Impfen in der Zukunft: Impfpflaster statt Spritze?

Eigentlich sind sie nichts Neues: Impfpflaster. Doch jetzt wurden sie nicht nur an Tieren sondern auch an Menschen getestet. Müssen wir bald keine Angst mehr vor Spritzen haben, sondern erhalten durch Impfpflaster den gewünschten Schutz? Wir stellen Ihnen die Impfalternative vor.

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Schon seit einigen Jahren wird an alternativen Impfmethoden geforscht. Ein Ansatz dabei ist das sogenannte Impfpflaster. Das erwies sich bei Tests an Ratten und Mäusen als sehr vielversprechend. Und auch bei einer Studie mit 100 gesunden Erwachsenen waren die Ergebnisse positiv. Durch Mikronadeln an der Unterseite wird die Haut beim Aufkleben leicht eingeritzt, sodass der Impfstoff abgegeben werden kann. Nach 20 Minuten ist der ganze Spuk vorbei – und das Pflaster löst sich selbst auf. Aufgeklebt wird das Impfpflaster am Handgelenk.

Die Ergebnisse der Impfpflaster-Studie mit Menschen

Bei der Studie mit 100 Probanden kam heraus, dass es keinen Unterschied bei der Impfwirkung machte, ob die Pflaster nun selbst aufgeklebt wurden oder durch eine Fachkraft. Auch die Immunreaktion war im Durchschnitt sowohl bei der herkömmlichen Impfung mit Nadel als auch bei der Impfung durch das Pflaster gleich. Trotzdem gab es verhältnismäßig wenig Teilnehmer und man müsse auch herausfinden, wie das Impfpflaster bei älteren Menschen, Babys und Kindern vertragen werde.

Durch alternative Impfmethoden versprechen sich Forscher vor allem eine höhere Impfbereitschaft. Denn auch wenn der kleine Nadelstich an sich nichts Schlimmes ist, graut es vielen Menschen vor dem damit verbunden Schmerz. Das wäre bei einem Impfpflaster nicht mehr gegeben.

Professor Mark Prausnitz vom Georgia Institute of Technology glaubt an das Impfpflaster. Er war bei besagter Studie mit Menschen, die im Fachmagazin „Lancet“ veröffentlicht wurde, beteiligt. „Unsere Vision ist, dass Menschen irgendwann in naher Zukunft zum Laden gehen, Pflaster für sich und ihre Familien kaufen und sie sich zuhause auf die Haut kleben“, so Prausnitz. Denn Impfungen seien dann viel leichter für die Allgemeinheit zugänglich.

Impfalternativen: Creme oder Impfpräparat zum Schlucken

Es wird auch an anderen Impfmethoden geforscht wie beispielsweise eine Creme oder eine Pille zum Schlucken. Auch eine Art Mundspülung wird in der Forschung untersucht. Doch soweit wie beim Impfpflastern waren die Forschungen an diesen Methoden noch nicht. Vorteile sind bei solchen alternativen Impfmethoden vor allem die leichte Handhabung sowohl beim Transport als auch bei der Anwendung und auch die günstigere Herstellung. So können auch Entwicklungsländer davon profitieren.

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