Erziehungstipps: 100 Tipps für jede Situation

Niemand kennt seine Kinder besser als die Eltern - trotzdem gibt es manchmal Situationen, in denen man als Eltern ratlos dasteht und sich fragt : "Ist das normal?" und "Was mach ich jetzt am besten?". Wir haben 100 Erziehungstipps , für ganz konkrete Alltagssituationen: von Babys erstem Quengeln bis zum Krach um Social Media.

Jede Mutter und jeder Vater weiß, dass Erziehung oft eine große Herausforderung darstellt, bei der man eigentlich nicht die Nerven verlieren sollte. Aber man tut es manchmal und da gibt es nur die Devise "Wegatmen". Gerade bei älteren Kindern solltet ihr euch überlegen, wie viel Energie ihr für bestimmte Kämpfe einsetzen wollt. Endlose Diskussionen, in denen man sich nur im Kreis dreht, will niemand. Wir verstehen unsere Tipps vor allem als Denkanstöße. Bei diesen Ratschlägen ziehen sich aber ein paar Grundansätze durch, die sich bewährt haben:

  1. Konsequenz: Wenn ihr eure tollen Erziehungsansätze immer wieder selbst unterlauft, weil es schnell gehen muss oder einfacher erscheint, werdet ihr sehen, dass sie nicht so wirken, wie sie sollten. Denn euer Nachwuchs nimmt euch dann weniger ernst, wenn es um konkrete Aufforderungen geht.
  2. Kommunikation: Klare Ansagen, klare Grenzen und Konsequenzen. Das ist nicht lieblos, sondern hilft euren Kindern, sich zu orientieren.
  3. Vorbildfunktion: Ihr seid das Vorbild, ob ihr wollt oder nicht. Eure Kinder schauen sich ihr Verhalten von euch ab. Von ihnen etwas zu verlangen, was ihr nicht auch selber macht, lässt sich schwer durchsetzen.
  4. Hört zu: Eure Kinder sollten immer das Gefühl haben, dass ihr ihre Sorgen und Nöte ernst nehmt. Das gilt besonders für ältere Kinder und Teenager.
  5. Viel loben: Positives Verhalten zu bestärken, statt negatives Verhalten zu bestrafen, hat sich bewährt.
  6. Ruhe bewahren: Atmen, ein Glas Wasser trinken und sich dann wieder der Situation stellen, hilft dir, bessere Lösungen zu finden.
  7. Redet: Haltet den Kontakt, sprecht über Gefühle und bestraft nicht mit Schweigen.
  8. Holt euch Unterstützung: Wenn ihr euch überfordert fühlt, ist es ein Zeichen von Stärke zu sagen, dass ihr Hilfe braucht, sei es von Freunden oder von professioneller Seite.
100 Erziehungstipps

Auch einem Baby kann man schon ein Nein vermitteln.


5 Erziehungstipps für Babys

Gegen Ende des ersten Lebensjahres kannst du von deinem Baby schon ein bisschen Geduld einfordern. Du musst nicht gleich springen, wenn es etwas von dir möchte, es kann jetzt durchaus auch einmal kurz warten. In der Regel lernen Eltern schnell, ob wirklich etwas ist, oder ob das Baby nur jammert, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen oder etwas einzufordern. Dieses Quengeln darfst du nun auch mal ohne schlechtes Gewissen ignorieren. Auch sollen die Kleinen wissen, was erlaubt ist und was nicht: Wie vermittele ich ein "Nein"?

