Baby-Milchbrei im Test: Die 3 besten Abendbreie für Babys im Stiftung Warentest 2019

Stiftung Warentest hat 19 fertige Abendbreie für Babys getestet und nur drei schnitten mit “Gut” ab. Vier Babybreie erzielten gar nur ein “Ausreichend”.

19 Abendbreie für Babys im Stiftung Warentest 2019

Stiftung Warentest hat 19 Abendbreie für Babys gestestet: Nur drei waren "Gute", vier sogar nur "Ausreichend".


Mit der Frage im Kopf “Tut der Brei dem Baby gut?” analysierte Stiftung Warentest Abendbreie verschiedener Marken zum Anrühren und aus dem Glas und kam zu einem für Eltern eher ernüchternden Ergebnis: Viel zu viele Babybreie enthielten in Babynahrung nicht erwünschte Substanzen wie Zucker und Fruchtpulver oder gar Arsen, Chlorat, Isododecan und 3-MCPD-Ester. Alles Dinge, die wir Eltern lieber nicht unserem Kind füttern wollen.

Irreführende Beschriftung verleitet zum zu frühen Zufüttern

Die Experten von Stiftung Warentest empfehlen, frühestens ab dem sechsten Monat Babybrei zu füttern, dennoch werben zwei Produkte mit der Altersangabe “Nach dem vierten Monat”. Das ist für Eltern irreführend und kann dazu verleiten, seinem Kind zu früh Beikost zu geben. Dies wurde von Stiftung Warentest mit Minuspunkten abgestraft.

Schadstoffe im Babybrei

Einige Produkte enthielten Schadstoffe, die nur knapp unterhalb der Grenzwerte lagen. Besonders in den Breien mit Reispulver wurden nennenswerte Mengen von Arsen gefunden. Arsen gilt als krebserregend und hat in unserer Nahrung nichts zu suchen – und schon gar nicht in Babynahrung. Aus diesem Grund ist es ratsam, seinem Kind nicht täglich Produkte zu füttern, die Reis enthalten.

Auch der ebenfalls als krebserregend geltende Stoff 3-MCPD-Ester wurde in einem Pulver entdeckt. Hierfür gibt es zwar noch keinen Grenzwert, aber unser Elternverstand sagt uns, dass wir Brei mit einem solch gesundheitsgefährdenen Inhaltsstoff lieber meiden sollten.
Das gefundene Chlorat, dass sich aus Desinfektionsmittel bilden kann, lag zwar ebenfalls unter dem festgelegten Grenzwert, aber wenn es Babybreie ohne solche zweifelhaften Zutaten gibt, dann verzichten wir doch gerne auf Produkte, die diese enthalten – und sei es noch so wenig.

Das gleiche gilt für das gefundene Lösungsmittel Isododecan. Es hat keine nachgewiesenen Gesundheitsrisiken, aber in Babynahrung hat es trotzdem nichts zu suchen.

Abendbrei-Marken, die für die obigen Inhaltsstoffe beim Test abgestraft wurden, sind Rossmann, Milupa, Bebivita, Alete, Müller, Holle und Alnatura.

Viele getestete Abendbreie enthalten zu viel Zucker und Fruchtpulver

Aber nicht nur chemische Stoffe oder Verbindungen im Babybrei können unseren Kindern schaden. Auch Zucker und Fruchtpulver ist für so kleine Kinder keine adäquate Zutat. Zucker gilt als Ursache für Übergewicht und andere Erkrankungen und sollte deshalb nur wohldosiert in die kindliche Ernährung einfließen – vor allem vor dem ersten Geburtstag wird empfohlen am besten komplett auf Zucker zu verzichten.

In Deutschland ist es erlaubt, dass bis zu 30 % der Energie in Babykost aus zugesetztem Zucker kommen darf – und diesen Grenzwert schöpft der Keksbrei von Bebivita mit 27% fast aus.

Auch Fruchtpulver bringt unnötige Süße in den Brei und kann damit die langfristige Geschmacksprägung unserer Kinder negativ beeinflussen. Wir erziehen uns so kleine Zuckerschnuten. Besonders der Milchbrei Hafer-Apfel von Rossmann und der Vollkorn Früchte Milchbrei von Milupa schmeckten den Testern deutlich zu süß oder künstlich fruchtig, weshalb sie im Test Minuspunkte erhielten.

Die drei Testsieger im Stiftung Warentest Abendbrei für Babys 2019

Die drei Testsieger im Stiftung Warentest 2019 sind alle drei Bio-Babybreie, zwei davon zum Anrühren und einer aus dem Glas. Mit der Note “Gut” (1,9) holte sich das Abendbreipulver Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht Kinderkeks den Gesamtsieg, gefolgt vom Breipulver Babylove Bio Milchbrei Grieß von dm mit ebenfalls der Note “Gut” (2,1). Drittplatzierter, ebenfalls mit “Gut” (aber nur 2,4) wurde der Alnatura Abendbrei Grießbrei Pur.

Die Verlierer im Abendbrei-Vergleich von Stiftung Warentest 2019

Mit nur “Ausreichend” wurden gleich vier Babybreie bewertet, aber nur zwei davon mit einer vier vor dem Komma. Den vorletzten Platz belegte der Abendbrei Keks von Bebivita, der von allen getesteten Breien am meisten Zucker enthielt, in Kombination mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, sehr wenig Eisen und wenig Jod.
Auf dem allerletzten Platz mit einer Bewertung von 4,5, also gerade noch “Ausreichend”, landete mit Abstand der Babydream Guten Abend Milchbrei Hafer-Apfel von Rossmann. Der Babybrei enthält einen mittleren Zuckergehalt, vor allem Fructose, und schnitt auch bei den enthaltenen kritischen Stoffen am schlechtesten ab.

Unser Tipp: Babybrei selber machen

Nicht nur wir, auch Stiftung Warentest, rät Eltern dazu, den Babybrei einfach selber zu machen – mit frischen Früchten, Milch und einem für Babys passenden Getreide mit möglichst hohem Nährstoffgehalt, wie z. B. Haferflocken und Hirse ist das gar nicht schwer.

Den gesamten Abendbrei-Test findet ihr in der Stiftung Warentest Ausgabe September 2019 und als kostenpflichtiger Download bei Stiftung Warentest.

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