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Zeitumstellung 2021: Aus diesem Grund wurde die Uhr nun doch wieder umgestellt

Zeitumstellung 2021: Aus diesem Grund wurde die Uhr nun doch wieder umgestellt

Sommerzeit

Achtung, nicht vergessen: Heute Nacht stellen wir die Uhr wieder auf Sommerzeit. Heißt: Am Sonntag, 28. März, wird uns leider eine Stunde geklaut und wir stellen die Uhr eine Stunde vor. Viele erinnern sich jetzt vage: Wollte die EU die Zeitumstellung nicht komplett abschaffen? Aus diesem Grund ist bis jetzt noch nichts entschieden worden.

Warum wird die Zeit eigentlich umgestellt?

Seit dem Jahr 1981 stellen wir Deutschen am letzten Sonntag im März die Zeit auf Sommerzeit um. Das heißt, die Uhren werden nachts gegen 2 Uhr wieder eine Stunde vorgestellt auf die Sommerzeit. Wir müssen uns also alle von unserem langen Winterschlaf verabschieden und mit einer Stunde weniger Schlaf auskommen.

Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit wurde vor 40 Jahren aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt. Die vorangegangene Ölkrise ist der Grund: Um Energie zu sparen, wollte man abends eine weitere Sonnenstunde mehr haben, so könne man die Lampen erst später einschalten. Die Kehrseite der Medaille: Wir wissen inzwischen, dass in den Monaten März, April und Oktober deutlich mehr geheizt wird. Also kann Energie sparen als Grund nicht mehr wirklich ausreichen. Es ist einfach zur Gewohnheit geworden und wurde daher weiterhin so gemacht.

Widerstand gegen die Zeitumstellung

In den letzten Jahren wurde dann die Sinnhaftigkeit der Zeitumstellung mehr und mehr in Frage gestellt und es entstand in Deutschland eine große Diskussion um die Notwendigkeit. Laut einer EU-weiten Umfrage waren europaweit 84 % der an der Umfrage beteiligten Bürger*innen für die Abschaffung der Zeitumstellung. EU-Kommissionschef Juncker versprach damals, dass das Umfrageergebnis ernst genommen wird und die Abschaffung der Zeitumstellung beschlossen werden solle.

Zeitumstellung abschaffen? Die EU-Länder wollen (noch) nicht

Doch wie wir jetzt merken, ist diesbezüglich nicht viel passiert. Es hieß zunächst ab Oktober 2021 sollen die Uhren das letzte Mal umgestellt werden. Das wurde sogar mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit laut tagesschau.de im EU-Parlament beschlossen. Aber dazu hätten die Länder erst noch zustimmen müssen und genau das ist bis jetzt nicht passiert.

Bisher konnten sich die einzelnen Länder einfach nicht auf ein gemeinsames Vorgehen bzw. eine gemeinsame Zeit einigen. Denn in den Mittelmeergebieten ist es einfach länger hell und die Menschen dort sind an ihre Zeit gewöhnt. Bei einer gemeinsamen Winterzeit würde die Sonne überall früher aufgehen und bei der dauerhaften Sommerzeit könnten wir im Winter erst sehr spät mit Helligkeit rechnen.

Würde sich jedes Land auf eine eigene Zeit einigen, entstünde ein riesiges Zeitenwirrwar, dass sich negativ auf Tourismus, Wirtschaft und Fernverkehr auswirken würde. Daher wäre ein gemeinsamer Weg wünschenswert. Doch die Coronapandemie kam einer weiteren Entscheidung zu dieser Problematik zuvor. Nun sind erstmal andere Entscheidungen notwendiger.

Schlafprobleme, miese Laune: Kleinkinder auf den Wechsel vorbereiten

Viele kleinere Kinder haben Probleme am Tag der Zeitumstellung selbst und in den Tagen danach: Der Wechsel der Zeit bringt ihre Schlaf- und Wachroutinen durcheinander und wir Eltern haben so einige Probleme, sie wieder an ihre Zeiten zu gewöhnen. Verspätungen in Kita und Schulen sind da vorprogrammiert. Manche Kinder klagen dann auch über Schlafstörungen oder Unausgeglichenheit. Doch wir Eltern können einiges tun, ihnen den Wechsel so angenehm wie möglich zu machen:

DAK-Studie bestätigt: Zeitumstellung bereitet den Menschen Probleme

Viele Menschen in Deutschland wünschen sich: Zeitumstellung abschaffen! Denn sie bereitet vielen nicht nur Probleme mit dem Biorhythmus, viele leiden auch psychisch unter den Folgen des Zeitwechsels. Laut einer repräsentativen Umfrage der Krankenkasse DAK im Jahr 2019 leiden über 60 % der Frauen und über 50 % der Männer an Einschlafproblemen und Schlafstörungen nach der Zeitumstellung. Ca. 26 % fühlen sich zudem gereizt und leiden an Konzentrationsmangel.

Sogar 10 % gaben an, dass sie depressive Verstimmungen fühlen, die sich mit dem Wechsel der Zeit in Zusammenhang bringen. Damals gaben 31 % der Befragten an, dass sie innerhalb der kommenden fünf Jahre das Ende der Sommerzeit erwarten. Bis jetzt sieht es jedoch nicht so aus, als würde dies entschieden werden ...

Bildquelle: Getty Images/kwanchaichaiudom

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