Stillen: Auch gut für die Mutter

Dass Stillen für Babys gesund ist, ist hinlänglich bekannt. Aber auch Mütter profitieren in vielfacher Hinsicht davon, wenn sie ihr Baby stillen. Sogar noch Jahrzehnte später!


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Wer stillt, tut sich und seinem Baby viel Gutes


© iStock
Stillen ist praktisch, kostenlos - und Muttermilch ist die ideale Nahrung für Babys. Sie ist reich an Vitaminen und Abwehrstoffen und enthält alles, was Babys brauchen. Dabei passt sie sich sogar an die ganz individuellen Bedürfnisse an, beispielsweise, wenn das Kind krank ist:

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Aber damit nicht genug: Auch Mütter haben viele gesundheitliche Vorteile, wenn sie ihr Kind stillen: 
Stillen: Nicht nur gut fürs Baby, sondern auch für die Mutter
Stillende Mütter verlieren nach der Geburt schneller ihre Babypfunde, denn durch das Stillen werden zusätzliche Kalorien verbraucht. Wenn Sie Ihrem Baby die Brust geben, verbrauchen Sie ungefähr 500 Kalorien mehr als wenn Sie Ihr Kind mit Babymilch füttern. (Alternativ können Sie auch eine Stunde Joggen oder 30 Minuten Seil springen!) Auch für Mamas Psyche ist das Stillen gut: Besonders das erste Stillen nach der Geburt beruhigt und stärkt das Selbstvertrauen. Mütter, bei denen das Stillen von Anfang an gut funktioniert, haben das Gefühl, ihrem Kind das geben zu können, was es braucht, die Mutter-Kind-Bindung wird gestärkt. Zudem verringert Stillen das Risiko, an einer postpartalen Depression zu erkranken.

Wenn das Baby an Mamas Brust saugt, wird das Hormon Prolaktin verstärkt ausgeschüttet. Das führt unter anderem dazu, dass Mütter entspannter und gelassener sind und besser mit dem Schlafmangel der ersten Babywochen zurecht kommen. Und ein zweites Hormon hat positive 'Nebenwirkungen' auf die frisch gebackene Mama: Beim Stillen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Oxytocin sorgt dafür, dass Mütter insgesamt stressresistenter sind – und es löst die sogenannten 'Stillwehen' aus. Die Gebärmutter zieht sich zusammen, die Rückbildung der Gebärmutter wird unterstützt. 

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Langzeitwirkungen für stillende Mütter

Auch noch Jahre später profitieren Mütter vom Stillen ihrer Kinder. Zahlreiche Studien belegen, dass Stillen vor der Entwicklung eines Mammakarzinoms schützen kann. Dabei gilt: Je länger Mütter ihre Babys stillen, umso geringer ist das Risiko, später an Brustkrebs zu erkranken. Das gilt vor allem, wenn die Frauen nicht rauchen. Zudem senkt Stillen das Risiko der Mutter für Eierstockkrebs, Herzkreislauferkrankungen, Übergewicht und für Osteoporose.

Eine Langzeitstudie aus den USA zeigt, was Wissenschaftler schon lange vermutet haben: Wer sein Baby stillt, senkt damit das Risiko später an Diabetes mellitus zu erkranken – und zwar um ein Viertel (bei bis zu sechs Monate Stillen) bis fast die Hälfte (sechs bis zwölf Monate Stillen). 

Und noch ein Argument, das für das Stillen spricht: Die Brust leidet nicht unter dem Stillen und das Stillen ist nicht für einen 'Hängebusen' verantwortlich! Die Tatsache, dass sich die Brust eventuell verändert, liegt an der Schwangerschaft an sich – nicht am Stillen oder Nicht-Stillen.

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