  1. Weniger ist mehr: Ein "Nein" wirkt eindrucksvoller, wenn es nicht so oft ausgesprochen wird. Lass dich nicht dazu hinreißen, es ständig zu wiederholen. Nutze es wirklich nur als Verbotswort, insbesondere dann, wenn es dem Schutz des Kindes dient, also bei gefährlichen Gegenständen und Situationen.
  2. Tonlage und Mimik nutzen: Bleib unbedingt konsequent. Ein "Nein" ist ein ernstgemeintes Verbot, was sich auch in deiner Stimmlage und Mimik zeigen sollte. Vermeide es, "Nein" im Spaß zu sagen, womöglich noch während du lachst. Dann verliert das Verbotswort an Bedeutung.
  3. Die Gunst der Stunde: Verlass dich nicht darauf, dass sich dein Baby bzw. Kleinkind an Verbote hält, selbst wenn es diese offenbar verstanden hat. In einem unbeobachteten Moment kann die Neugier ganz schnell die Oberhand gewinnen.
  4. Lob wirkt besser als Strafe: Strafen bringen nichts, denn dein Baby kann Strafen noch nicht mit dem Fehlverhalten in Verbindung bringen. Besser als Strafen bei ungewünschtem Verhalten wirkt ein Lob - und liebevolle Zuwendung bei gewünschtem Verhalten.
  5. Vorbild sein: Sei ein Vorbild! Babys lernen durch Nachahmung. Lebe deinem Kind also vor, was du von ihm wünschst, insbesondere im Umgang mit anderen Menschen.

Dein kleiner Schatz hat sich nämlich schon sehr entwickelt und kann schon ein paar Grenzen vertragen:

6 Erziehungstipps für das Trockenwerden

  1. Keine Bodys: Der Beginn der windelfreien Zeit ist gleichzeitig das Aus für Bodys, jetzt beginnt die Höschen-Zeit! Sollte dein Kind hin und wieder noch eine Windel tragen, machen von nun an Windelhöschen Sinn, denn die kann es wie eine Unterhose selbst herunterziehen.
  2. Nichts Umständliches anziehen: Kleidung, die das Kind alleine und schnell runterziehen kann, macht die Sache deutlich einfacher!
  3. Sei vorbereitet: Auch wenn das Pipi-Machen schon ganz gut funktioniert, solltest du noch ein paar Not-Windeln als Reserve im Schrank haben. Gerade in einer fremden Umgebung fällt es oft schwerer, das neu Gelernte umzusetzen. Viele Kinder möchten zum Beispiel nicht auf ein großes, fremdes Klo und zögern den Gang zur Toilette so lange hinaus, bis es zu einer kleinen Pfütze kommt.
  4. Gute Anschaffung: Sobald dein Kind seinen Mittagsschlaf ohne Windel macht, solltest du Matratzenschoner besorgen.
  5. Zutrauen: Wenn dein Kind auch ohne Windel zum Einkaufen oder anderswohin mitgehen möchte, solltest du ihm das auch ermöglichen.
  6. Timing ist wichtig: Am besten lässt sich das Trockenwerden im Sommer üben: Die warmen Temperaturen sind optimal, um den Sohn oder die Tochter "unten ohne" im Garten spielen zu lassen; und der sichtbare Erfolg verdeutlicht den Zusammenhang zwischen dem Druckgefühl in der Blase und dem Wasserlassen. Auch die Ferien, wenn alle ein bisschen mehr Zeit haben fürs häufige Umziehen, sind ein geeigneter Zeitpunkt für den Start. Ein schlechter Zeitpunkt ist, wenn ein Umbruch ansteht, beispielsweise kurz vor der Geburt des Geschwisterchens, vor dem Umzug oder dem Kita-Start.

5 Erziehungstipps für das Einkaufen mit Kind

  1. Gelassen bleiben: Wir sind Kunden und bringen Geld. Wir müssen nicht geduckt durch den Supermarkt laufen, auch wenn wir ein schreiendes Kind hinter uns herziehen. Unsere Gelassenheit überträgt sich auf das Kind.
  2. Gut vorbereitet: Mit hungrigem oder erschöpftem Kind lässt es sich nicht so gut einkaufen gehen. Unter der Woche vormittags einzukaufen, ist auch stressfeier.
  3. Nutzt eure Kinder als Einkaufsassistenten: Sie haben etwas zu tun und fühlen sich groß, wenn sie Mama oder Papa die gewünschte Milchtüte und andere benötigte Sachen bringen können..
  4. Lernen fürs Leben: Man muss ihnen auch nicht immer Süßes versprechen, denn schon die Rolling Stones wussten: "You can’t always get what you want".
  5. Wahl des Supermarktes: Keiner mit Psychotricks und vielen Lockangeboten! Und natürlich einer, bei dem man noch gut mit dem Kinderwagen um die Ecken kommt.

