Meningitis: Das ist häufig der Auslöser für Hirnhautentzündung bei Babys

Kleine Babys sind einfach so süß, dass man sie ständig liebkosen möchte. Doch hier ist Vorsicht geboten: Gerade beim Küssen werden oft Viren wie das Herpes-Virus weitergegeben, mit denen Neugeborene noch nicht fertig werden.


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Wenn Oma, Opa, Tante, die Kollegen und die beste Freundin zu Besuch kommen, um das neugeborene Baby zu bestaunen, wird dem süßen Knirps gerne mal ein Küsschen gegeben. Die kleinen Fäustchen und die vollen Wangen sind einfach zu niedlich!
Auch wenn es schwer fällt: Bremsen Sie die liebevollen Gäste, denn zu hoch ist das Risiko, das Baby mit Karies-und Erkältungsbakterien oder Viren anzustecken. Besonders gefährlich ist es, Babys auf den Mund zu küssen, da besagte Viren durch Sekret-Tröpfchen über die Atmung und den Speichel sehr leicht übertragen werden. Aber auch ein Schmatzer auf das kleine Händchen kann Infektionen begünstigen, da Babys und Kleinkinder ihre Finger gerne in den Mund stecken.

Baby auf den Mund küssen_Herpesgefahr


© Antonio Gravante - stock.adobe.com
Herpes: Gefahr einer Hirnhautentzündung

Babys und vor allem Neugeborene sind sehr empfindlich gegenüber Krankheitserregern und Viren. Das liegt daran, dass ihr Immunsystem noch nicht voll ausgereift ist. Später, beim Kontakt mit anderen Kindern in der Kita oder dem Kindergarten, machen die meisten Kinder zahlreiche Erkältungswellen und Kinderkrankheiten mit – und das Immunsystem wird stärker und stärker. Doch im zarten Alter von unter einem Jahr kann ein Kuss einer mit Herpes infizierten Person für ein Baby sehr schnell die Ansteckung bedeuten. Je kleiner der Säugling ist, desto weniger ist sein Körper fähig, sich gegen die Bakterien und Viren wehren.

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Im schlimmsten Fall führt ein Herpes-Virus zu Meningitis, also einer Hirnhautentzündung. Bei einer Meningitis ist die Membran, die das Gehirn und das Rückenmark umgibt, entzündet. Durch die schnelle Ausbreitung der Entzündung kann bei einer Hirnhautentzündung eine akute Lebensgefahr bestehen. Daher sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, wenn Sie glauben, dass Ihr Baby an einer Hirnhautentzündung leidet.
Doch selbst wenn es nicht zu dieser lebensgefährlichen Erkrankung kommt, tragen Erwachsene häufig Erkältungsviren oder sogar Karies in sich, die durch das Küssen auf den Mund übertragen werden.
Karies - Böse Bakterien im Mund
Was bei Erwachsenen gar keine sichtbaren Auswirkungen hat, kann durch den Austausch der Bakterien im Babymund zu einer Zerstörung des Zahnschmelzes kommen, sogar, wenn die Zähne noch gar nicht durchgebrochen sind! Aus diesem Grund sollten Sie oder andere Betreuungspersonen Ihres Babys nie den Babylöffel ablecken oder aus der gleichen Flasche wie Ihr Baby trinken.
Tipps: Das sollten Sie beachten
• Es ist schwer, jemandem zu verbieten, das Baby zu küssen und zu liebkosen – schließlich ist es ein Ausdruck von Liebe. Sorgen Sie dennoch dafür, dass Ihr Baby nicht auf den Mund geküsst wird und weisen Sie auf die Risiken der oralen Bakterienübertragung hin.

• Lecken Sie keine Löffel oder Babyflaschen ab.

• Reinigen Sie Schnuller mindestens einmal täglich unter fließendem Wasser und sterilisieren Sie sie in regelmäßigen Abständen. Alle zwei bis drei Monate sollten Sie neue Schnuller besorgen. Wenn ein Schnuller porös und klebrig ist und Risse aufweist, sollten Sie ihn entsorgen.

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Sophia Gesierich

von Sophia Gesierich




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