arbeiten, die deiner Meinung nach am vordringlichsten sind. Dann verzettelst du dich nicht und kannst Punkt für Punkt auf deiner Liste abhaken. Und nimm dir nicht zu viel auf einmal vor; ein Raum pro Tag genügt.

Die richtige Vorbereitung ist der halbe Frühjahrsputz

Bevor du anfängst, vergewisserst du dich am besten, dass du alles im Haus hast, was du an Putzutensilien brauchen wirst. Denn wenn du einmal mitten drin bist im Großreinemachen, willst du bestimmt nicht noch einmal losrennen, weil dir das Scheuermittel oder frische Staubsaugerbeutel fehlen. Auch hier kannst du mit einer Liste nur gewinnen.

Diese Putzutensilien brauchst du für den Frühjahrsputz:

  • Fensterleder

  • Abzieher mit Gummilippe

  • Staubwedel, Staubtücher

  • Staubsauger mit verschiedenen Aufsätzen für Polster und Teppich; Ersatzbeutel

  • Besen

  • Handfeger und Kehrschaufel

  • Schrubber oder Wischmopp

  • Wischlappen

  • Mikrofasertücher, Baumwolltücher

  • gröbere Schwämme für hartnäckigen Schmutz

  • Eimer

  • Putzmittel, Scheuermittel

  • Pflegemittel, z.B. für Holz, Keramik

  • Gummihandschuhe

Die richtigen Putzmittel

Nicht nur die benötigten Putzutensilien sind wichtig, sondern natürlich auch die richtigen Putzmittel. Allzweckreiniger hilft zwar bei vielem, aber eben nicht bei allem. Für Holz beispielsweise ist er denkbar ungeeignet, dafür gibt es spezielle Holzpflegemittel. Scheuermilch wiederum ist für das empfindliche Ceranfeld viel zu aggressiv. Stattdessen hilft normaler Zitronensaft beim Reinigen der Herdoberfläche. Und Essigreiniger ist das probate Mittel gegen besonders hartnäckige Kalkrückstände in Bad und Toilette.

Frühjahrsputz – die beste Gelegenheit zum Ausmisten

Bevor du den eigentlichen Frühjahrsputz beginnst, ist geradezu ein idealer Zeitpunkt, dich von altem Ballast zu trennen. Ausmisten ist angesagt: Schränke durchschauen und entrümpeln, Kleidung, die nicht mehr passt oder gefällt, entsorgen, Schuhe eliminieren, die man nicht mehr tragen will oder aus denen die Kinder herausgewachsen sind, Spielzeug, das entweder kaputt oder bei den Kindern nicht mehr angesagt ist. Noch besser, wenn du die Kids gleich in den Hausputz mit einbindest. Schon die Kleinen können bei einfachen Arbeiten mitmachen. Und haben dafür dann ein dickes Lob verdient – und sicher auch eine kleine Belohnung.

Deine Kinder können dir helfen beim:

  • Aus- und Einräumen von Regalen

  • Spielzeug (aus)sortieren

  • Aufräumen ihres Zimmers

  • Kissen lüften

  • Polster absaugen

  • Staubwischen

  • Heizkörper reinigen

  • Schränke abwischen

  • Müll wegbringen

Frühjahrsputz – am besten mit System

Eine optimale Reihenfolge kann dir die Arbeit erleichtern. Zuerst räumst du am besten Dinge beiseite, die dir beim Putzen im Weg sind, wie Papierkorb, Mülleimer und anderes. Und fang dann mit denjenigen Räumen an, die dir am wichtigsten sind oder die es deiner Meinung nach am dringendsten nötig haben, weil sie besonders verschmutzt sind. Beim Putzen empfiehlt es sich, von oben nach unten zu arbeiten, will heißen: Die Fußböden solltest du erst am Ende reinigen, da sie sonst wieder dreckig werden können. Eine empfehlenswerte Reihenfolge könnte diese sein:

  • Überall auf- und wegräumen

  • Gardinen waschen

  • Fenster putzen

  • Staubwischen

  • Staubsaugen

  • Böden wischen

  • Küche putzen

  • Bad putzen

  • Flur putzen

Was du bei aller Putzerei auf keinen Fall vergessen solltest: Pausen machen! Frühjahrsputz ist anstrengende Arbeit; dabei solltest du dir unbedingt ein wenig Erholung zwischendurch gönnen, ein Tässchen Kaffee oder Tee, dabei ein Viertelstündchen die Beine hochlegen. Betrachte dein Werk und freu dich über das, was du schon geschafft hat – das motiviert.

Frühjahrsputz ohne Stress – dafür mit Fitnessprogramm

Frühjahrsputz lässt sich übrigens gut als Ausdauertraining ansehen. Zwei Stunden Staubsaugen, Fenster putzen, Boden wischen und Bad schrubben entspricht in etwa dem Kalorienverbrauch von einer Stunde Radfahren, Joggen oder schwimmn. Zwischendurch strecken und dehnen bringt noch mehr für deine Gesundheit. Wenn du es so siehst, kann das Schrubben und Wienern doch eigentlich nur unheimlich Spaß und Freude machen ... beim Gedanken daran, dass du nach der Schufterei nicht nur eine saubere Wohnung haben wirst, sondern vielleicht auch noch ein paar Pfunde weniger. Und sogar die Kinder hatten ihre Erfolgserlebnisse.

Bildquelle: Getty Images

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