 4 Erziehungstipps für Streit im Sandkasten

  1. Beobachte  Besitz-Konflikte so neutral wie möglich und greife nicht zu früh ein. Denn: Kleinkinder finden häufig selbst Lösungen und können vieles, was Erwachsene "gerecht" finden, noch nicht nachvollziehen.
  2. Handele bei Kleinkindern vorausschauend: Wenn du siehst, dass sich Kind A für das Spielzeug von Kind B interessiert, biete Kind A ein ähnlich attraktives Spielzeug an, bevor es Kind B "beklaut".
  3. Schütze dein Kind und andere vor Aggressionen: Trenne die Streithähne, die schlagen, schubsen, zerren, und gönne ihnen eine Auszeit. Akzeptiere aber, dass körperliche Auseinandersetzungen völlig normal sind.
  4. Übe mit deinem Kind Schritt für Schritt das Teilen: Man kann viele Dinge aufteilen oder abwechselnd benutzen. Wichtige Lern-Aufgabe dabei: Vor dem Nehmen den aktuellen "Besitzer" eines Spielzeuges um Erlaubnis fragen.

7 generelle Erziehungstipps für den Spielplatz

  1. Bewegen: Gib deinem Kind die Möglichkeit, sich selbstständig auf dem Spielplatz zu bewegen. Greife nur ein,  wenn Gefahr droht, oder das Kind wirklich nicht allein zurechtkommt. 
  2. Trösten: Trösten ist immer erlaubt. Wenn dein Kind auf dem Spielplatz weint oder sich verzweifelt und mutlos fühlt, darfst du jederzeit einschreiten. Das gehört zum Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und Kind.
  3. Streiten:  Streitereien zwischen Kindern auf dem Spielplatz sind normal – und kein Grund, gleich einzugreifen. Beobachte, ob deine Hilfe wirklich nötig wird. Fühle dich nicht automatisch für das Verhalten deines Kindes verantwortlich.
  4. Neutral bleiben: Bleibe neutral, gerecht und gelassen, wenn du in Konflikte auf dem Spielplatz eingreifen musst. Und: Lasse alle Kinder zu Wort kommen! 
  5. Lösungen finden lassen: Biete den Streithähnen auf dem Spielplatz keine perfekten Lösungen an. Lasse die Kinder selbst herausfinden, wie sich ein Ausgleich der Interessen schaffen lässt.
  6. Kommunikation unterstützen: Hilf Kindern, die in einen Konflikt auf dem Spielplatz verwickelt sind, dabei, ihre Interessen und Gefühle zu formulieren und den anderen deutlich zu machen. 
  7. Vorbild sein: Mit gutem Beispiel vorangehen: Lebe deinem Kind tagtäglich vor, wie man sich unter Mitmenschen begegnen und verhalten sollte – dabei lernt es am meisten. Nicht nur auf dem Spielplatz. Mache niemals den Streit des Kindes zu deinem eigenen.

