Pumpkin Pie Rezept: Kürbispastete ganz leicht selber machen

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Und wenn es eine Sache gibt, die wir noch mehr lieben als eine herzhafte, cremige Kürbissuppe, dann ist das ein großes Stück Pumpkin Pie. Der US-Klassiker ist mittlerweile auch bei uns beliebt und das perfekte Rezept für kalte Feiertage oder kuschelige Herbst-Wochenenden. Denn die süße Nachspeise ist die perfekte Gelegenheit, noch mehr leckeren Kürbis auf den Tisch zu bringen und die Wohnung in ein wohliges Aroma von Butterteig, Zimt und Muskat zu hüllen.

pumpkin pie

Leuchtend orange, super cremig und voller Herbstgewürze: Wir nehmen uns noch ein Stück!


Das Rezept, das wir hier für euch haben, ist ein echter Klassiker, der sich mit ein paar Handgriffen aber leicht abwandeln lässt. So könnt ihr vegane, glutenfreie oder gesündere Alternativen, Zuckeraustauschstoffe  und weniger oder mehr Gewürze verwenden. Auch die Wahl des Kürbisses ist euch überlassen: Wir verwenden für den Pie am liebsten den pflegeleichten Hokkaido, der nicht einmal geschält werden muss. Die orange Schale vom Hokkaido macht den Pie besonders orange. Geschälter Kürbis schmeckt genauso lecker, lässt den Pie am Ende aber eher bräunlich aussehen. Einen Gedanken wert, wenn ihr für Besuch oder Festtage backt. Aber auch Butternut, Muskat oder Ausschabungs-Reste vom Halloween-Kürbis eignen sich perfekt. 

Los geht’s, it’s Pie Time!

Zutaten: Das braucht ihr

Vorbereitung und Ausrüstung:

  • abgekühltes Kürbispüree, siehe Tipp 1 unter dem Rezept
  • 20 oder 22 cm runde Backform, siehe Tipp 2 unter dem Rezept 

Für den Pie:

  • 160 g Weizenmehl 
  • 1/2 TL Salz
  • 110 g Butter, kalt
  • 3 bis 4 EL kaltes Wasser

Für die Füllung:

  • 500 ml Kürbispüree (ca. 180 g ungeschälter, entkernter Hokkaido, s.u.)
  • 2 Eier, geschlagen
  • 350 ml Sahne oder Halb und Halb
  • 200 g brauner Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zimt (siehe Tipp 4 unter dem Rezept)
  • 1/2 TL gemahlener Ingwer
  • 1/2 TL gemahlenes Muskat

Zubereitung (ca. 1h):

  1. Den Backofen auf 200 Grad (180 Grad Umluft) vorheizen.
  2. Bereitet die Pie-Kruste zu: Mehl und Salz mischen und Butter schnell mit den Fingern in die Mischung reiben, dass eine krümelige Masse entsteht (geht auch in der Küchenmaschine mit Knetaufsatz). Nicht kneten! Jetzt gebt ihr nacheinander 3 bis 4 EL kaltes Wasser dazu und knetet so lange, bis eine homogene Masse entsteht. Der Teig muss feucht genug sein, um seine Form zu halten.
  3. Formt den Teig mit bemehlten Händen zu einem Ball und rollt ihn auf einer mit Mehl bestäubten Unterlage aus, bis er ca. 3 mm dick ist. Stellt eure umgedrehte Backform auf den Teig und schneidet ihn mit einem scharfen Messer so aus, dass etwa 4 cm am Rand überstehen. Rollt euren Teig vorsichtig um euer Nudelholz und platziert ihn mittig auf eurer gefetteten Backform. Jetzt könnt ihr ihn nach und nach abrollen, vorsichtig auf dem Boden platzieren und an den Rändern festdrücken.
  4. Gebt Kürbispüree, Sahne, Eier, Zucker, Salz und Gewürze in eine große Schüssel und mixt die Mischung mit einem Handmixer (oder auch im Standmixer) kräftig durch, bis eine homogene Masse entsteht. Füllt sie in eure Backform und backt den Pumpkin Pie für 40 min, oder bis ein am Rand in die Masse eingeführtes Messer (ca. 3 cm reichen) sauber bleibt.
  5. Jetzt kommt der schwierigste Schritt: Lasst den Pie mindestens 2 h abkühlen, bevor ihr ihn anschneidet. Genießbar ist er natürlich schon eher, aber die Füllung noch flüssig, sodass euch euer Pie unschön zerfließt.

