Warum die Reittherapie hilft


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Warum die Reiththerapie hilft

Vom Pferderücken aus übertragen sich Impulse auf den Reiter, die die Haltungs-, Gleichgewichts- und Stützreaktionen trainieren. Der Reiter lernt, seine Muskeln gezielt anzuspannen und wieder zu entspannen. Die Arbeit mit den meist speziell ausgebildeten Pferden fördert unter anderem Koordination, Balance und Motorik. Viele Patienten erhalten dadurch ein völlig neues Körpergefühl. Das gilt auch für Jan. „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt,“ sagt seine Mutter, die am Nachmittag auf einer Bank in der Sonne sitzt und ihren Sohn bei seiner Reitstunde beobachtet. Neben ihr sitzt Jasmins Mutter. Jasmin ist neun Jahre alt und reitet mit stolzer Miene auf dem Wallach Antares hinter Jan her. „Die Hippotherapie ist Teil der Reha-Maßnahmen,“ erklärt ihre Mutter. „Nach einem Autounfall spielte ihr Nervensystem verrückt, sie hatte Lähmungserscheinungen im linken Bein und muss nun wieder laufen lernen. Aber das hat sie schon fast wieder im Griff.“ Keine Wunder: Im Schritt gehende Pferde haben einen Gangrhythmus, der dem menschlichen nahezu identisch ist. „Genau das ist ein wichtiger Trick bei der Reittherapie,“ erklärt Jenny Renner, „Patienten mit Bewegungsstörungen können ihre verloren gegangene Gehfähigkeit mit Hilfe der Impulse der Pferde wieder zurück gewinnen oder auch ganz neu erlernen.“