12 Erziehungstipps für die Trotzphase

  1. Verletzungsgefahr: Achte darauf, dass dein Kind sich in seiner unermesslichen Wut nicht verletzen kann.
  2. Körperkontakt: Manchen Kindern tut es gut, wenn sie sanft festgehalten werden. Der Körperkontakt und die Botschaft "Ich bin bei Dir, ich hab Dich lieb" lässt es schneller wieder zur Ruhe kommen.
  3. Kein Zwang: Wenn dein Kind nicht festgehalten werden möchte, zwing es nicht.
  4. Abwarten: Rede während eines Wutanfalls nicht auf dein Kind ein. Das ist völlig nutzlos! Warte, bis es sich beruhigt hat.
  5. Wegatmen: Bleibe selbst nach Möglichkeit ruhig. Ganz ruhig. Nicht schreien, nicht schimpfen, nicht die Geduld verlieren.
  6. Dramatisiere den Wutanfall nicht: Wenn du dem Wüten und Toben nicht allzuviel Aufmerksamkeit widmest, ist er oft auch schnell wieder vorüber.
  7. Mach dich nicht für den Wutanfall verantwortlich und nimm ihn nicht persönlich.
  8. Sei vorbereitet: Viele Ausbrüche entstehen in Situationen, in denen Kinder müde, hungrig oder überfordert sind. Gehe also nicht mit einem hungrigen Kind zum Einkaufen, richte die Kleidung für den nächsten Tag gemeinsam nach dem Abendessen hin und reduziere die Auswahlmöglichkeiten beim Essen und Spielen.
  9. Bringe Ruhe in den Abend: Halte dich an feste Abendrituale und sorge dafür, dass dein Kind genug Schlaf hat. Beides hilft, abendlichen Wutanfällen vorzubeugen. Wenn bestimmte Abläufe immer gleich sind, lernen Kinder schnell, dass es keinen Sinn macht, dagegen anzukämpfen.
  10. Verlässliche Regeln: Wenn du verlässliche Regeln aufstellst und an diesen - ohne Ausnahmen und Diskussionen! - festhältst, gibt dieser fixe Rahmen deinem Kind Halt. Es kommt erst gar nicht auf die Idee, hier die Grenzen auszureizen.
  11. Ablenkung: "Schau mal, da drüben ist ein großer Bagger!" Oder: "Hilf mir doch mal, das Regal mit den Eiern zu finden!" Kleinkinder lassen sich in manchen Situationen noch leicht ablenken. Die Chance besteht, dass der Sturm so vorüberzieht.
  12. Raus mit der Wut! Aber richtig! Hilf deinem Kind herauszufinden, wie es mit seiner Wut umgehen kann: Wenn die Wut raus muss, hilft es, auf ein dickes Kissen einzuschlagen. Sage ihm deutlich, was erlaubt ist – und was nicht. Schlagen und Treten ist verboten. Den dicken Softball gehen die Tür zu schmeißen, ist okay. Lobe dein Kind, wenn es diese Regeln umsetzt.

6 Erziehungstipps: Wenn kleine Kinder fluchen

Irgendwann schnappen die lieben Kleinen die "bösen Wörter" auf und wissen um ihre Wirkung. So wirkst du dem entgegen:

  1. Ignorieren: Wenn du keine Reaktion zeigst, wird das neue Wort schnell an Faszination verlieren. Also nicht schimpfen oder lachen.
  2. Aufklärung: Ihr solltet eurem Nachwuchs erklären, dass Schimpfwörter andere verletzen und man sie nicht benutzen sollte. Die Welt ist eine bessere, wenn man nett zueinander ist.
  3. Schimpfwortfreie Zonen: Wohnzimmer, Küche und Schlafzimmer sind tabu, aber dafür darf im Bad geflucht werden. Hinterher wird dann die schlimme Sprache durch den Ausfluss "weggespült".
  4. Fantasiefluch: Statt des normalen Fluchens kann sich die ganze Familie aber auch Fantasieflüche einfallen lassen. Das macht Spaß und so hat die Familie gleich ihren eigenen Code, der zusammenschweißt.
  5. Vorbildfunktion: Wenn ihr oft flucht, müsst ihr euch nicht wundern, wenn eure Tochter oder euer Sohn auch Gefallen daran finden.

7 Erziehungstipps: Wenn das Kind nicht hört

Wenn ihr durch die Wohnung ruft, nützt das gar nichts, ihr müsst schon präsent sein, das Kind anschauen und manchmal leicht anstupsen, damit ihr die volle Konzentration habt - besonders wenn ihr ernstere Themen ansprecht.

