Fett aus Fisch und Pflanzen besonders wertvoll

Ernährung in der Schwangerschaft braucht auch Fett. Bestimmte Sorten Fett in Fisch und hochwertigen Pflanzenölen sind für das Baby wichtig


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Zu viel Fett macht „fett“ – auch in der Schwangerschaft. Ein Gramm liefert doppelt so viele Kalorien wie die gleiche Menge Eiweiß oder Kohlenhydrate. Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit, denn bestimmte Fette erfüllen im Körper wichtige Funktionen und sind deshalb insbesondere für die Ernährung in der Schwangerschaft wichtig. In Schwangerschaft und Stillzeit vor allem für das Baby: Essenzielle Fettsäuren sind für die Entwicklung von Gehirn, Zentralnervensystem und Netzhaut der Augen unentbehrlich.

Ungesättigten Fettsäuren für die Ernährung in der Schwangerschaft besonders wichtig

Um das Baby optimal zu versorgen, kommt es für werdende Mütter bei der Ernährung in der  Schwangerschaft sehr auf die Qualität des Fetts an. Besonders wertvoll sind pflanzliche Öle, denn sie enthalten die lebensnotwendigen (essenziellen) ungesättigten Fettsäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann.  Empfehlenswerte Öle in der Schwangerschaft:
  • Distelöl
  • Maiskeimöl
  • Olivenöl
  • Sojaöl
  • Sonnenblumenöl
Für die Entwicklung des kindlichen Gehirns gilt eine spezielle Gruppe dieser ungesättigten Fette als besonders wichtig: die Omega-3-Fettsäuren. Und: Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren während der Schwangerschaft das Frühgeburtsrisiko verringert und das Geburtsgewicht des Kindes erhöht. Gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft sind: 
  • Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering sowie
  • hochwertige Pflanzenöle wie Raps- und Walnussöl, die kalt gepresst z.B. Salate, Dipps und Marinaden würzen. Walnussöl sollte man jedoch nicht erhitzen, sonst gehen wertvolle Inhaltsstoffe verloren.
Schon kleine Mengen Fett in der Schwangerschaft reichen aus Bei Seefisch und hochwertigen Pflanzenölen sollten Schwangere und Stillende also regelmäßig zugreifen. Über die Plazenta und die Muttermilch finden diese lebensnotwendigen Fettsäuren während der Schwangerschaft den Weg zum Baby. Große Mengen müssen es gar nicht sein: Schon ein Esslöffel Rapsöl deckt während der Schwangerschaft den Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren. Dafür kann man bei tierischen Fetten in Fleischgerichten, Wurst und Käse sparen, weil sie außer Kalorien wenig zu bieten haben. Dies gilt auch für „versteckte“ Fette in vielen Fertigprodukten. Auch auf diese sollte man bei der Ernährung in der Schwangerschaft eher verzichten.



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