Wespenstich, Bienenstich und Hornissenstich - was tun?

Besonders schmerzhaft sind Stiche von Bienen, Wespen und Hornissen. Was Sie über diese Insekten wissen sollten, um sich vor Stichen zu schützen.

Sich vor Wespen, Bienen und Co. schützen

Vor Angriffen der Stachelträger bleiben Sie und Ihre Kinder aber in der Regel verschont, wenn Sie folgende Tipps beherzigen. Im Allgemeinen gilt: Lässt man die Tierchen schön in Ruhe, bleibt man von ihren Angriffen verschont und kann sogar in aller Ruhe ein Familienpicknick am See genießen.

Hornissen- und Bienenstiche

Hornisse

Vor allem Hornissen sind gefürchtet. Kann ihr Gift wirklich töten?


Gegen stacheltragende Insekten wie Hornissen und Bienen gibt es eine wirksame Strategie. Die lautet: Nicht Angriff ist die beste Verteidigung, sondern Ruhe bewahren! Denn anders als Mücken stechen sie nur zu, wenn sie sich oder ihren Nachwuchs bedroht fühlen. „Sieben Hornissen töten ein Pferd, drei von ihnen einen Menschen!“ Diese Behauptung gehört, so wie die charmante Süßblut-Behauptung, ins Reich der Legenden. Hornissengift ist nämlich nicht stärker als das einer Biene.
Hausmittel bei Bienenstich und Hornissenstich
Gegen die Schwellung und den Schmerz helfen Zwiebel- und Zitronenscheiben, wenn man sie auf die Einstichstelle legt und mit einer Mullbinde befestigt. Das Ganze kann nach Bedarf mehrmals wiederholt werden. Sie können auch einen Brei aus etwas Essig und Salz mischen und diesen anschließend auf dem Stich verteilen. Nach ungefähr zehn Minuten können Sie die Prozedur wiederholen.

Was tun gegen Wespenstiche?

Weitaus angriffslustiger als die auf Distanz bedachten Bienen und Hornissen sind Wespen - die den Menschen schon mal direkt angreifen, wenn er ihrem Nest oder ihnen selbst zu nahe kommt. Sie sind aber auch so verfressen, dass sie sich gerne selbst als „Mitesser“ beim Grillfest oder an einer Kuchentafel im Freien einladen. Wer ihnen dann das Essen streitig macht, wird kurzerhand durch einen empfindlichen Stich abgestraft.

Wespenstich

Das Mal eines Wespenstichs.


Eventuell stecken gebliebene Stachel sollten rasch ausgesaugt oder mit einer Pinzette herausgezogen werden. Die Einstichstelle sofort kühlen, damit sie nicht anschwillt. Wickeln Sie ein in Essigwasser getränktes Tuch um die Einstichstelle. Haben die Tierchen in den Mund, Hals oder die Schleimhäute gestochen, müssen Sie schnell handeln, denn die Schwellung kann zu Atemnot führen. Erste Hilfe: Eiswürfel lutschen und sofort zum Arzt.

Was tun bei Bienenstichen im Mund- oder Rachenraum? Mehr Infos dazu finden Sie im Video: Tipps gegen Bienenstiche

Ausschläge nach Insektenstichen sind ein Alarmsignal

Insektenstiche verlaufen in aller Regel glimpflich, bei drei bis fünf Prozent kann ein Bienen- oder Wespenstich jedoch eine allergische Reaktion auslösen. Neueren Untersuchungen zufolge tragen beispielsweise Heuschnupfenallergiker ein erhöhtes Risiko.
Eine Insektengiftallergie tritt meist nicht spontan auf, sondern kündigt sich mit folgenden Symptomen an, die erst durch wiederholte Stiche an Schwere zunehmen: Juckreiz, Hautausschlag, Gesichtsschwellungen, Übelkeit bis hin zu Atemnot und Schock.
Wenn Sie wissen, dass Ihr Kind eine Insektengiftallergie hat, sollte es auch auf Schulausflügen oder Wochenendtouren eine Notfallapotheke mit schriftlicher Anleitung zum Gebrauch von Antihistaminika-Tabletten, Kortisonpräparaten und Adrenalinspray dabei haben. Erwägen sollten Sie eventuell auch eine Immunisierung gegen das Insektengift. Allergologen haben sehr gute Erfahrungen mit der Wirksamkeit einer sogenannten Hyposensibilisierung gemacht. Dabei wird dem Patienten in allmählich gesteigerter Dosis und in regelmäßigen Abständen eine winzige Menge des Gifts injiziert. So kann sich der Körper nach und nach an die allergieauslösende Substanz gewöhnen.