  1. Stimmlich auf der Höhe: Kein "Wir gehen gleich mal nach Hause, okay?". Das signalisiert eine Frage, die man auch mit Nein beantworten kann.
  2. Keine leeren Drohungen, sondern Vorschläge: "Ich gehe jetzt ohne dich" hat keine Konsequenz, das kriegen die Kleinen schnell mit. Besser ist, wenn du ihnen vorschlägst, etwas Interessantes zu machen, wenn sie sich beeilen.
  3. Loben, wenn es läuft: Wenn die Kinder tatsächlich gehört haben und auch machen, was man ihnen gesagt hat, bringt das viel mehr als lange zu schimpfen, wenn sie etwas nicht gemacht haben. Positives Verhalten sollte immer anerkannt werden.
  4. Richtiges Timing für ernste Gespräche: Sei geduldig und warte, bis sie sich voll auf dich konzentriert haben.
  5. Keine Ablenkung: Wenn viel Rummel um euch herum ist, ist es vielleicht nicht die beste Zeit, Dinge anzusprechen, denn das Kind wird leicht abgelenkt.
  6. Spielerisch: Bring deinen Kindern bei, richtig zuzuhören, dazu gehören auch "Hör-Spiele". Gehe mit ihnen raus und frage sie, was sie hören.
  7. Zurück in die Gegenwart: Wenn ein Kind total abgelenkt ist, frage es, was es gerade hört und sieht. Das bringt es in die Gegenwart und so kann es sich besser konzentrieren. Du kannst es fragen, was die Farbe deiner Schuhe ist oder ob es etwas Gelbes im Raum sieht. Danach können die wichtigen Themen angesprochen werden.

 5 Erziehungstipps für die Mahlzeiten

100 Erziehungstipps

Neugier: Irgendwann werden Kinder ihr Gemüse essen. Versprochen!


Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtig. Versammelt euch wenigstens einmal am Tag gemeinsam um den Tisch.

  1. Mitmachen: Lass deinen Nachwuchs einmal die Woche entscheiden, was für ein Gericht gekocht wird. Kocht es gemeinsam und lass dein Kind das Rezept aufschreiben; dabei werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Es bekommt einen besseren Bezug zu Nahrungsmitteln und verbessert zugleich seine Schreibfähigkeiten.
  2. Essen als Entdeckung: Du kannst deine Kinder schon ab dem ersten Lebensjahr an alle neuen und gesunden Nahrungsmittel heranführen. Eine Ausnahme sind Nüsse und andere Produkte, bei denen sie sich verschlucken können. Lass sie schon als Kleinkinder alles riechen, fühlen und probieren.
  3. Nutze das Essen nie als Belohnung oder Bestrafung: So förderst du nur ein ungesundes Verhältnis zum Essen.
  4. Vermeide Streitereien um das Essen: Jedes Kind ist anders, und es isst auch anders. Wenn es aktiv, gesund und zufrieden ist, brauchst du dir auch keine Sorgen zu machen, wenn es nicht aufgegessen hat.
  5. Vorbild: Isst du viel Gemüse und Obst, wird dein Kind auch irgendwann gesünder essen.

5 Erziehungstipps für Tischmanieren

  1. Spielerisch: Im Spiel lernen Kinder am besten. Zeige zum Beispiel mit dem Lieblingsstofftier oder einer Puppe, wie man richtig am Tisch sitzt. Oder macht einen "Wer-kleckert-am-wenigsten?"-Wettbewerb.
  2. Vorbild sein: Sprichst du selbst mit vollem Mund oder tippst neben dem Essen auf dem Handy herum, wird dein Kind dich und die Tischmanieren nicht ernst nehmen.
  3. Regeln erklären: Erkläre deinem Kind, warum man nicht schmatzt ("Das finden andere eklig") oder das Messer ableckt ("Du könntest dich verletzen!").
  4. Viel Lob: Lob wirkt besser als Bestrafung, deshalb lobe immer wieder richtiges Verhalten.
  5. Konsequenz: Klar, bei Ein- bis Zweijährigen solltest du die Einhaltung der Regeln eher lockerer sehen, sie jedoch immer wieder wiederholen. Aber: Einmal verinnerlicht, sollten die Tischmanieren auch bei jedem Essen beachtet werden und nicht nur im Restaurant oder bei Besuch.

