Läusemittel im Test - diese Läuseshampoos helfen wirklich

Oft halten Kopfläuse nach den Ferien für mehrere Monate Klassenzimmer und Kitas auf Trab. Die Stiftung Warentest hat jetzt Läusemittel getestet. Die Sieger-Shampoos finden Sie hier.


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Läusen vorbeugen?



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Nach den Ferien ist vor der Läuseplage. Wirklich vorbeugen können Sie einem Befall mit Kopfläusen eigentlich nicht. Jeder Mensch der Kontakt zu anderen Menschen hat, ist eine potentielle Läusewohnung und Nahrungsquelle für die Blutsauger. Sicher sind nur Einsiedler und Glatzköpfe. Denn die Miniparasiten finden auf behaarten Köpfen alles was sie brauchen: Sie haben Platz, können ihre Eier an den warmen Haarwurzeln ablegen und haben genug Nahrung, indem sie winzige Mengen Blut absaugen.

Weil Läuse gerne klettern und spazieren, geht es mit der Übertragung sehr schnell. Einmal den Kopf zusammen stecken kann reichen, dass eine Laus ein neues Territorium besiedelt. Weil Kinder viel öfter beim Spielen oder Selfies machen die Köpfe zusammen stecken, sind in der Regel immer gleich mehrere Kinder von Läusen betroffen. Dabei trifft es Mädchen öfter als Jungs, wohl weil längere Haare bessere „Brücken“ zu anderen Köpfen bauen.


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Diese Läusemittel helfen wirklich

Aber welches Läuseshampoo hilft am besten? Die Stiftung Warentest hat gängige Läusemittel getestet. Die beste Bewertung „geeignet“ vergaben die Arzneimittelexperten an Dimet 20, EtoPril und Jacutin Pedicul Fluid. Aussagekräftige Studien belegen deren Wirksamkeit und sie sind gut verträglich. Alle drei Läuseshampoos enthalten Dimeticon, ein syntetisches Öl das am besten wirkt, weil es die Blutsauger erstickt. Wichtig ist der Hinweis, dass manche Öle leicht entflammen. Während der Behandlungs- und Einwirkzeit sollten die Kinder nicht in die Nähe von Feuer, Brandherden oder Zigarettenstummeln gelangen.

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Laut Experten kommt es bei der Behandlung auch immer auf die korrekte Anwendung der Läusemittel an. Dazu gehört: Großzügig auftragen und immer zweimal behandeln, denn die Läuseeier werden nicht zuverlässig gleich beim ersten Mal getötet, die zweite Generation könnte schlüpfen. Außerdem sollten unbedingt zwei Läusewaffen zum Einsatz kommen: Läusemittel plus Läusekamm.
Läuse erkennen
Wenn sich ihr Kind auffällig oft am Kopf kratzt, sollten Sie genau hin schauen. An den Schläfen, im Nacken und hinter den Ohren fühlen sich die kleinen Blutsauger am wohlsten. Checken sie alle Bewohner im Haushalt. Im Falle eines Befalls müssen sie die Schule, den Kindergarten oder die Kita informieren. Manchmal verlangen Kitas und Schulen ein Attest vom Arzt, dass die Kinder wieder läusefrei sind. Ansonsten sollten Sie spätestens zum Arzt gehen, wenn die zweite Behandlung wirkungslos ist. Kinderärzte können Präparate verschreiben, dann werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.
Das ganze Haus entlausen ist nicht nötig
Sie brauchen nicht den kompletten Haushalt putzen, alles durchwaschen und Stofftiere einfrieren. Läuse verlassen Köpfe sehr selten und sterben dort in wenigen Stunden, maximal nach drei Tagen. Wer sicher gehen will oder keine Lust auf tote Läuse auf dem Kopfkissen hat, kann Bettzeug und Mützen waschen sowie Bürsten abkochen.

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Der Läusemittel Test Mittel gegen Läuse findet sich in der September-Ausgabe der Zeitschrift "test" und ist online unter www.test.de/lauesemittel abrufbar.

Anna Hentsch

von Anna Hentsch