5 Tipps für den perfekten Pumpkin-Pie

Tipp 1: Kürbispüree selber machen 

Viele Amerikaner verwenden bekannterweise gerne Kürbispüree aus der Dose, Gourmets, Hobbybäcker und Omas schwören aber auf das selbergemachte Püree. So geht’s: 

  • Kürbis in der Mikrowelle kochen: Hokkaido waschen, halbieren und Kerne auslöffeln (ggf. für’s Rösten im Ofen aufbewahren!). Kürbis in grobe Stücke schneiden und in der Mikrowelle mit einem EL Wasser fest zugedeckt bei 600 Watt etwa 15 Minuten kochen, nach halber Zeit vorsichtig umrühren.
  • Kürbis backen: Dauert am längsten, bringt aber ein unvergleichliches Aroma. Kürbis waschen, in grobe Stücke schneiden und mit etwas Öl bestreichen (alternativ abgedeckt) bei 200 Grad im Ofen ca. 40 min Backen. 
  • Kürbis dämpfen/ kochen: Kürbis kleinschneiden und in etwas Wasser ca. 20-30 min kochen oder mit dem Dampfaufsatz ca. 30 min dämpfen, bis alle Stücke weich sind. 

Nach der Zubereitung könnt ihr euren abgekühlten Kürbis ganz leicht schälen oder bei Arten mit weicher Schale wie dem Hokkaido diese mitverarbeiten.

Tipp 2: Die Pie-Basis ist alles

Investiert in eine gute Backform. Formen aus Silikon sind praktisch und leicht zu reinigen, der empfindliche Boden des Pumpkin Pie kann beim Transport aus dem Ofen oder beim Herauslösen aber leichter brechen. Wir lieben die nostalgische Keramik Pie Pan von Kitchen Craft, hier erhältlich über Amazon*,  haben aber auch mit einer klassischen Auflaufform aus Borosilikat, wie dieser Backform von Arcuisine, hier ebenfalls über Amazon erhältlich*, gute Erfahrungen gemacht. Ihr seht schon, wir lieben unseren Pumpkin Pie!

Tipp 3: Pumpkin Pie Spice selber machen 

Die Gewürzmischung gibt es in den US und Kanada fertig zu kaufen, wir machen sie für unser Rezept selbst. Dabei lohnt es sich, gleich eine größere Menge Zimt, Muskat und Ingwer in gleichen Anteilen zu mischen und in einer Tupperbox aufzubewahren. Denn auch in heißer Schokolade, im Latte Macchiato , im herbstlichen Apfelkuchen und überall, wo ihr sonst gerne Zimt verwendet, schmeckt Pumpkin Pie Spice himmlisch. Besonders, wenn ihr für eure Kids backt, empfehlen wir unbedingt Bio-Ceylon-Zimt für einen authentischen Geschmack und geprüft unbedenkliche Inhaltsstoffe, wie den Lebensbaum Ceylon Zimt, hier erhältlich über Amazon.* Billigerer Cassia-Zimt enthält Cumarin, das als bedenklich eingestuft wird. 

Tipp 4: Hitzeschutz für den Rand

Der überstehende Rand des Pies backt meist schneller als der Rest und kann so fix zu braun werden. Unser Tipp: Bedeckt ihn nach 20 min Backzeit mit Alufolie, damit er nicht verbrennt. Wenn ihr regelmäßig backt und/ oder kein Fan von Alufolie seid, könnt ihr euch auch ein Pie Shield wie das Mrs. Anderson’s Baking Pie Crust Protector Shield, hier erhältlich über Amazon, zulegen.*

5. Pumpkin-Pie-Deko als krönender Abschluss

Bei uns gibt es Pumpkin Pie ganz klassisch und rustikal mit einer ordentlichen Portion Schlagsahne drauf.  Auch Vanille-Eis eignet sich gut, wenn der Pie noch leicht warm ist. Für Halloween könnt ihr mit dunkler Schokolade ein Spinnennetz aufträufeln, für Feiertage aus Teigresten Blätter, Eicheln oder Herzchen formen und mitbacken. Wer es ganz fancy mag, bestäubt den Pie zum Schluss noch mit essbarem Goldspray, wie dem Metallic Food Paint von Rainbow Dust, hier über Amazon erhältlich.* 

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