4 Erziehungstipps für die Zeugnisausgabe

Bei schlechtem Zeugnis:

  1. Trösten: Zuallererst in den Arm nehmen, denn dein Kind ist frustriert und muss das Gefühl haben, dass es sich mit seinen Sorgen und Nöten immer an die Eltern wenden kann.
  2. Gemeinsam schauen: Wie es zu den schlechten Noten kam, und Strategien beschließen, was man dagegen tun kann.
  3. Gelassen bleiben: Man kann auch mit schlechteren Noten später beruflich erfolgreich sein.

Bei gutem Zeugnis:

Belohnen: Ob Ausflug oder ein Herzenswunsch. Wichtig ist: Auch für kleinere Erfolge loben, von einer 3+ auf eine 2- zu kommen, ist auch ein toller Erfolg.

100 Erziehungstipps

Interessiert euch für die Sachen, die eure Kinder an Social Media so faszinierend finden.


10 Erziehungstipps für digitale Medien und Social Media

  1. Gemeinsame Strategie: Überlegt euch gemeinsam, was ihr eurem Kind erlauben möchtet, und was nicht. Klingt zu simpel? Ist es aber nicht. Voraussetzung ist, dass ihr als Eltern wisst, wie eure Einstellung zu digitalen Medien aussieht, und dass ihr als Eltern hier einen gemeinsamen Nenner habt und den auch kommunizieren könnt.
  2. Interesse: Interessiere dich dafür, warum deine Kinder Social Media so mögen, so weißt du dann auch, warum sie wem auf den sozialen Plattformen folgen und warum sie was posten.
  3. Hinterfragen: Sprich mit deinem Kind darüber, ob ein Like eines Fotos wirklich ein richtiges Feedback ist. Was steckt dahinter? Wenn sie etwas liken, ist das für sie auch ein Lob, eine taktische Maßnahme oder einfach ein Automatismus?
  4. Legt Regeln fest. Am besten schriftlich. Was nicht heißt, dass es keine Ausnahmen geben darf. Zum Beispiel, wenn es regnet, wenn euer Kind krank ist – oder auch einfach mal so sind Ausnahmen völlig in Ordnung. Hier könnt ihr einen "Nutzungsvertrag" individuell gestalten und ausdrucken: www.mediennutzungsvertrag.de.
  5. Beteilige dein Kind an den Kosten: So lernt es, das Smartphone und die Monatskarte besser zu schätzen.
  6. Beschäftigt euch selbst mit digitalen Medien: Nichts ist fataler, als wenn Eltern den Anschluss verlieren und gar keinen Einblick mehr haben, was ihre Kinder am Bildschirm überhaupt machen.
  7. Tägliche Mediennutzungszeit: Das Kind darf täglich eine bestimmte Zeit mit digitalen Medien oder Fernsehen verbringen. Die Zeit kann dabei nicht "gesammelt" und aufaddiert werden.
  8. Wöchentliche Medienzeit: Das Kind bekommt eine wöchentliche Mediennutzungszeit; die kann es aufbrauchen wie es mag: Entweder jeden Tag ein bisschen – oder am Wochenende einmal eine längere Zeit am Stück. Diese Variante eignet sich eher für Kinder ab neun Jahren, die schon besser planen können.
  9. Free Time: Ältere Kinder bekommen täglich eine Stunde Zeit zur freien Verfügung; die dürfen sie nutzen, wie sie möchten – auch mit digitalen Medien. Hintergrund für diesen Ansatz: Durch den enormen Bildungsdruck, die zunehmende Ganztagesbetreuung und die durchgeplanten Nachmittage haben Kinder kaum mehr Zeitfenster, in denen sie machen dürfen, was sie möchten.
  10. Notbremse: Wenn alles nichts nutzt - WLAN kann man auch begrenzen!

8 Erziehungstipps für Geschwister-Konflikte

Zwischen Geschwistern kann es auch einmal krachen - wann soll man sich raushalten und wann nicht?

  1. Nicht miteinander vergleichen: Wenn ihr euren Nachwuchs miteinander vergleicht nach dem Motto "Dein Bruder macht das aber viel ruhiger", schürt dies schon Konkurrenzdenken und Zwist.
  2. Ergreift keine Partei:  Es ist nicht eure Aufgabe, Partei zu ergreifen. Vor allem, wenn du immer dasselbe Kind (meist das jüngere) in Schutz nimmst, fühlt sich das andere zu Recht unfair behandelt.
  3. Konflikte lösen: Zu einem Geschwisterstreit gehören immer zwei. Versuche nicht zu rekonstruieren, wer Schuld hat. Stattdessen solltest du den Streithähnen zeigen, dass sie ernst genommen werden. Nur wenn sich Kinder in ihrer Wut verstanden fühlen, sind sie in der Lage, sich in den Standpunkt des anderen hineinzuversetzen und selbst eine Lösung zu finden. Und: Drohungen und Strafen bringen nichts. 
  4. Einmischen oder raushalten? Am besten schreiten Eltern bei einem Geschwisterstreit erst ein, wenn alles ausgesprochen ist und der Streit sich im Kreis zu drehen beginnt. Spätestens wenn der Geschwisterstreit in Handgreiflichkeiten überzugehen droht, sollten du eine Grenze ziehen. Oft bleibt dann nur noch übrig, die Kampfhähne zu trennen.
  5. Räumliche Trennung: Geschwister, die nicht gut miteinander auskommen, sollten sich kein Zimmer teilen. Falls nicht genug Platz ist, helfen Trennwände.
  6. Spielzeug getrennt aufbewahren: Wenn es Streit um bestimmte Spielsachen gibt, bewahrt sie auch getrennt auf, damit klar ist: Dieses Auto gehört der einen, und dieser Bagger dem anderen.
  7. Klare Ansage: Geschwisterkinder müssen fragen, wenn sie sich etwas von dem anderen ausleihen wollen.
  8. Konfliktvermeidung: Während das eine Kind im gemeinsamen Zimmer Freunde empfängt, muss für das andere eine Beschäftigung gefunden werden, damit es die anderen nicht stört und für Konflikte sorgt.
100 Erziehungstipps

Nerven bewahren beim Geschwisterkonflikt - nicht immer einfach.


 8 Erziehungstipps für die Ordnung im Kinderzimmer

  1. Vorbildfunktion: Lebe selbst eine gewisse Ordnung vor und räume auf.
  2. Nicht zu penibel sortieren: Lieber wenige große Kisten aufstellen als viele kleine.
  3. Ordnung: Alles muss einen eindeutigen Platz haben.
  4. Nicht zu viel: Die Spielzeugmenge überschaubar halten.
  5. Klare Ansage: Aufgaben formulieren, wer was wegräumt.
  6. Erklären, was man gerade tut: "Sieh mal, den Kran lege ich in die Autokiste."
  7. Konsequent: Das Kind muss das Aufräumen als seine eigene Sache begreifen - also nicht schnell selber alles aufräumen, sondern Geduld und Nerven bewahren und das Kind auffordern, es selber zu tun.
  8. Trennung zwischen Schul- und Freizeitecke: Dies gilt besonders für ältere Kinder und Teenager, denn sie brauchen zum einen den Schreibtisch für die Schule, aber auf der anderen Seite ihre Wohlfühlecke. Wenn die Schulecke aufgeräumt ist, sollte das genügen.

Sicherlich fallen dir noch viel mehr Situationen ein, für die man noch ein paar Tipps gebrauchen kann, aber wir hoffen, dass du zumindest einige Anregungen gewonnen hast. Jedes Kind ist anders und du weißt am besten, was wirkt. Solange du konsequent bist, klare Ansagen machst, Ruhe bewahrst und deine Vorbildfunktion wahrst, hast du alles im Griff. Und das Wegatmen nicht vergessen!

 

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